Presseberichte von Sascha Arndt, Pressewart SSC Hanau-Rodenbach
Sportler- und Trainerwahl des Jahres
Harry Arndt zum Hanauer Trainer des Jahres gewählt
Trainerrekord mit 75 Jahren - unermüdliche Begeisterung für den Laufsport
Bei der vom Hanauer Anzeiger initiierten Sportler- und Trainerwahl des Jahres setzte sich im Bereich der Trainer Harry Arndt mit den meisten der mehr als 8000 abgegebenen Stimmen gegen vier weitere Nominierte durch. Als einer der großen "Macher" des Ultralangstreckenlaufs hat sich Harry Arndt weltweit einen Namen gemacht, verband er doch das Engagement an der Basis und mit der DLV-Nationalmannschaft stets mit der Arbeit in den übergeordneten Gremien der nationalen und internationalen Organisationen. Diesen "Spagat" beherrscht er auch weiterhin: Einerseits hält der Vorsitzende des SSC Hanau-Rodenbach angesichts seiner Schreibtischarbeit locker mit einem hauptamtlichen Geschäftsstellenleiter mit. Andererseits ist er als Veranstaltungsleiter und Talentsichter der mit etwa 2000 Teilnehmern besetzten Hanauer Stadt-Schulmeisterschaften ebenso wie als SSC-Vereinstrainer ganz praktisch die treibende Kraft in der Förderung der Hanauer Nachwuchs-Laufszene und der bei weitem erfolgreichste Trainer Hessens in diesem Bereich.
Dabei findet sich der pensionierte Pädagoge dort wieder, wo er 1975 als Lehrer an der Gebeschusschule und Initiator des Schul-Sport-Clubs SSC Gebeschusschule Hanau begann: Direkt bei "seinen" Schülern, die er systematisch mit Trainingseinheiten im Rodenbacher Wald, dem Herbert-Dröse-Stadion und der August-Schärttner-Halle sowie bei zahlreichen Wettkampfeinsätzen am Wochenende aufbaut. Die von ihm trainierte Laufgruppe ist mit gut 40 Mitgliedern zwischen acht und 13 Jahren die größte ihrer Art in Hessen und sorgte dafür, dass Harry Arndt zu seinem 75.Geburtstag am Ende der Saison 2011 einen neuen Trainer-"Rekord" aufgestellt hat.
Insgesamt 21 Mal nehmen seine Schützlinge den ersten Platz in der aktuellen hessischen Bestenliste ein, und dass die Zahl der erreichten Hessenmeisterschaften mit immer noch beachtlichen neun Siegen dahinter zurückbleibt, liegt lediglich am dünnen Meisterschaftsangebot des Landesverbandes in diesem Altersbereich. Auf Kreisebene sammelten die SSC-Youngster unglaubliche 77 Titel, zusätzlich gab es mit sieben Kreis- und Regionalrekorden weitere Ausrufezeichen. Der Anfang Dezember in Mengerskirchen bei den hessischen Crosslaufmeisterschaften erstmals durchgeführte Rahmenwettbewerb der C-Schüler zeichnete ein ebenso beeindruckendes Bild, sorgten doch jeweils zwei Doppelsiege in der Einzel- und Mannschaftswertung für ein grandioses Ergebnis. Das wurde von den B-Schülern mit vier überlegenen Einzel- und Mannschaftssiegen standesgemäß abgerundet.
"Laufen ist der natürlichste Sport und geeignet, dass man ihn mit einfachsten Mitteln fast überall und sein ganzes Leben lang betreiben kann", erklärt Arndt seinen persönlichen Zugang zur Faszination "Laufsport", die er mit dem Nachwuchs teilen möchte. Dies spiegelt sich auch im Training des SSC Hanau-Rodenbach wider, wenn er mit seiner Gruppe querfeldein läuft und nebenbei noch die gefundenen Pflanzen und Gesteine erklärt oder im Stadion auch noch mit 75 Jahren den Tiefstart und Skipping beim Sprint selbst vormacht. Keine Frage, dass seine jungen Athleten aus dem Sport viel mehr mitnehmen als nur den Kampf um Meter, Sekunden und Medaillen -und genau deshalb sind sie darin ganz besonders erfolgreich.
Auf Rang zwei der Athletenwertung sammelte Vorjahressieger Anusan Rajeentan wiederum so viele Stimmen, dass auch er ausgesprochen zufrieden sein kann. Der Achte der Deutschen B-Jugendmeisterschaften und vielfache Hessenmeister wurde bereits im jüngsten Schüleralter von Harry Arndt bei den Stadtschulmeisterschaften entdeckt und kontinuierlich von der Kreisebene bis hin zu internationalen Einsätzen gefördert.
Hessische Jugendmeisterschaften
Rajeentan Hessenmeister
Anusan Rajeentan und Kidane Tewolde sorgten mit ihrem Doppelsieg bei den hessischen Jugendmeisterschaften U18 in der August-Schärttner-Halle für die Glanzpunkte aus SSC-Sicht. Durch Lukas Abele und Sara Lisa Zorn gab es zudem zwei weitere Medaillen für den SSC-Nachwuchs.
Auf der 3000-Meter-Strecke beschleunigte Rajeentan taktisch klug aus der vierköpfigen Spitzengruppe heraus fünf Runden vor Schluss so deutlich, dass lediglich sein Vereinskamerad Kidane Tewolde folgen, schließlich aber nicht mehr ganz mithalten konnte. "Die letzten 200 Meter waren schon hart", resümierte der mehrfache Hessenmeister, nachdem er in 9:20,43 Minuten seinen ersten Titel der Saison 2012 perfekt gemacht hatte. Eine Topleistung bot der 16jährige Kidane Tewolde bei seinem 3000-Meter-Debüt. Erst seit fünf Monaten im Training, zeigte er mit 9:22,63 Minuten und der Vizemeisterschaft seine Klasse. Damit revanchierte er sich beim gleichaltrigen Jon Grandpierre (LV Wiesbaden/9:34,89), der ihm im Dezember noch den Crosstitel bei den Schülern weggeschnappt hatte. Lediglich zehn Tage nach seiner Weisheitszahn-Operation war Freiluft-Schülermeister Jannik Trunk bereits wieder so fit, dass er mit einem sehenswerten Spurt und der persönlichen Hallenbestzeit von 9:38,89 Minuten noch fast den Sprung aufs Podest geschafft. Mit dem Hausrekord von 9:58,91 Minuten komplettierte Marlin Löffler auf Rang sieben das starke SSC-Quartett, das die Hälfte des gesamten 3000-Meter-Feldes ausmachte.
Für ein Ausrufezeichen sorgte der noch der Schülerklasse zugehörige Lukas Abele im 1500-Meter-Lauf. Sich klug nach vorne arbeitend, übernahm er bei der 1000-Meter-Marke (3:01 Minuten) die Führung innerhalb der Verfolgergruppe hinter dem überlegenen Abdi Uya Hundessa (3:56,85) und wurde für seinen Trainingsfleiß mit der Endzeit von 4:25,31 Minuten und der Vizemeisterschaft gegen die bis zu zwei Jahre ältere Konkurrenz belohnt.
Im Kugelstoß der U18 kam Sara Lisa Zorn mit 13,27 Metern fast an ihre Bestleistung heran und holte Bronze. "Mit der Weite bin ich zufrieden, aber dass lediglich acht Zentimeter zum zweiten Platz gefehlt haben, war kurzzeitig etwas ärgerlich", erklärte die 16jährige Schülerin zum Abschluss einer insgesamt gelungenen Veranstaltung.
SSC Jahresabschluss
Siegerehrung als Jahresabschluss
SSC ehrt vom WM-Teilnehmer bis Kreismeister
Die Jahresabschlussfeier des SSC Hanau-Rodenbach bot hinsichtlich der Leistungsbilanz einen beeindruckenden Querschnitt der 2011 erzielten Erfolge. Kreismeister, Hessenmeister und international eingesetzte DLV-Starter fanden den Weg ins Rodenbacher Bürgerhaus, wo der Vereins-Vorsitzende Harry Arndt das Sportjahr traditionsgemäß Revue passieren ließ und die zahlreichen Ehrungen seiner Sportler vornahm. Mit vier DLV-Nationalteameinsätzen, drei Deutschen Meisterschaften, neun Top-Zwölf-Platzierungen in der Deutschen Bestenliste und 53 ersten Plätzen bei hessischen Titelkämpfen setzte die SSC-Equipe die Erfolge der Vorjahre fort und unterstrich ihre Ausnahmestellung.
An der hochklassigen Bilanz hatte Simone Stöppler erneut großen Anteil. Die mit 47 Jahren "dienstälteste" Nationalmannschaftsläuferin im 100-Kilometer-Straßenlauf schaffte auf Rang 21 der Europameisterschaften und als 35. der Weltmeisterschaften den Sprung in das DLV-Kernteam, das im niederländischen Winschoten den vierten EM-Platz und den siebten WM-Platz für Deutschland erkämpfte. Außerdem holte sich die Ingenieurin mit 9:10:33 Stunden die Bronzemedaille bei der Senioren-WM. Ebenfalls im Nationaltrikot starteten Egmatollah Hussaini (34.) und Anusan Rajeentan (31.), die im slowenischen Gorenje vas im Berglauf der U18-Challenge für den DLV antraten.
Als Dritte des Grand Prix von Mayrhofen, dem als "Harakiri-Berglauf" bekannten Wettbewerb im Zillertal, lief Lisa Reisinger nur knapp hinter Skilanglauf-Olympionikin Confortola (Italien) und vor der Langdistanz-Weltmeisterin Brandy Erholtz (USA) ins Ziel. Ihre unangefochtene Spitzenposition verteidigte die SSC-Athletin bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften in Oberstdorf, wo sie den Einzelsieg und gemeinsam mit Kerstin Straub (3.) und Annette Portele (15.) erneut den Mannschaftssieg holte. Damit haben die Damen großen Anteil an einer weiteren Besonderheit: Mit insgesamt mehr als 20 Deutschen Titeln im Berglauf seit Ende der achtziger Jahre stellt der SSC Hanau-Rodenbach selbst die spezialisierten Alpen-Berglaufvereine in den Schatten.
Höchstes Niveau in seiner Altersklasse zeigte Markus Riefer. Der 45jährige Sozialrichter aus Nidderau landete bei den Deutschen Meisterschaften im Zehn-Kilometer-Straßenlauf seinen größten Coup, als er Mitte September mit 33:21 Minuten den M45-Titel holte. Im Halbmarathon gab es als 14. der Senioren-EM (1:14:38) sogar noch eine internationale Medaille: Die DLV-Mannschaft holte sich Bronze. Kaum zu glauben die Leistung von Bernd Heynert, der in der M70 die Deutschland-Qualifikation für den Ironman auf Hawaii überstand und dann dort bei der Senioren-WM trotz extremer Hitze mit 14:40:03 Stunden den fünften Platz über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen belegte.
In der Jugend dominierte Anusan Rajeentan das Geschehen bei den Landesmeisterschaften und gewann insgesamt fünf Titel. Hinzu kam Rang acht bei den Deutschen B-Jugendmeisterschaften, ein Länderkampfsieg gegen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sowie als überraschender Mannschaftserfolg der fünfte Platz bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften. "Das war besonders gut, weil wir in der Schlussphase richtig nach vorne gekommen sind", erinnerte sich der 16jährige Tümpelgarten-Schüler, der gemeinsam mit Egmatollah Hussaini und Marlin Löffler punktete.
Gar für eine Sensation sorgte Thomas Seibert. Der 32jährige Gymnasiallehrer trat bei den hessischen Berglaufmeisterschaften am Herkules nach der Streckenhälfte die Flucht nach vorne an, "weil ich unbedingt den Titel gewinnen wollte und die Kasseler Konkurrenz abwehren musste." Dass er dabei dann gleich noch den im offenen Lauf gewerteten Deutschen Meister und vielfachen WM-Teilnehmer Timo Zeiler (Mannheim) überspurtete, hatte niemand auf der Rechnung. Entsprechend wurde Seibert bei der Jahres-Siegerehrung zum "SSC-Sportler des Jahres" ernannt. Bei den Frauen teilten sich Lisa Reisinger, Kerstin Straub und Simone Stöppler diesen Titel.
Mutter und Sohn auf Rang eins - das schafften wieder einmal Ursula und Lienhard Hersel. Während Lienhard in der Schärttner-Halle als 3000-Meter-M30-Sieger glänzte, lief Ursula Hersel im 800-Meter-Lauf der W70 mit 3:42,79 Minuten im Bruchköbler Rudolf-Harbig-Stadion auf Rang eins. Ein Lob vom Vorsitzenden gab es auch für Seniorentrainerin Doris Frölich, die ihre Frauengruppe für alle Streckenlängen motivierte und von 100 Meter bis zehn Kilometer diverse Meisterschaftsmedaillen in der Staffel und mit der Mannschaft abräumte.
"Gemeinsam sind wir stärker", unterstrich mit Blick auf die vielen Mannschaftserfolge Harry Arndt in seinem Schlusswort. Für das Olympiajahr 2012 ist auch im SSC Großes geplant, stehen doch mehr als ein Dutzend Landes- und Bundesmeisterschaften auf dem Plan, von denen der SSC Hanau-Rodenbach die Ausrichtung der 25.Deutsche Meisterschaft im 100-Kilometer-Straßenlauf in Rodenbach selbst übernommen hat.
Silvesterlauf in Oberrodenbach
Die Schüler dominieren in Oberrodenbach
Zweite Plätze durch Schönbeck, Ostermeier und Mancho
Petrus ist wahrlich kein Oberrodenbacher. Nach dem Dauerregen von 2009 und dem tiefschneebedingten Ausfall des Vorjahres setzte sich die nasskalte Witterungsmisere beim Silvesterlauf auch 2011 fort. Dennoch kamen immerhin 323 Teilnehmer zum Start der 37.Auflage an die Bergstraße, denn - so Organisationsleiter Michael Marquardt - "echte Silvesterläufer laufen bei jedem Wetter." Dass im Vergleich zu den Glanzzeiten etwa 200 Läufer fehlen, dient dem TV Oberrodenbach als weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannter Veranstalter nun zum Ansporn für die Zukunft. "Wir haben eine traditionsreiche Veranstaltung mit einem guten Team und wollen die 40. und auch die 50.Auflage vollmachen", erklärte Marquardt, dem sowohl Bürgermeister Klaus Schejna als auch der mit insgesamt 61 Startern angereiste Harry Arndt vom Nachbarverein SSC Hanau-Rodenbach Mut machten: "Dieser Lauf verdient mindestens das 50.Jubiläum." Selbst Landrat a.D. Karl Eyerkaufer zeigte durch seine Präsenz die persönliche Verbundenheit zum Silvesterlauf und zu dessen Athleten, die dann in bester Crosslaufmanier um Meter und Sekunden kämpften.
Dabei sorgte Favorit Timo Grub (TV Hergershausen) auf der Langstrecke schon frühzeitig für klare Verhältnisse. Lediglich bis zum ersten steilen Anstieg am Käfernberg ließ er Matthias Wälzlein (Hasselroth) gewähren, ehe er dann auf und davon zog. Mit 36:21,4 Minuten erreichte er zwar längst nicht den Streckenrekord des Deutschen Halbmarathon-Mannschaftsmeisters Jörn Harland (33:05/2009) oder die zweitschnellste Zeit von Thomas Seibert (33:13) heran, doch das störte wenig. Zum Sieg reichte es damit allemal, folgte doch Dirk Schönbeck (SSC Hanau-Rodenbach/36:54,7) mit gebührendem Abstand. "Beim zweiten Anstieg am "Moby Dick" ist man platt. Das war hart, aber so muss es hier sein", spielte der schnelle Postbote auf die zehnprozentige Steigung am Käfernberg an. Bei den Frauen fand Julia Ertmer (LG Weinstraße) nach fünfjähriger Pause den Weg zurück zum Laufgeschehen. Die aus Heidelberg stammende Athletin setzte sich in 46:40,6 Minuten sicher vor den Seniorinnen Sigrid Grygosch (Hausen/48:55,0) und Frauke Tschiltschke (SSC/49:05,7) durch.
Spannung über 5,2 Kilometer
Auf der 5,2-Kilometer-Strecke zeigten Matthias König (TGH Karstadt Sport) und Maximilian Ostermeier (SSC) ihr Können. Vom zuletzt knappen Ausgang bei der Seligenstädter Winterlaufserie motiviert, drückte König kontinuierlich aufs Tempo und holte damit die entscheidenden Meter heraus. "Ich habe mehrfach versucht, dagegen zu halten, aber Matthias hat immer wieder gekontert", schilderte Zweitliga-Triathlet Ostermeier den "harten Zweikampf, der richtig Spaß gemacht hat." Hinter König (19:35,4) und Ostermeier (19:45,1) klaffte dann bereits eine 200-Meter-Lücke zu Ralf Eckert (20:24,2) aus Salmünster, ehe mit Marlin Löffler (20:27,5) und Jannik Trunk (beide SSC/20:59,3) die schnellsten Jugendlichen ins Ziel liefen. Spannend ging es auch bei den Frauen zu, bei denen sich die Alzenauerin Alexandra Bott mit 22:40,8 Minuten vor Lokalmatadorin Irene Mancho (22:59,1) durchsetzte. Ihren Spaß beim Lauf durch den zunehmend crossiger werdenden Parcours hatten nicht nur die Spitzenläufer. Die SSC-Athletinnen Garnet Becker und Sabine Jung absolvierten die Herausforderung in 36 Minuten und sorgten mit guter Laune für ordentlich Stimmung bei den Zuschauern im Oberrodenbacher Wald.
Zweimal im Einsatz war der hessische Vizemeister Kidane Tewolde, der zunächst den 2,5-Kilometer-Schülerlauf vor seinem Vereinskameraden Lukas Abele gewann und aus Trainingsgründen nur wenige Minuten später locker die 5,2-Kilometer-Strecke (3.Jugend/22:14) in Angriff nahm. Die beste Schülerleistung zeigte Hessenmeister Lenny Löffler. Der 13jährige SSC´ler gewann seine 1875 Meter mit 44 Sekunden Vorsprung auf den M12-Ersten Vitali Ivanov.
Bei den Schülerinnen überzeugten die vier SSC-Läuferinnen Sabrina Raudies, Angela Schick, Katharina Conseur und Mirja Buntrock mit hochkarätigen Ergebnissen. Die TGS-Athletin Louisa Fleiner führte als W09-Siegerin das größte Familienteam an. Johannes (2.M12), Justus (3.M06) sowie Christine (4.W50/5,2 km) und Cornelius Fleiner (15.M40/5,2 km) komplettierten das sportliche Niederrodenbacher Quintett. Gar mit Flagge stürmte der SSC-Nachwuchs ins Ziel. Robin Petzold (1.M07), Maximilian Hamburger (1.M09) und Lenny Löffler (1.M13) sorgten damit für Farbtupfer im Oberrodenbacher Regenwald.
Silvesterläufe
Schnelle Müllers in Frankfurt
Beim Frankfurter Silvesterlauf glückte dem Rodenbacher Matthias Müller der Sprung aufs Treppchen. Mit 31:47 Minuten lag er hinter den beiden Frankfurtern Tesfaye (30:28) und Ammouta (31:28) auf Rang drei. "Ich bin die erste Hälfte mit 15:30 Minuten zu schnell angelaufen, deshalb wurde es zum Schluss sogar noch eng", kommentierte der 30jährige Doktorand das knappe Finisch vor dem Crosslauf-Hessenmeister Jannik Ernst (TV Waldstraße Wiesbaden/31:51). Im Zwei-Kilometer-Schülerlauf holte sich Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach) mit 8:07 Minuten den Sieg in der Klasse M10.
Reisinger in Kempten top
Lisa Reisinger hat das Jahr mit einem Paukenschlag beendet. Beim hochkarätig besetzten Silvesterlauf in Kempten musste sich die Deutsche Berglaufmeisterin lediglich der Niederländerin Yvonne van Vlerken geschlagen geben, die Rang zwei beim Hawaii-Ironman sowie zahlreiche weitere internationale Duathlon- und Triathlon-Erfolge vorweisen kann. In 36:47 Minuten lag sie auf der winterlichen Zehn-Kilometer-Strecke nur eine Sekunde hinter der Weltklasse-Triathletin, die im Spurt vorbeiziehen konnte. Auf Rang drei folgte die Deutsche Crosslaufmeisterin der Jugend, Alina Reh (36:59) vom TSV Erbach.
SSC-Kaderathleten
SSC mit sieben Kaderathleten
Lisa Reisinger im B-Kader
Mit sieben Sportlern stellt der SSC Hanau-Rodenbach so viele Bundes- und Landes-Kaderathleten wie schon seit Jahren nicht mehr. Den Sprung in den B-Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hat Lisa Reisinger geschafft. Die 27jährige Lehramtsstudentin, die 2011 zum dritten Mal in Folge Deutsche Berglaufmeisterin in der Einzel- und Mannschaftswertung wurde, erhielt die Nominierung aufgrund ihres dritten Platzes beim international besetzten Grand Prix von Mayrhofen. Dabei besiegte sie unter anderem die Langdistanz-Weltmeisterin Brandy Erholtz (USA). Ob sie bei EM und WM mit dabei ist, vermag die im Studienabschluss befindliche Lisa Reisinger noch nicht zu sagen. "Es wäre natürlich schön, wenn die beste Deutsche die Mannschaft anführen würde", erklärt DLV-Delegationsleiter Wilfried Raatz (Darmstadt) bei der Nominierung. Als Berglaufspezialistin schaffte auch die DM-Dritte Kerstin Straub den Sprung in die DLV-Förderung - sie gehört dem Perspektiv-Kader an.
Gute Aussichten haben in der Saison 2012 auch die Nachwuchssportler. Anusan Rajeentan, als Achter der Deutschen B-Jugendmeisterschaften im D1-Kader geführt, hofft mit einer Erhöhung des Trainingsumfangs auf die Bestätigung der guten Stadionleistungen über 1500 Meter, während die mehrfachen Schülerhessenmeister Lukas Abele (Langstrecke D2/M15) und Lenny Löffler (Langstrecke D2/M14) trotz der Langstreckenzugehörigkeit die kürzeren Distanzen im Focus zukünftiger Leistungsentwicklungen haben.
Die nötige Schnelligkeit bringt Jannik Trunk hingegen schon mit. Der im nächsten in die B-Jugendklasse aufrückende Allrounder zählt zu den erfolgreichsten Spurtern in Hessen, obwohl er als Triathlon-Kaderathlet seinen Schwerpunkt im Schwimmtraining setzt. So fährt der 3000-Meter- und Duathlon-Hessenmeister mehrgleisig: Er kann auch 2012 eine Wettkampfpalette von 300 Metern bis zehn Kilometern im Laufen, Duathlon- und Triathloneinsätze sowie Starts bis hin zur nationalen Ebene ins Auge fassen.
Bei Sara Lisa Zorn war die Berufung in den Wurfkader des Hessischen Leichtathletik-Verbandes die logische Folge ihrer sieben Hessenmeistertitel 2011. Die 15Jährige schaffte als erste hessische Athletin überhaupt jeweils den Hallen- und Freiluftsieg im Speerwurf, Diskuswurf und Kugelstoß. Zudem holte sie noch einen B-Jugend-Sieg. Außerdem krönte sie die Saison mit der Bronzemedaille bei den Deutschen Block-Mehrkampfmeisterschaften (Wurf).
Seligenstädter Winterlaufserie
Matthias Müller mit Streckenrekord
Gelungener SSC-Einstand in Seligenstadt
Matthias Müller hat bei der Seligenstädter Winterlaufserie einen Einstand nach Maß gefeiert. Der 30jährige Doktorand startete im Fünf-Kilometer-Volkslauf erstmals für den SSC Hanau-Rodenbach und stellte auf Anhieb einen neuen Streckenrekord auf. Mit 15:50 Minuten hielt er den 3:10 Minuten-Kilometerschnitt exakt ein und war damit elf Sekunden schneller als Klaus Brantsch (Aschaffenburg) vor acht Jahren.
Dabei ließ sich der baden-württembergische M30-Meister auch nicht durch die wechselnden Bodenverhältnisse irritieren: "Ich bin kein sonderlich guter Crossläufer und war immer wieder froh, wenn nach dem Waldboden eine Asphaltpassage kam", erklärte Müller, der wie seine Konkurrenten so manche Pfütze umlaufen musste. Für die nächsten Starts sind weitere Verbesserungen vorprogrammiert, verfügt der Neu-Rodenbacher doch angesichts einer zuletzt im Training gelaufenen 5:40er-Zeit für 2000 Meter über ein ansprechendes Unterdistanz-Niveau, das er bis hin zur Süddeutschen Meisterschaftsebene der Hallentitelkämpfe im 3000-Meter-Lauf (Januar 2012/ Sindelfingen) nutzen möchte.
Eine neue persönliche Bestzeit in Seligenstadt stellten Jugendsieger Anusan Rajeentan (SSC/17:28), Max Ostermeier (17:36), Marlin Löffler (2.Jugend/18:12) sowie die drei schnellsten Schüler Kidane Tewolde (17:53), Jannik Trunk (18:08) und Lukas Abele (alle SSC/18:35) auf. Die Geschwister Tobias (19:35/1.Schüler B) und Lisa Oed (2.Schülerinnen B/20:51) überzeugten ebenso wie Irene Hersel, die sich als dritte Frau auf 20:23 Minuten steigerte. Harry Arndt und Fred Becker (beide SSC) blieben in der M75 mit 34:01 und 34:39 Minuten unter dem bisherigen M75-Streckenrekord.
Auf der Zehn-Kilometer-Distanz übernahm der Deutsche Seniorenmeister Markus Riefer (SSC) vom Start weg die Führung, um mit einem resoluten Temporennen sein Vorhaben des M45-Streckenrekordes umzusetzen. Nach 17:08 Minuten befand er sich bereits zur Halbzeit auf bestem Wege, und auch wenn der zuletzt mit Siegen und Topplatzierungen in Zürich und Basel erfolgreiche Nidderauer Richter letztlich das Tempo etwas drosseln musste und vom stark aufkommenden Timo Grub (TV Hergershausen/34:27) noch überholt wurde, blieb er mit 34:43 Minuten unter der alten Marke von Uli Amborn (LG Offenbach/34:58/2001). Ingbert Reinke wurde mit 36:55 Minuten Zweiter und ist ebenso weiterhin im Rennen um den Serien-Gesamtsieg wie Kerstin Straub, die sich diesmal in 40:13 Minutengegenüber Lisa Hübner (LG Eintracht Frankfurt/38:17) geschlagen geben musste. In den Seniorenklassen überzeugten Annette Straub (3.W50/46:34), Doris Frölich (2.W45/46:36) und Frauke Tschiltschke (4.W50/48:03).
Mit 16 Athleten unter den Top 20 der 1000-Meter-Schülerstrecke dominierte der SSC Hanau-Rodenbach erneut klar den Nachwuchswettbewerb. An der Spitze zeigten Julien Gottfried (1.M14/3:10), Lenny Löffler (1.M13/3:11) sowie Viktoria Mancho (1.W13/3:49) ebenso starke Leistungen wie die Klassensieger Vitali Ivanov (1.M12/3:22), Marius Abele (1.M11/3:45), Filip Radovic (1.M10/3:49), Sandra Röhricht (1.W11/3:59), Melissa Bensing (1.W10/4:03), Armin Hetzel (1.M09/4:05), Robin Petzold (1.M7/4:13), Fynn Becker (1.M8/4:14), Nesrin Ammerschläger (1.W9/4:21), Anna Kreß (1.W8/4:40), Tom Zukrowski (1.M6/4:54) und Henri von Koch (1.M5/6:35) im weiteren Schülerfeld. Weitere Resultate www.tria-seligenstadt.de
Frankfurter Crosslauf
Mancho und Wenzek in Form
M40-Hessenmeister Carsten Wenzek hat sich zum Jahresende in guter Form gezeigt. Beim Frankfurter Crosslauf am Bornheimer Hang entschied der Athlet des SSC Hanau-Rodenbach die Männer-Langstrecke M40 über 8600 Meter für sich. Für die sechs hügeligen Runden benötigte Wenzek 30:43 Minuten und damit gut eine Minute weniger als der zweitplatzierte Martin Schneider (TV Breckenheim). Für eine Überraschung sorgte Irene Mancho, die auf der Frauen-Mittelstrecke (3000 Meter) mit 11:55 Minuten den dritten Platz belegte. "Es lief sehr gut. Das setze ich nun am kommenden Samstag bei der Seligenstädter Winterlaufserie um", erklärte die 42jährige Rodenbacherin, die in Seligenstadt im Rennen um den Gesamtsieg mit knappem Rückstand auf Rang zwei liegt. Bei den Schülerinnen B gab es für Viktoria Mancho ebenfalls den dritten Platz.
Goldbacher Winterlaufserie
SSC-Athleten in Goldbach
Bei der Goldbacher Winterlaufserie platziert sich Ingbert Reinke im Vorderfeld. Auf der hügeligen Zehn-Kilometer-Strecke kann er bereits 37:37 Minuten vorweisen und kam nun auf 38:40 Minuten und Rang sechs der Gesamtwertung. In der Gesamtwertung der Frauen liegt seine Vereinskameradin Kerstin Straub mit bislang erzielten 39:47 Minuten auf Rang zwei. Gute Resultate gab es weiterhin für Peter Wolfenstädter (11./39:51), Dirk Schönbeck (37:49) und Simon Bertsch (alle SSC/38:11).
Hallenwettkämpfe in Frankfurt
Zwei SSC-Schülersiege in Frankfurt
Die Hallensaison läuft auf Hochtouren. Zwei Siege sammelten die Youngster des SSC Hanau-Rodenbach, von denen die siebenfache Hessenmeisterin Sara Lisa Zorn mit dem größten Vorsprung gewann. Ihre 12,82 Meter im Kugelstoß der W15 bedeuteten einen Klassenunterschied zur zweitplatzierten Kathrin Koch (TV Reisen/10,90 Meter). Bei den gleichaltrigen Jungen trat Langstrecken-Spezialist Kidane Tewolde erstmals im Hallenrund an und verkaufte sich auf der 1000-Meter-Strecke bestens. Die Zielvorgabe "unter 2:50 Minuten" setzte der SSC-Athlet exakt um, als er in 2:49,91 Minuten mit 15 Metern Vorsprung gewann und gleichzeitig die Norm für die 2012 in Hanau stattfindenden hessischen B-Jugendmeisterschaften erreichte. Zweimal Rang drei gab es für Svenja Schmitt, die mit 8,78 Sekunden im 60-Meter-Sprint der W15 und 10,11 Sekunden auf der Hürdenstrecke das Podest erreichte.
Hessische Crosslaufmeisterschaften
SSC-Nachwuchs dominiert hessische Crossmeisterschaft
Bei den hessischen Crosslaufmeisterschaften unterstrichen die Nachwuchsathleten des SSC Hanau-Rodenbach ihren Ruf als erfolgreichste hessische Schüler-Laufgruppe. Auch wenn es bei den A-Schülern mit den Vizetiteln von Kidane Tewolde (M15) und Lukas Abele (M14) nicht ganz zum Sieg reichte, holten sich die beiden vielseitigen Athleten dennoch den begehrten Hessenwimpel ab: Gemeinsam mit dem für den erkrankten Titelverteidiger Jannik Trunk eingesetzten Julien Gottfried (4.M14) verbuchten Tewolde und Abele in der Mannschaftswertung lediglich 23 Punkte und lagen damit auf der 3,9-Kilometer-Wiesenstrecke deutlich vor dem ASC Darmstadt (47) und sieben weiteren Teams.
Ein Wimpernschlagfinale sahen die Zuschauer hingegen in der männlichen Jugend B. Schon vor dem Start war der Zweikampf zwischen der LG Eintracht Frankfurt und dem SSC Hanau-Rodenbach ausgemachte Sache, doch dass es nach 5,1 Kilometern bei Punktgleichheit sogar auf den direkten Vergleich der "dritten Läufer" jeder Mannschaft ankommen würde, überraschte dann doch. Dabei hatte der SSC mit Marlin Löffler auf Rang zwölf den schnelleren Athleten im Ziel, nachdem die durch Seitenstechen gehandicapten Anusan Rajeentan (4.) und Egmatollah Hussaini (7.) zunächst deutlich gegenüber den beiden ersten Eintracht-Läufern auf Rang eins und zwei eingebüßt hatten. Das von Harry Arndt ausgegebene SSC-Motto "gemeinsam sind wir stärker" bewahrheitete sich hier ebenso wie im Mannschaftswettbewerb der B-Schüler, der mit einem ungewöhnlichen Doppelsieg endete.
Von den beiden Erstplatzierten Lenny Löffler (M13) und Vitali Ivanov (M12) angeführt sowie dem Gesamtvierten komplettiert, holte SSC I. gerade einmal sieben Zähler, womit sie vor SSC II. (24) in der Besetzung Johannes Fleiner (7.), Noah Buntrock (8.) und Patrick Köppel (9.) in Front lagen. Erst danach folgten der SSC Bad Soden-Allendorf und die LG Odenwald. Große Klasse auch der Auftritt der B-Schülerinnen um Frontläuferin Lisa Oed. Die taktische Finesse der Zwölfjährigen war sehenswert, ließ sie doch im ersten Drittel des anspruchsvollen 2,7-Kilometer-Parcours die Konkurrentinnen Franziska Bock (LAZ Gießen) und Sofia Huhn (LG Eintracht Frankfurt) ziehen, um auf dem Schlusskilometer resolut vorbeizuziehen und schließlich noch mit mehr als 80 Metern Vorsprung zu gewinnen. Immer besser in Fahrt kommt auch Laura Petri mit dem überzeugenden vierten Platz, so dass es mit Victoria Mancho auf Rang acht und 13 Gesamtpunkten zum erneuten sicheren Mannschaftssieg vor Gießen (20) und Frankfurt (22) reichte.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung hatten im Rahmenprogramm der C-Schüler über 1,2 Kilometer die ebenfalls von Harry Arndt trainierten Youngster Werbung für die zukünftig jährliche Einbeziehung ihrer Klasse bei den Landestitelkämpfen gemacht. Kaum zu glauben, dass bei den C-Schülern gleich die ersten drei Mannschaften vom SSC Hanau-Rodenbach gestellt wurden, der mit Thomas Ott (1.M11), Arne Hestermann (1.M10) und Sasha Müller (2.M10) auch die ersten drei Einzelläufer ins Ziel brachte. Fast das gleiche Bild bei den gleichaltrigen Mädchen, denn hier meldete sich Sabrina Raudies überraschend stark als W11-Siegerin vor ihrer Vereinskameradin Angela Schick zurück, während Mirja Buntrock die schnellste Zehnjährige war und damit SSC I. vor der zweiten SSC-Mannschaft zum Erfolg führte. Lediglich sieben Sekunden holten bei den D-Schülern Maximilian Hamburger, Armin Hetzel und Fynn Becker auf die LG Ried heraus, aber auch hier hatten die Hanau-Rodenbacher die Nase vorn.
Während Berglaufmeister Thomas Seibert aufgrund einer Achillessehnenverletzung im Kampf um den Gesamtsieg bei den Männern passen musste, trat Markus Riefer mit seinen aktuellen Erfolgen bei der Treburer Laufnacht und dem Baseler Stadtlauf als Topfavorit in der Seniorenklasse M45 an. Nach 7,7 Kilometern und 29:24 Minuten hatte er nicht nur seinem Dauer-Konkurrenten Rolf Schüler (LC Eschenburg/30:38) den Schneid abgekauft, sondern sogar auch den jüngeren M40-Titelträger Michael Biedermann (LAG Westertal/29:47) distanziert. Auf den Rängen drei, vier und fünf platzierten sich die W45-Läuferinnen Frauke Tschiltschke, Anja Oed und Hilke Bertschy-Abele, die Rang eins in der Mannschaftswertung belegten, während Michael Abele Achter der M50 wurde.
Alle weiteren Einzel- und Mannschaftsergebnisse unter www.hlv.de
Jügesheimer Winterlaufserie
Dreifacher Sieg für Straub-Familie
Mit einem Novum endete der zweite Durchgang der Jügesheimer Winterlaufserie über zehn Kilometer. Kerstin, Karin und Annette Straub sammelten gemeinsam drei Siege, von denen der als Familienteam im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach der außergewöhnlichste war. Denn dass die mehrfache Hessenmeisterin Kerstin Straub in beachtlichen 37:13 Minuten den Gesamtsieg vor Christina Walloch (TV Waldstraße Wiesbaden/37:28) und Sharon Antoni (ETSV Lauda/39:20) erreichte, fällt ebenso in die Kategorie "Wiederholungstat" wie der W50-Erfolg von Annette Straub, die sich mit 46:20 durchsetzte. Erstmals aber war seit vielen Jahren wieder Karin Straub mit in Jügesheim am Start und komplettierte an der Seite ihrer Mutter mit 46:20 Minuten die auf Rang eins gelistete Dreier-Mannschaft. Einen weiteren Klassensieg holte Katharina Conseur (W11) in 51:03 Minuten.
Bei den Männern schafften Dirk Schönbeck (35:26) und Simon Bertsch (35:55) auf Rang sieben und neun den Sprung unter die Top ten des Gesamteinlaufs.
Seligenstädter Winterlaufserie
Mancho und Reinke auf Rang zwei
Die Seligenstädter Winterlaufserie wartete gleich im ersten Durchgang der vier Laufsamstage mit einem Schmankerl auf. Lothar Leder, ehemaliger Ironman-Weltrekordler und aktuell mit 8:44 Stunden immer noch eine "Hausnummer" im Triathlon-Langstreckenbereich, trat auf der Zehn-Kilometer-Strecke an. Folgerichtig ging der erste Platz an den 40jährigen Darmstädter, der trotz zwischenzeitlicher Attacke des Vorjahres-Seriensiegers Ingbert Reinke (SSC Hanau-Rodenbach) in 35:35 Minuten keine Mühe hatte. Für Reinke blieb in 36:09 Minuten der Trost, dessen Vereinskameraden Markus Fischer (36:18) auf Distanz gehalten zu haben und dem Idol zumindest auf der ersten von zwei Runden folgen zu können. "Bis Kilometer vier war ich dran, dann hat Lothar beschleunigt, aber das ist ja auch ein klasse Athlet", bewunderte der SSC-Athlet seinen Bezwinger. Der ist jedoch nicht für die Serienwertung gemeldet, wodurch sich für die nächsten Einsätze ein Zweikampf zwischen Reinke und Fischer andeutet.
Ganz auf die Serienwertung setzt auch Kerstin Straub. Die Dauersiegerin im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach ließ es locker angehen und die Konkurrentinnen Karin Schenk (Spiridon Frankfurt) und Nina Kuhn (Triathlon-Team Rhein-Main) zunächst ziehen. Doch bereits bei Halbzeit hatte Kerstin Straub das Heft des Handelns übernommen und zog letztlich ungefährdet zum Sieg in 39:09 Minuten vor Schenk (39:28) und Kuhn (40:36). Beachtlich auch die deutlich verbesserte Sabine Jamin (1.W40/45:27), die gemeinsam mit Kerstin Straub und Annette Straub (2.W50/47:17) das schnellste Vereinstrio bildete.
Auf der Fünf-Kilometer-Strecke starteten die Triathlon-Zweitligisten Max Ostermeier (17:51) und Torben Winter (17:53) einen gelungenen Testlauf unter den Top ten, und auch Marlin Löffler (1.Jugend B/18:51) sowie Peter Trunk (1.M40/18:53) platzierten sich im Vorderfeld. Bei den Frauen gab sich Irene Mancho als W40-Siegerin in 20:39 Minuten lediglich der schnellen Schülerin Gina-Mareille Schürg (Friedberg/20:23) geschlagen. Nach längerer Wettkampfpause meldete sich überraschend M70-Senior Willi Röhrig in beachtlichen 26:47 Minuten zurück.
Die 1000 Meter waren erwartungsgemäß fest in der Hand des SSC-Nachwuchs. Julien Gottfried (1.M14/3:19), Lenny Löffler (1.M13/3:20) und Vitali Ivanov (3:23) belegten die Plätze eins bis drei. Ihnen folgten Maximilian Hamburger (1.M09/3:53), Alina Segieth (1.W12/3:57), Mahmoud Gassem (1.M10/3:58), Melissa Bensing (1.W10/4:04), Simon Hildebrandt (1.M08/4:10), Nesrin Ammerschläger (1.W09 /4:18), Anna Kreß (1.W08/4:32), Vincent von Koch (alle SSC/1.M07/4:33) und Annalena Hamburger (1.W04/6:42) mit Siegen in ihren Altersgruppen nach. Alle Platzierten und weitere Ergebnisse www.tria-seligenstadt.de
Frankfurt Marathon
Dirk Schönbeck läuft in Frankfurt 2:38:02 Stunden
Dirk Schönbeck war in 2:38:02 Stunden der schnellste SSC-Athlet beim Frankfurt-Marathon. Mit einer ausgesprochen gleichmäßigen Taktik machte er im Rennverlauf deutlich Boden gut und erkämpfte sich in der Gesamtwertung den 129.Platz unter 15000 Startern sowie Rang sechs bei den gleichzeitig ausgetragenen hessischen Meisterschaften. Seine Bestzeit von 2:37:34 Stunden verfehlte er knapp, hat sie aber schon für den nächsten Einsatz im Fokus: "Das war mein lockerster Marathon, ich habe die Komfort-Zone niemals verlassen." Für die nächste klassische Distanz ist eine entsprechend offensivere Renngestaltung mit dem nötigen "Quäl-Faktor" also Pflicht.
Den hatte sein Vereinskamerad Erik Rossen zur Genüge mit im schweren Marathon-Gepäck. Der 22jährige Student lief bis zur Halbmarathonmarke (1:17:26) noch vor Schönbeck, musste aber schon ab Kilometer 30 arg auf die Zähne beißen und schaffte fortan lediglich einen 4:00-Minuten-Kilometerschnitt. Immerhin noch 2:41:33 Stunden und Rang 176 in der Gesamtwertung waren die beachtliche Ausbeute des Youngsters, der gemeinsam mit Schönbeck und mit Stefan Unger (2:53:18) die erste SSC-Männer-Mannschaft bildete und mit 8:12:53 Stunden den fünften Platz belegte. Gut hielten sich ebenfalls Dirk Meyer (3:04:14) und Markus Hartung (3:09:07), während Triathlet Peter Jamin (3:11:47) in der Endphase an Boden verlor. Stephan Merkel folgte in 3:22:46 Stunden, und Gerhard Wacker lief 3:39:46 Stunden. Christian Blobel kam nach 3:42:02 Stunden ins Ziel, Thomas Diester schaffte den Marathon in 4:25:12 Stunden.
Bei den Frauen blieben mit der Debütantin Doris Frölich (3:53:03) und Annette Straub (3:55:44) zwei SSC-Damen unter der Vier-Stunden-Marke. Christina Kopp (4:41:55) und Isabelle Blaschek (4:50:14) meisterten die Herausforderung ebenfalls.
Einen Paukenschlag landete der Neu-Rodenbacher Matthias Müller, der seit einigen Wochen beim SSC mittraniert, bei seinem ersten Marathon-Einsatz. Als Tempomacher führte der für die TSG Weinheim startende Langstreckler die Saarbrückerin Susanne Hahn zur neuen Bestzeit von 2:28:49 Stunden, mit der die Elftplatzierte gleichzeitig die vom Deutschen Leichtathletik-Verband geforderte Olympianorm (2:30:00) für London 2012 unterbot. "Bis auf die letzten drei Kilometer lief es locker", freute sich Müller.
Klassensiege von Löffler, Schweizer und Schick beim Mini-Marathon
Im Mini-Marathon über 4,2 Kilometer stellten die schnellen Schüler des SSC Hanau-Rodenbach im Feld der insgesamt 2900 Teilnehmer gleich drei Mal den Sieger. Dabei verblüffte einmal mehr Lenny Löffler die Konkurrenz. Noch vor einer Woche von einem Hundebiss außer Gefecht gesetzt, lief der Regionalrekordler und Hessenmeister bei den B-Schülern ein überlegtes Rennen, mit dem er sich nach 16:14 Minuten im Schlussspurt den Sieg vor Andreas Heilmeier (16:15) holte. Den umjubelten Einlauf in der Festhalle genoss auch Lennart Schweizer, dessen 16:25 Minuten als C-Schüler noch höher einzuschätzen sind. Rang zwei ging hier an seinen SSC-Vereinskameraden Jonas Rapp in 16:53 Minuten, womit es gleich noch einen SSC-Doppelsieg gab.
Bei den A-Schülern fehlte Hessenmeister Jannik Trunk zum Schluss das nötige Quentchen Glück, als er nach 14:40 Minuten um sechs Sekunden gegen den Sieger Grandpierre aus Wiesbaden unterlag. Keine Chance hatte angesichts einer Erkältung Anusan Rajeentan, der mit 14:51 Minuten unter Wert geschlagen Vierter der B-Jugend wurde. Hingegen lag ganz deutlich in Front Angela Schick bei den C-Schülerinnen, die sie in 18:20 Minuten dominierte. Gar in der Spitzengruppe der Gesamtwertung behauptete sich Lisa Oed (3. B-Schülerin) als knapp geschlagene Viertplatzierte in 17:34 Minuten, und auch Laura Petri (8.B-Schülerin) zeigte mit dem 20.Rang in 18:44 Minuten ihr Können. Unter die Top ten ihrer Klassen schafften es Tobias Oed (5.Schüler B/16:43), Kidane Tewolde (6.SA/15:09), Marlin Löffler (10.JgB/16:03), Vitali Ivanov (9.SB/16:57) und Selma Celikkol (5.SiC/19:35). Jahrgangsschnellster in der M14 war Lukas Abele (11.SA) in 15:40 Minuten. Weitere Rodenbacher SSC-Läufer waren mit Katharina Conseur (10.SiC/20:25), Sebastian Conseur (31.SB/18:11) und Johannes Fleiner (32.SB/18:15) erfolgreich.
Offenbacher Mainuferlauf
Lienhard Hersel in 33:04 Minuten Gesamtsieger
Beim Offenbacher Mainuferlauf setzte Lienhard Hersel den Glanzpunkt auf der Zehn-Kilometer-Distanz. Bei läuferfreundlicher Windstille verbesserte sich der 30jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach auf der flachen Rundstrecke entlang des Mains auf die persönliche Jahresbestzeit von 33:04 Minuten, mit der er nicht nur den Gesamtsieg vor Kilian Schreiner (ASC Breidenbach/33:07) und Martin Dröll (Eintracht Frankfurt/33:18) feierte, sondern auch noch den Einzug in die hessische Bestenliste vollzog. Nach einem gleichmäßigen Rennverlauf bis zur Streckenhälfte in 16:37 Minuten fiel dann mit einer deutlichen Temposteigerung auf dem Schlusskilometer die Entscheidung zugunsten Hersels, der als ehemaliger Mittelstreckler mit einem langgezogenen Endspurt gegenüber Schreiner und Dröll alles klar machte.
Nach dem Neuberger Duathlon habe ich mich schon wieder fit gefühlt und bin daher zunächst einen Kilometerschnitt von 3:20 Minuten losgelaufen", erklärte Hersel seine erfolgreiche Taktik. Bemerkenswert: Der zweifache Deutsche Seniorenmeister legte in den vergangenen Monaten maximal 20 Laufkilometer wöchentlich zurück, um die lädierte Achillessehnen zu schonen. "Aber ich bin natürlich auch viel und intensiv auf dem Rad unterwegs, was als Training ebenfalls sehr gut anschlägt."
Im gut besetzten Feld belegte Maximilian Ostermeier in 35:33 Minuten den zehnten Platz, Faizan Tanveer folgte in 36:17 Minuten auf Rang drei der Jugend. Michael Kirschey (TGS Niederrodenbach) belegte in 37:59 Minuten den zweiten Platz der M50.
Während im Halbmarathonlauf Dirk Schönbeck seinen Vorbereitungswettkampf auf den Frankfurt-Marathon in lockeren 1:19:48 Stunden auf Rang 13 als einziger Hanauer Vertreter im Vorderfeld abschloss, punktete der SSC-Nachwuchs im Fünf-Kilometer-Wettbewerb. Jonas Rapp (19:37) als Sieger der C-Schüler und zweitschnellster Athlet der hessischen Bestenliste sowie Vitali Ivanov (19:42) auf Rang eins der B-Schüler unterboten die 20-Minuten-Marke sicher, an der Thomas Ott (4.Schüler C) heuer trotz beachtlicher 20:02 Minuten noch knapp scheiterte. Zwei weitere Klassenerfolge feierten Angela Schick bei den C-Schülerinnen in 22:01 Minuten und Armin Hetzel bei den D-Schülern in 22:40 Minuten.
Friedenstauben-Duathlon
Hersels Attacke abgewehrt
Spannung pur herrschte im Kampf um den Gesamtsieg beim neunten Neuberger Friedenstauben-Duathlon: Lienhard Hersel sorgte angesichts seines Vorhabens, die fünfjährige Siegesserie von Haimo Kiefer (Skills 04 Frankfurt) zu beenden, von Beginn an für den nötigen Druck auf der über sechs Laufkilometer, 24 Radkilometer und nochmals sechs Laufkilometer führenden Strecke rund um Neuberg. Entsprechend deutlich fiel der Vorsprung des 30jährigen Rodenbachers nach dem ersten Teilstück aus, das er in 21:54 Minuten 300 Meter vor Kiefer, dessen Vereinskameraden Siegismund und Alexander Kirsch (RSK / SSC) absolvierte. "Ich bin dabei allerdings volles Risiko gegangen, weil ich wegen einer Erkältung in der Vorwoche drei Tage nicht trainieren konnte und mich auch noch nicht ganz topfit gefühlt habe", erläuterte Hersel seinen überaus schnellen Start, mit dem er die Frankfurter Radspezialisten auf der Mountainbike-Strecke möglichst lange hinter sich halten wollte.
Dies gelang ihm bis zur Halbzeit, ehe zumindest Siegismund aufschloss, da der frühere Deutsche Zeitfahrmeister Kiefer mit einem Defekt ausscheiden musste. Doch auch gegen Siegismund war kein Kraut gewachsen, denn bis zum zweiten Wechsel machte dieser noch eine Minute gut, die Hersel nun mit einem erneuten Angriff auf der Laufstrecke zu kontern hoffte. "Da war dann jedoch wegen der gerade überstandenen Erkältung nichts mehr drin", erkannte er schnell, denn mit 24:52 Minuten lief er gleich drei Minuten langsamer als zum Auftakt und musste sich letztlich mit 1:35:55 Stunden zu 1:33:49 Stunden geschlagen geben. Zufrieden waren dennoch beide: Siegismund verfehlte bei seinem ersten Neuberger Sieg den Streckenrekord nur um 30 Sekunden, und Hersel blieb im Bereich seiner Vorjahresleistung. Rang drei ging bei der vom TTC Neuberg in Zusammenarbeit mit dem Triathlon Verein Deutscher Ärzte und Apotheker (TVDÄ-Hanau) ausgerichteten Veranstaltung an Alexander Kirsch (1:42:20), auf Rang zehn folgte mit Peter Trunk ein weiterer ironmanerprobter SSC-Athlet.
Den Reiz des Duathlons für die Elite brachte Lienhard Hersel auf einen Nenner: "Es ist zwar mit etwa 60 Startern eine kleine Veranstaltung, aber hier sind immer Spitzensportler aus Hessen oder Unterfranken am Start !" Ausreichende Motivation bot der Friedenstauben-Duathlon auch allen anderen Startern, die sich im Ziel über Medaillen, ein Finisher-Shirt, einen Schrittzähler und Siegerpokale für die Altersklassenplatzierten freuen konnten. www.friedenstauben-duathlon.de
Hessische Berglaufmeisterschaften
Thomas Seibert hessischer Meister
Beim Herkules-Berglauf den Deutschen Meister geschlagen
Mit einer Sensation endete der 22.Kasseler Berglauf, in dessen Rahmen die hessischen Titelkämpfe für Jugend, Hauptklasse und Senioren integriert waren. Nicht der als Topfavorit angereiste Deutsche Meister Timo Zeiler (MTG Mannheim) gewann die über 6,3 Kilometer und 370 Höhenmeter führende Strecke hinauf zum Herkules, sondern Thomas Seibert vom SSC Hanau-Rodenbach. Nach immer wieder auftretenden Problemen mit der Achillessehne bislang vor allem bei Volksläufen und zuletzt als Sieger des Hanauer Stadtlaufs in Erscheinung getreten, schlug er in Kassel gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. "Ich bin von Anfang an sehr schnell gelaufen, um mir die stärksten Meisterschaftskonkurrenten vom Leib zu halten und musste dann auf dem letzten Kilometer erneut forcieren. Dabei konnte ich zu Timo aufschließen und dann direkt vorbeilaufen", schilderte Seibert seine Taktik, die in einem unwiderstehlichen Endspurt mündete.
So gewann der 32jährige Lehrer vom Bruchköbeler LOG in 24:19 Minuten die Gesamtwertung vor Timo Zeiler (24:22) und die hessischen Titelkämpfe vor Thomas Thyssen (PSV Grün-Weiß Kassel/24:38) und Johannes Wennmacher (LG Baunatal/Fuldabrück/25:02). Unerwartet schwach blieb der frühere Berglauf-WM-Teilnehmer Andrew Liston (LG Wettenberg/25:20) auf Rang vier. Neben dem Hauptklassentitel holte sich Seibert auch Rang eins in der Klasse M30 und gemeinsam mit Simon Bertsch (16./27:43) sowie Julian Bähr (4.Junioren/28:04) die Bronzemedaille in der Mannschaftswertung.
Bei den Frauen ruhten die SSC-Hoffnungen auf Kerstin Straub. Nach einem spannenden Zweikampf mit Katrin Arndt (Kassel) musste sich die 22jährige Langstrecklerin jedoch geschlagen geben und belegte mit 28:32 Minuten und 14 Sekunden Rückstand den zweiten Platz. Gleich einen Doppelsieg feierten in der Altersklasse W50 Frauke Tschiltschke (33:59) und Annette Straub (34:22), die damit den Einlauf der hessischen Hallenmeisterschaften von Hanau im 3000-Meter-Lauf wiederholten. Die beiden Seniorinnen erkämpften sich in der Frauen-Hauptklasse gemeinsam mit Kerstin Straub den zweiten Platz hinter den Lokalmatadoren aus Kassel.
Mannschaftlich stark präsentierten sich weiterhin die B-Jugendlichen des SSC, die aufgrund des Wertungsmodus in der A-Jugend starten mussten und dort mit Anusan Rajeentan (4./28:04), Patrick Bungert (5./29:34) und Egmatollah Hussaini (7./31:41) konkurrenzlos Rang eins belegten.
Halbmarathon & 5km-Kreismeisterschaften
Schönbeck und Hille Halbmarathonsieger
Teilnehmerverdopplung durch Nachmelde-Ansturm
Zum siebten Halbmarathonlauf und der vierten offenen Kreismeisterschaft im Fünf-Kilometer-Lauf hatte der SSC Hanau-Rodenbach zwar mit einem Nachmelde-Ansturm gerechnet, dass es gleich eine Verdopplung der vorherigen Meldezahlen auf insgesamt 500 Teilnehmer geben würde, überraschte die versierten Ausrichter dann aber doch. Ebenso unerwartet kam der Halbmarathon-Gesamtsieg von Dirk Schönbeck zustande, denn der zuvor hoch gehandelte 1:10-Läufer Stefan Hinze sagte seinen Start kurzfristig ab. So war der Weg frei für den SSC-Athleten, der sich mit 1:16:20 Stunden den ersten Platz vor 346 weiteren Startern sicherte, dabei aber auf der zweiten Streckenhälfte alles geben musste, um sich Martin Dröll (LG Eintracht Frankfurt/1:16:59), Frank Wiegand (LG Bad Soden Sulzbach Neuenhain/1:17:07), Arne Lepper Kötzner (RFC Oberstedten/1:17:19) und Simon Bertsch (SSC/1:17:33) vom Leib zu halten.
Unterstützung erhielt Dirk Schönbeck durch den Neu-Rodenbacher Matthias Müller (TSG Weinheim). Mit der persönlichen Bestzeit von 1:08 Stunden als Grundlage lernte er an seinem ersten Rodenbacher Wochenende die zukünftigen Trainingsstrecken kennen und half Schönbeck über die mentalen Tiefs hinweg. "Ich hatte heute wirklich keine lockeren Beine, und es war mir auch zu warm. Ohne die Begleitung von Matthias wäre es sehr eng geworden", erklärte der schnelle Postbote, dem der in 1:16:23 Stunden gelistete Müller auf der Zielgeraden den Vortritt ließ.
"Optimale Bedingungen und eine superschnelle Strecke" machte Claudia Hille (TSG Kleinostheim) aus. Die 30fache Ironman-Teilnehmerin übertraf mit 1:25:04 Stunden die eigenen Erwartungen deutlich und mischte als 31. des Gesamteinlaufs munter mit den Männern mit. "Dabei hatte ich seit der 70.3-Weltmeisterschaft in den USA Anfang September nur sehr wenig und locker trainiert", wunderte sich die Dritte der W45-WM über ihre persönliche Jahresbestzeit. Auf Rang zwei folgte Simone Voß (Team Asklepios Wiesbaden/1:33:00) vor Nadine Richter (TSV Ostheim/Rhön/1:34:31). Der Klassensieg in der W30 ging an Susanne Blumör (Hanau) in 1:40:37 Stunden, und Hildegard Fleckenstein (Lauftreff Freigericht) gewann die W60 in 1:54:22 Stunden. Gary Timmermann (TGS Niederrodenbach/1.M65) legte mit 1:48:20 Stunden 600 Meter zwischen sich und seine Frau Gabi (1:51:55/7.W40), während die Geschwister Pascal (1:54:26) und Carolin Kössler (1:54:28) nach wechselnder "Familienführung" gerade einmal zwei Sekunden trennten.
Für die relativ beste Leistung war der älteste Teilnehmer der Veranstaltung zuständig. Edmund Schepp, mehrfacher Senioren-Rekordhalter, scheiterte zwar an seinem Unterfangen, die Deutsche M80-Bestleistung unter 1:47 Stunden zu drücken. Mit beachtlichen 1:51:38 Stunden beeindruckte der 80jährige Langstreckler des TUS Wiesbaden-Rambach jedoch nicht nur den bundesweit agierenden Veranstaltungs-Moderator Jochen Heringhaus, sondern auch die zahlreichen Zuschauer beim Zieleinlauf im Rodenbacher Waldstadion.
Hessische Jahresbestleistungen im Fünf-Kilometer-Lauf
Das "Vorprogramm" des Halbmarathons hatte zuvor schon für Begeisterung gesorgt. Im Fünf-Kilometer-Lauf holte sich der frisch gebackene hessische Berglaufmeister Thomas Seibert (SSC) in 15:45 Minuten den Gesamtsieg vor seinen Vereinskameraden Anusan Rajeentan (1.Jugend B/16:15), Markus Riefer (1.M45/16:29) und Maximilian Ostermeier (16:51) sowie dem Korbacher Michael Zekl (16:44). Hinter der Männer-Elite trumpften dann bereits die besten Schüler auf, aus deren Reihen Kidane Tewolde eine kleine Sensation glückte. Der 15jährige Neuzugang des SSC Hanau-Rodenbach lief gemeinsam mit seinem Klassenkameraden und Entdecker Jannik Trunk ein Kopf-an-Kopf-Rennen und legte dann noch einen sehenswerten Endspurt hin. Verdienter Lohn der Anstrengung war in seinem ersten Meisterschaftsrennen die hessische Jahresbestleistung von 16:55 Minuten und gemeinsam mit Jannik Trunk (2./17:09) und Lukas Abele (M14/18:10) die schnellste deutsche Schüler-Mannschaftszeit von 52:14 Minuten. Eine weitere herausragende Leistung glückte der elfjährigen Angela Schick. Nach ihren beiden hessischen Jahresbestzeiten über 800 Meter und 2000 Meter legte die Hanau-Rodenbacherin nun mit 20:07 Minuten auch auf der Fünf-Kilometer-Distanz nach und war damit vor Gina-Mareille Schürg (TSV Friedberg-Fauerbach/1.W12/20:21) und Aisha Hajii (Schloss Hausen/Jugend B/20:23) das schnellste Mädchen der Veranstaltung.
Ebenfalls hessische Bestzeit lief in der M10 David Bechhaus (TGS Niederrodenbach), der mit 20:14 Minuten vor Arne Hestermann (SSC/20:39) siegte, während Lennard Schweizer als Sieger der M11 in 19:08 Minuten die Marke seines Trainingskameraden Marius Abele lediglich um eine Sekunde verfehlte. Insgesamt dominierte der SSC Hanau-Rodenbach die Kreismeisterschaften der Schüler fast komplett und holte mehr als 90 Prozent der zu vergebenen Einzel- und Mannschaftstitel.
Hochzufrieden mit der Veranstaltung zeigte sich Organisationsleiter Harry Arndt. "Es hat alles reibungslos geklappt, obwohl wir mit derart vielen Nachmeldungen nicht rechnen konnten. Dieses Team ist für die Deutschen Meisterschaften im 100-Kilometer-Lauf in Rodenbach 2012 gerüstet."
Ergebnisse der Kreismeisterschaft im Fünf-Kilometer-Straßenlauf:
Schüler M15: 1.Kidane Tewolde 16:55; 2.Jannik Trunk (beide SSC Hanau-Rodenbach) 17:09; 3.Yannik Markhof (LAZ Bruchköbel) 18:12
M14: 1.Lukas Abele 18:10, 2.Julien Gottfried 18:33; 3.Dominik Oltsch (alle SSC) 20:54
Mannschaften M14 / M15: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Tewolde, Trunk, Abele) 52:14
M13: 1.Lenny Löffler 18:01; 2.Tobias Oed 19:11; 3.Noah Buntrock (alle SSC) 19:28
M12: 1.Antonio Irgang (LG EVO Seligenstadt) 20:33; 2.Gabriel Schneider (TV Oberrodenbach) 20:35; 3.Julius Hild (SSC) 21:11
Mannschaften M12/M13: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Löffler, Oed, Buntrock) 56:40
M11: 1.Lennard Schweizer 19:08; 2.Jonas Rapp 19:16; 3.Marius Abele (alle SSC) 19:46
M10: 1.David Bechhaus (TGS Niederrodenbach) 20:14; 2.Arne Hestermann 20:39; 3.Filip Radovic (beide SSC) 20:45
Mannschaften M10/M11: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Schweizer, Rapp, Abele) 58:10
M09: 1.Maximilian Hamburger 20:47: 2.Armin Hetzel 22:17; 3.Marvin Segieth (alle SSC) 25:31
M08: 1.Fynn Becker 22:24; 2.Simon Hildebrand 22:51; 3.Robin Petzold (alle SSC) 23:00
Mannschaften M08/M09: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Hamburger, Hetzel, Becker) 1:05:28
Schülerinnen W14: 1.Elena Händel (SSC) 37:33
Mannschaften W14: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Wolnitza, Segieth, Händel) 1:25:24
W13: 1.Viktoria Mancho 21:47; 2.Anne Wolnitza 23:18; 3.Alina Segieth (alle SSC) 24:33
W12: 1.Lisa Oed 20:57; 2.Tamara Hille 23:38; 3.Laura Petri (alle SSC) 28:56
Mannschaften W12/ W13: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Oed, Mancho, Hille) 1:06:22
W11: 1.Angela Schick 20:07; 2.Selma Celikkol 24:29; 3.Sandra Röhricht (alle SSC) 24:32
W10: 1.Katharina Conseur 22:48; 2.Mirja Buntrock 22:52; 3.Melissa Bensing (alle SSC) 25:32
Mannschaften W10/W11: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Schick, Conseur, Buntrock) 1:05:47
W09: 1.Nina Zukrowski (SSC) 26:04
W08: 1.Anna Kress 27:05; 2.Caroline Dickmanns 28:26; 3.Samira Hanna (alle SSC) 28:29
Mannschaften W08/W09: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Zukrowski, Kress, Dickmanns) 1:21:35
Deutsche Straßenlaufmeisterschaften
Markus Riefer Deutscher Senioren-Meister
Bei sommerlicher Hitze mit 33:21 Minuten den Zehn-KM-Titel geholt
Bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften im münsterländischen Oelde schlug die Stunde von Markus Riefer. Der 45jährige Langstreckler des SSC Hanau-Rodenbach gewann in seiner Altersklasse den Wettbewerb über zehn Kilometer und holte damit seinen ersten nationalen Titel. "Ich wollte unbedingt gewinnen", freute sich der vielfache Hessenmeister, der seit seiner Schülerzeit im Laufbereich aktiv ist und nun nach 30 Jahren ununterbrochenem Einsatz auf Strecken zwischen 800 Meter und Marathon erstmals bei Deutschen Meisterschaften ganz oben auf dem Treppchen stand.
Meisterlich war bei hochsommerlichen Temperaturen auch die Zeit von Markus Riefer. Mit 33:21 Minuten hielt er auf der leicht profilierten, viermal zu durchlaufenden Stadtrunde fast exakt einen Kilometerschnitt von 3:20 Minuten. Gegen dieses durchgängig hohe Tempo vermochte selbst der favorisierte Lokalmatador Ulrich Christmann nicht zu bestehen. Nach der gemeinsamen Anfangsphase lag Riefer bei Kilometer fünf und der Zwischenzeit von 16:39 Minuten schon alleine vorne. Ausruhen konnte sich der Sozialrichter jedoch keinen Meter, denn Christmann blieb immer auf Schlagdistanz und hatte auch im Ziel mit 33:34 Minuten lediglich 70 Meter Rückstand. "Es war ein hartes Rennen, aber mir kam die Wärme entgegen, weil ich dabei relativ wenig einbüße", erklärte Markus Riefer, der sich dennoch sicher war: "Bei kühleren Temperaturen wäre das eine 32er-Zeit geworden."
Sein Meisterstück machte er aus einem kombinierten Tempo- und Marathontraining heraus. Mit 80 bis 100 Laufkilometern pro Woche und einigen harten Tempoeinheiten wie fünf Mal 1000 Meter in 3:10 Minuten oder 10 x 400 Meter in 71 Sekunden mit 200 Meter Trabpause verbesserte er einerseits seine Unterdistanzleistungsfähigkeit. Den Gegenpol bildeten mit Blick auf den München-Marathon lange Läufe, die ihm die nötige Grundlagenausdauer verliehen. Keine Frage, dass es auch in den nächsten Wettkämpfen nochmals richtig krachen soll. Bereits am kommenden Wochenende steht mit dem Karlsruher Halbmarathon die Chance auf eine deutliche Verbesserung in der Bestenliste an. Mit einer Zeit um 1:12 Stunden locken die hessischen Top ten in der Männer-Hauptklasse sowie ein Top-3-Rang in der Altersklasse M45 auf nationaler Ebene. Und beim München-Marathon soll Anfang Oktober endlich wieder eine Zeit von weniger als 2:40 Stunden herausspringen, womit er auch auf dieser Distanz zu den Besten seiner Kategorie zählen dürfte.
Dirk Schönbeck Hessen-Sechster
Ebenfalls einen Marathon unter 2:40 Stunden als Saisonabschluss plant sein Vereinskamerad Dirk Schönbeck. Der schnelle Postbote zeigte bei den Hessenmeisterschaften in Darmstadt als Gesamtsechster und Vierter der M35 mit locker herausgelaufenen 1:17:59 Stunden, dass er für den Frankfurt-Marathon im Soll ist.
Mittel- und Langstreckenläufe
Drei hessische Jahresbestzeiten
SSC-Athleten Schick, Abele und Löffler spitze
Zum Ausklang der Bahnsaison schlug nochmals die Stunde der Mittel- und Langstreckenläufer des SSC Hanau-Rodenbach. Als Gaststarter räumten die Youngster bei den offenen Kreismeisterschaften in Friedberg über 2000 und 3000 Meter den Großteil der Sieg ab und überzeugten mit bestenlistenreifen Leistungen. Allen voran Angela Schick (W11), Lenny Löffler (M13) und Lukas Abele (M14), die jeweils neue hessische Jahresbestleistungen aufstellten.
Bei optimalen Witterungsbedingungen machte Angela Schick im 2000-Meter-Rennen von Beginn an Druck und erzielte mit 7:34,60 Minuten und 20 Sekunden Vorsprung auf ihre Verfolgerin Juliana Hill (Ober-Eschbach/7:54,31) das erste Topresultat. Auf der gleichen Distanz trat der zweifache Regional-Rekordler Lenny Löffler an, um sich in der M13 den Platz an der Sonne zu sichern. Nach 6:36 Minuten im Vorjahr spurtete Löffler nun nach 8:30,59 Minuten vor seinem Vereinskameraden Tobias Oed (6:48,60) ins Ziel. Das dritte Spitzenergebnis gab es für Lukas Abele. Der als Hessenmeister angetretene 14Jährige lief die 3000 Meter bewusst konservativ an und lag nach 3:26 Minuten für die 1000-Meter-Zwischenzeit deutlich über der Zielzeit von 3:20 Minuten. Mit einem gelungenen Steigerungslauf und einer enorm schnellen Schlussrunde unterbot Abele dann jedoch in 9:57,54 Minuten erstmals die 10-Minuten-Marke und liegt nun hessenweit mit 16 Sekunden in Front. Rang zwei ging an den ebenfalls verbesserten Julien Gottfried mit 10:32,80 Minuten.
Ganz knapp an der Pool-Position vorbei lief Lisa Oed als Klassensiegerin der W12. Nach 7:23,05 Minuten fehlten ihr über 2000 Meter lediglich vier Sekunden zu der von ihrer Trainingsgefährtin Laura Petri im Frühjahr vorgelegten Zeit. Deutlich unter der 8:00-Minuten-Grenze blieb Viktoria Mancho (W13/7:49,92), während ihre jüngeren Vereinskameradinnen Mirja Buntrock (8:12,19) und Katharina Conseur (8:13,65) in der W10 einen Doppelsieg landeten.
Weitere gute Leistungen erzielten bei den Schülern Johannes Fleiner (2.M12/7:09,73), Marius Abele (2.M11/7:19,24), Thomas Ott (3.M11/7:22,72), Filip Radovic (2.M10/7:38,64) und Sasha Müller (3.M10/7:47,59). In der M13 unterbot Noah Buntrock als Dritter mit 6:59,12 Minuten sogar den 3:30-Minuten-Kilometerschnitt, an dem Patrick Köppel (7:04,08) heuer noch knapp scheiterte. Mahmoud Gassem belegte mit 8:05,52 Minuten den vierten Platz. Sandra Röhricht und Antonia Diester liefen die 2000 Meter auf Rang drei und vier der W11 in 8:34,26 und 8:52,25 Minuten.
In der männlichen Jugend B wollte es Anusan Rajeentan in seinem letzten Bahnrennen wissen und über 3000 Meter die 9:00 Minuten unterbieten. Bis zur 2000-Meter-Marke lief hinter dem als Tempomacher agierenden früheren Deutschen Marathonmeister Philipp Ratz alles nach Plan, doch auf den abschließenden zwei Runden fehlte dem 16jährigen Hanauer dann doch die Ausdauer. "Nach den Süddeutschen Meisterschaften habe ich nicht mehr so viele Dauerläufe trainiert", erkannte Rajeentan den Grund für das knappe Scheitern. In 9:03,84 Minuten lief er dennoch eine Topzeit und war mit 100 Metern Vorsprung Tagesschnellster. Rang zwei in der männlichen Jugend B ging an Marlin Löffler in 10:14,89 Minuten.
Bei den Frauen erzielte Frauke Tschiltschke eine neue persönliche Bestzeit. Die W50-Hallenmeisterin steigerte sich auf 12:31,37 Minuten und gewann die Gesamtwertung.
Cologne-Triathlon-Halbdistanz
Peter Jamin überrascht in Köln
Bei der Cologne-Triathlon-Halbdistanz überraschte Peter Jamin (SSC Hanau-Rodenbach) mit einem Quantensprung. Der 46jährige Ausdauerathlet trat im Jahr vor seinem Ironman-Debüt zum ersten ernsthaften Wettkampftest über die Strecken 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen an und belegte den 35.Platz unter 1000 Startern.
Bei schwülwarmer Witterung und böigem Wind blieb Peter Jamin auf der Regattabahn im Fühlingersee zunächst im Rahmen seiner Möglichkeiten. Mit 34:18 Minuten und dem 278.Platz hatte der frühere Wasserski-Spezialist zwar deutlich an Boden verloren, doch auf dem Radparcours schlug dann seine Stunde. Trotz schwieriger Witterungsbedingungen fuhr er die 90 Kilometer in einem Schnitt von 39 Kilometern pro Stunde, womit er nach 2:21:36 Stunden die 23. Zwischenzeit erzielen konnte und lediglich 14 Minuten langsamer war als der Gesamtsieger und Triathlon-Profi Andreas Raelert. "Ich fahre auch im Training immer wieder Abschnitte im 40er-Schnitt und schneller, so dass mir das Rennen gar nicht so schnell vorkam. Allerdings hat mich im Mittelteil eine Windböe derart getroffen, dass ich fast vom Rad gefallen wäre und danach insgesamt vorsichtiger unterwegs war", schilderte Jamin seinen "Höllenritt" auf der Zeitfahrmaschine.
Im abschließenden Halbmarathonlauf ging es für den Hanau-Rodenbacher dann sogar um den Sieg in der Altersklasse M45. Den musste er zwar in der Schlussphase des mit 164 Höhenmetern und zwei Wendeltreppen versehen Rundkurses mit lediglich 1:20 Minuten Rückstand Peter Meyer (RSV Daadetal) überlassen, doch mit 1:31:30 Stunden und der Gesamtzeit von 4:33:55 Stunden holte er sich den zweiten Platz. "Die Stimmung an der Strecke war super, und ich bin gleichmäßig durchgekommen", freute sich Peter Jamin, der nach seinem Einsatz gleich das nächste Vorhaben ins Auge fasste. "Beim Frankfurt-Marathon fällt nun auf jeden Fall die 3:00-Stunden-Marke", war er sich sicher.
Süddeutsche Meisterschaften der B-Jugend
Anusan Rajeentan Süddeutscher Vizemeister
Anusan Rajeentan (SSC Hanau-Rodenbach) hat bei den Süddeutschen Meisterschaften der B-Jugend den Titel nur knapp verpasst. Im badischen Forst traf der Achte der Deutschen Meisterschaften im 1500-Meter-Lauf erneut auf Simon Brodbeck (Pforzheim), der mit einer Bestleistung von 4:03 Minuten in der Meldeliste knapp vor ihm lag. Entsprechend schnell gestaltete sich das Rennen, in dem Rajeentan eingangs der Zielgeraden direkt hinter Brodbeck lag, der dann jedoch noch wegziehen konnte und in 4:04,67 Minuten gewann. Für den SSC - Athleten blieb mit 4:06,44 Minuten wie bereits in der Hallensaison die Silbermedaille mit deutlichem Vorsprung auf den drittplatzierten Michael Pritzl (Rosenheim/4:14,24).
Triathlon-Hessencup
Thomas Ott gewinnt Triathlon-Hessencup
"Aller guten Dinge sind fünf" - unter diesem Motto stand die Triathlon-Saison 2011 für Thomas Ott. Der für den SSC Hanau-Rodenbach startende Langenselbolder gewann alle fünf zum hessischen Triathlon-Nachwuchscup zählenden Wettbewerbe der B-Schüler und zeigte damit eine perfekte Serienleistung. Der letzte Coup glückte dem Elfjährigen nun beim Triathlon in Viernheim. Dort musste der laufstarke SSC-Athlet auf der Schlussstrecke von 1000 Metern alles geben, nachdem er diesmal nach einer eher schwacher Leistung auf der 200 Meter langen Schwimm-Strecke seinen Rückstand auf der fünf Kilometer langen Rad-Distanz nur wenig reduzieren konnte. In seiner Parade-Disziplin Laufen glänzte Thomas Ott dann jedoch und gewann den Wettbewerb mit 14 Sekunden Vorsprung in einer Gesamtzeit von 25:09 Minuten. Zuvor hatte der Langenselbolder in dieser Saison bereits den City Duathlon in Baunatal, den Schüler-Triathlon in Münster, den Rieslingman in Rüdesheim und den Short Track Triathlon in Griesheim gewonnen.
Zwei vierte Plätze gab es durch die B-Jugendlichen Annika Rahner (TV Windecken) und Jannik Trunk (SSC Hanau-Rodenbach). Beide belegten in Viernheim den fünften Platz und scheiterten in der Gesamtabrechnung nur knapp am Treppchen, wobei Jannik Trunk noch am Vortag als hessischer Fünf-Kilometer-Meister seine Extraklasse unter Beweis gestellt hatte. Rang neun gab es für Anne Wolnitza (SSC) bei den A-Schülerinnen.
Gederner Straßenlauf
Seibert und Straub in Gedern vorn
Der sommerlichen Hitze trotzten Thomas Seibert und Kerstin Straub beim Gederner Straßenlauf am besten. Mit seinem 33:52 Minuten setzte Seibert wie schon in den Vorjahren den Glanzpunkt auf der hügeligen Rundstrecke und holte mehr als zwei Minuten auf seinen SSC-Vereinskameraden Simon Bertsch (36:13) heraus. "Den Start bei den hessischen Meisterschaften wollte ich wegen leichter Achillessehnenprobleme noch nicht wagen, aber hier lief es sehr gut", erklärte der 32jährige Langstreckler. Für Kerstin Straub war selbst der Doppelstart kein Problem. Nach ihrem vormittäglichen Meisterschaftseinsatz lief sie sich in 40:50 Minuten "locker aus" und gewann sicher vor Astrid Staubach (42:59).
Main-Kinzig-Challenge
Schlögel auf Rang drei der Laufserie
Jörn Harland (PSV GW Kassel) und Regina Blatz (TV Salmünster) haben die Main-Kinzig-Challenge gewonnen. Bei der aus sechs Läufen, darunter der Hanauer Märchenlauf als Auftaktveranstaltung, bestehenden Wettbewerb setzten sich die beiden mehrfachen Hessenmeister nach drei gewerteten Rennen durch. Zum Abschluss der Serie holte sich Jörn Harland in Wächtersbach mit 33:00 Minuten ebenso wie Regina Blatz (41:07) den Zehn-Kilometer-Sieg. Vierter wurde Wolfang Schlögel (SSC Hanau-Rodenbach), der sich in der Challenge-Wertung Rang drei sicherte. Im Fünf-Kilometer-Schülerlauf holten sich Tobias Oed (M13/19:31) und Jonas Rapp (M11/19:57) zwei SSC-Klassensiege. Schnellste Schülerin im 1000-Meter-Lauf war Lisa Oed (W12).
Hessische Straßenlaufmeisterschaften
Trunk und Abele hessische Doppelmeister
SSC-Schüler dominieren Straßenlaufmeisterschaft
Bei den hessischen Straßenlaufmeisterschaften führte auch in diesem Jahr kein Weg an den A-Schülern des SSC Hanau-Rodenbach vor. Mit drei Titeln holten sie auf der Fünf-Kilometer-Strecke von Villmar das Optimum und setzten ihre Siegesserie fort. Als hessische Doppelmeister glänzten Jannik Trunk (M15) und Lukas Abele (M14), die gemeinsam mit Lenny Löffler auch noch die Mannschaftswertung gewannen.
In der Einzelwertung löste sich Jannik Trunk gut einen Kilometer vor dem Ziel aus der kompakten Viererspitze und lief mit der neuen persönlichen Bestzeit von 17:04 Minuten einen sicheren Vorsprung vor Jean Grandpierre (Wiesbadener LV/17:12) und Jonas Simon (LG Eder/17:21) heraus. Der 15jährige Allrounder, der bislang als Landesmeister im Crosslauf, Bahnlauf und Duathlon erfolgreich war, machte damit auch in der nationalen Rangliste einen Sprung nach vorne.
Erstmals unter 18 Minuten blieben Lukas Abele und Lenny Löffler. In der M14 lieferten sich die beiden SSC-Youngster zunächst einen spannenden Dreikampf mit dem Offenbacher Davor Bienenfeld (18:14), den sie letztlich deutlich für sich entschieden. Lukas Abele mit 17:46 Minuten und der erst 13jährige Lenny Löffler mit dem neuen B-Schüler-Regionalrekord von 17:54 Minuten sorgten für den Hanau-Rodenbacher Doppelsieg und eine der schnellsten deutschen Mannschaftszeiten von 52:44 Minuten. Rang drei von fünf Teams ging an die noch vor der LG Eintracht Frankfurt platzierten SSC II. mit dem deutlich verbesserten Julien Gottfried (4.M14/18:28), Patrick Köppel (12.M14/20:37) und Dominik Oltsch (15.M14/21:17). Sebastian Conseur folgte in 22:12 auf Rang 18. Sechste wurde bei den Schülerinnen W14 die 13jährige Viktoria Mancho (SSC) in 22:05 Minuten.
Im Zehn-Kilometer-Lauf der Frauen holte sich Kerstin Straub (SSC) die Bronzemedaille. "Ich fange nach einigen Krankheiten jetzt erst wieder mit dem Neu-Aufbau an", erklärte die mehrfache Landesmeisterin, die sich mit 38:21 Minuten zufrieden gab und hinter Tinka Uphoff (Spiridon Frankfurt/36:36) und Alexandra Behrens (ASC Darmstadt/38:06) gelistet wurde. Knapp an den Altersklassen-Medaillen vorbei liefen Doris Frölich (4.W45/44:34), Annette Straub (4.W50/45:36) und die um mehr als zwei Minuten verbesserte HoLa-Lehrerin Frauke Tschiltschke (5.W50/46:03). Hilke Bertschy-Abele belegte mit 49:58 Minuten Rang acht in der W45, Sabine Jamin wurde in der W40 mit 47:35 Minuten Fünfte.
Im Männerlauf verfehlte Markus Riefer nur knapp die Sensation. Gegen den mehrfachen Deutschen M45-Meister Wilhelm Hofmann (SF Blau-Gelb Marburg/33:53) fehlten nach dem Hitzerennen lediglich vier Sekunden. "Auf der Zielgeraden bin ich noch einmal herangekommen, aber es hat nicht mehr ganz gelangt", resümierte Riefer, der nun in zwei Wochen bei den nationalen Titelkämpfen erneut angreifen möchte. Gemeinsam mit Dirk Schönbeck (4.M35/34:32) und Erik Rossen (6.Junioren/36:10) belegte er in der Mannschaftswertung den vierten Platz. Michael Abele wurde in der M50 mit 38:14 Minuten Zehnter.
Als einzige Mannschaft trat hingegen die männliche Jugend B des SSC Hanau-Rodenbach an. Marlin Löffler als Vizemeister in 38:34 Minuten, Sewa Samochwalow auf Rang drei in 40:10 Minuten und Patrick Bungert (4./40:20) siegten konkurrenzlos.
Deutsche Mehrkampfmeisterschaften
Sara Lisa Zorn mit Bronze bei Deutscher Meisterschaft
Nach sechs Hessentiteln in der laufenden Saison hat Sara Lisa Zorn (SSC Hanau-Rodenbach) bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Cottbus ihren bislang größten Coup gelandet. Die 15jährige Wurfspezialistin sicherte sich im Blockmehrkampf überraschend die Bronzemedaille und bestätigte damit auch auf nationaler Ebene ihre Klasse.
Hellwach musste die SSC-Athletin bereits beim morgendlichen Hürdenlauf sein, bei dem sie bis zur vorletzten Hürde mit den Spezialistinnen mithielt. Dann jedoch touchierte sie das Hindernis, so dass ihr mit 13,71 Sekunden eine bessere Zeit verwehrt blieb und sie auf Rang 29 notiert wurde. Der anschließende Diskuswurf entwickelte sich zur Geduldprobe. Mehr als zwei Stunden schleuderten die 42 Teilnehmerinnen die Wurfscheibe bei böigen Winden, um weitere Punkte zu sammeln. Dies gelang Sara Lisa Zorn bestens, denn mit 35,71 Metern erzielte sie nicht nur eine neue persönliche Bestweite, sondern streifte sogar den Kreisrekord (35,90). "Das hat viel Selbstbewusstsein für die kommenden Disziplinen gebracht", kommentierte Betreuerin Anja Zorn den Auftritt ihrer Tochter, die sich mit lediglich zwei Punkten Rückstand zum Silberrang auf Platz vier schob.
Im Weitsprung machte ihr der Wind jedoch einen Strich durch die Rechnung. Statt der angestrebten 5,00 Meter blieb sie bei 4,67 Meter hängen, und auch die Vorbereitung auf den 100-Meter-Sprint verlief alles andere als rund. "Wir mussten nach unserem Aufruf noch 45 Minuten auf den Start warten, weil die Starterlisten nicht komplett waren. Und dann wurde uns noch mitgeteilt, dass wir direkt nach dem Lauf zum Kugelstoß wechseln sollten", schilderte Sara Lisa Zorn die zusätzliche Belastung durch organisatorische Probleme. So blieb es bei 13,71 Sekunden und dem Gefühl, dass die mögliche Medaille wohl in weite Ferne gerückt sei.
Vom zehnten Platz nach vier Wettbewerben machte die von Melanie Zecha (Hürdenlauf) und Werner Rebernig (Wurf) trainierte Gymnasiastin in der abschließenden Disziplin am frühen Abend dann jedoch alles richtig. Mit 12,98 Metern und der zweitbesten Weite holte sie die nötigen Punkte, um sich wieder zurück in die Medaillen zu stoßen und mit 2669 Zählern hinter Claudine Vita (Fürstenwalde/2901) und der Württembergerin Lea Stier (2708) den dritten Platz zu belegen.
"Das ist ein Traumergebnis", freute sich Sara Lisa Zorn, die zuvor mit einem Urkundenrang geliebäugelt hatte, ihre Zielstellung weit übertreffen konnte und damit zu den erfolgreichsten Nachwuchs-Mehrkämpferinnen des hessischen Leichtathletik-Verbandes zählt. Für den Rest der Saison stehen noch "Weitenjagden" im Diskus- und Speerwurf auf dem Programm - immerhin sind die jeweiligen Schüler-Kreisrekorde nur um Zentimeter von den persönlichen Bestleistungen entfernt.
Berglauf-Grand-Prix 2011
Lisa Reisinger knapp hinter EM-Medaillengewinnerinnen
Lisa Reisinger hat beim zum Berglauf-Grand-Prix 2011 zählenden "Harakiri-Berglauf" im österreichischen Mayrhofen den dritten Platz belegt. Inmitten der internationalen Elite um die beiden EM-Medaillengewinnerinnen Antonella Confortola (Italien) und Lucia Krkoc (Slowenien) mischte die Deutsche Meisterin im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach kräftig in der Spitze mit und musste erst auf dem abschüssigen Schlusskilometer die Konkurrenz ziehen lassen. So belegte sie auf der über 10,4 Kilometer und 1170 Höhenmeter führenden mit 1:03:58 Stunden den dritten Platz hinter EM-Vize Confortola (1:02:50) und Krkoc (1:03:32). Für Reisinger war der mit 350 Euro Prämie belohnte Auftritt in Österreich eines ihrer besten Rennen überhaupt. "Ich war immer vorne mit dabei und bin besonders bei den steilen Anstiegen bestens zurecht gekommen", freute sich die zehnfache nationale Meisterin, die erstmals an diesem Einladungslauf teilnahm und direkt vor der Vorjahressiegerin Brandy Erholtz (USA/1:05:02) und der österreichischen Meisterin Susanne Mair (1:05:34) ins Ziel kam. Ihr Erfolgsrezept bringt die Lehramtsstudentin, die neben Dauerläufen, Bergläufen und Radtouren wöchentlich eine Serie über drei Mal 1000 Meter in 3:10 Minuten oder schneller im Trainingsprogramm hat, kurz und knapp auf den Punkt: "Ich laufe derzeit nur dort, wo es mir Spaß macht."
Ironman Frankfurt
Peter Trunk trotzt der Kälte
Beim Ironman Frankfurt hat Peter Trunk trotz schwierigster äußerer Bedingungen ein gelungenes Rennen gezeigt. Der 44jährige Ausdauer-Athlet kämpfte sich bei 13 Grad Lufttemperatur zunächst über 3,8 Kilometer Schwimmen (1:16) durch den Langener Waldsee, um dann beim 180-Kilometer-Radabschnitt mit 5:35 Stunden der Kälte zu trotzen. "Zum Dauerregen kam ein zermürbender Wind, so dass ich vor Kälte irgendwann meine Füße nicht mehr gespürt habe", erklärte Trunk, dessen Fußgefühl sich erst nach 20 Laufkilometern wieder einstellte. So schaffte er mit 11:02 Stunden fast noch den Sprung unter die 11-Stunden-Barriere, und er scheiterte nur knapp an seiner Bestzeit von 10:55 Stunden, die er bei wesentlich besseren Bedingungen aufgestellt hatte.
Deutsche Triathlon-Meisterschaften
Jannik Trunk mit Rang 25 bei Deutscher Triathlon-Meisterschaft
Jannik Trunk (SSC Hanau-Rodenbach) hat erneut seine Klasse bewiesen. Der 15jährige Ausdauer-Mehrkämpfer zeigte nach seinem Sieg bei den hessischen Schülermeisterschaften im 3000-Meter-Lauf (9:36) nun auch im Triathlon, dass er zur Elite zählt. Bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig startete der D-Kader-Athlet über 400 Meter Schwimmen, zehn Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen inmitten der knapp 70 Teilnehmer so schnell wie nie zuvor. Lediglich 5:01 Minuten benötigte Trunk für die Auftaktdisziplin, so dass er mit 30 Sekunden Rückstand zur Spitze auf Rang 22 aus dem Wasser kam. Nicht ganz so rund lief es dann auf dem Rad, denn nach einem Sturz in seiner Gruppe riss diese komplett auseinander, so dass er fortan auf sich alleine gestellt war und wertvollen Boden verlor. Im abschließenden Lauf holte er mit der elftbesten Zeit von 8:34 Minuten alles aus sich heraus und sicherte sich schließlich den 25.Platz. Damit trat er einmal in die Fußstapfen seines Vaters Peter Trunk, der bereits Ende Juli beim Ironman Frankfurt mit 11:02 Stunden einen Achtungserfolg erzielt hatte.
Deutsche B-Jugend Meisterschaften
Anusan Rajeentan mit Bestzeit auf Rang acht der DM
16jähriger Hessenmeister läuft 1500 Meter in 4:04,78 Minuten
Auf den Punkt topfit präsentierte sich Anusan Rajeentan bei den Deutschen Meisterschaften der B-Jugend in Jena. Der 16jährige Mittelstreckler des SSC Hanau-Rodenbach trat im 1500-Meter-Lauf an und erreichte in seinem ersten Jugendjahr mit neuer persönlicher Bestzeit den achten Platz unter 28 Startern.
Die vom Deutschen Leichtathletik Verband geforderte Qualifikationsnorm von 4:13,20 Minuten hatte der Hessenmeister gleich drei Mal unterboten und zuletzt als Verbändekampfsieger im Hessenteam gegen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen seine gute Form bestätigt. Für den Saisonhöhepunkt wurden die Karten neu gemischt, galt es doch in Jena zunächst, das Finale der besten 15 Athleten zu erreichen. Mit 4:08,07 Minuten überstand Rajeentan auf Position 13 die Vorläufe und konnte sich die ersten Glückwünsche vom Landestrainer des Hessischen Leichtathletik-Verbandes abholen, nachdem die Qualifikation durch einen starken Schlussspurt in trockene Tücher gebracht worden war.
Die Regeneration für den am folgenden Tag stattfindenden Endlauf verlief dann so gut, dass Trainer Sascha Arndt noch auf dem Einlaufplatz "deutlich mehr Spritzigkeit" ausmachte. Entscheidend für Platz acht war jedoch die taktische Marschroute seines Schützlings. Während sich das Feld schon nach 400 Metern mit knapp unter 60 Sekunden jenseits seiner Möglichkeiten befand, hielt sich Anusan Rajeentan als "Schlusslicht" mit 65 Sekunden exakt im Rahmen. Nach der 1000-Meter-Marke (2:44) begann er von Position 14 seine beeindruckende Aufholjagd, schnappte sich auf der letzten Runde noch sechs Konkurrenten und erreichte mit Rang acht die beste Platzierung eines Hanauer Läufers bei Deutschen Bahnmeisterschaften seit 2005, als sein Vereinskamerad Carsten Wenzek ebenfalls Achter im 10000-Meter-Lauf wurde. Mit der neuen hessischen Jahresbestleistung von 4:04,78 Minuten machte Rajeentan zudem in der DLV-Rangliste einen Sprung nach oben und erfüllte die Kadernorm des HLV.
Senioren-Weltmeisterschaft in den USA
Markus Riefer mit zwei WM-Urkunden
Markus Riefer hat bei der Senioren-Weltmeisterschaft in den USA erneut seine Klasse bewiesen. Der 45jährige Langstreckler des SSC Hanau-Rodenbach erzielte im 10.000-Meter-Bahnlauf mit 33:29,00 Minuten seine Jahresbestzeit und belegte im internationalen Vergleich den sechsten Platz. Obwohl Riefer den ersten Kilometer in 3:12 Minuten zu schnell anging, konnte er in der Schlussphase den ehemaligen Nationalkader-Athleten Markus Pingpank (Hannover) abschütteln. Lediglich 31 Stunden später stand der ausdauernde Sozialrichter erneut an der Startlinie und nahm den Marathonlauf in Angriff. "Nach drei Wochen USA-Aufenthalt und nur begrenzt optimaler Nahrungsaufnahme im Vorfeld war das auch deshalb sehr schwierig, weil ich keinen einzigen Lauf über 90 Minuten absolviert hatte", so Riefer, der dennoch bis KM 37 in Führung lag. Dann jedoch zogen noch drei Konkurrenten der M45 an ihm vorbei, so dass ihm schließlich in 2:48:46 Minuten der vierte Platz blieb.
Crosslauf in Königshofen
Dirk Schönbeck ungefährdet
Anusan Rajeentan ebenfalls topfit
Mitten im Sommer einen Crosslauf - in Königshofen bei Mömbris finden die ansonsten auf das Winterhalbjahr beschränkten Querfeldein-Fans auch im Juli ihr Betätigungsfeld. Für Dirk Schönbeck (SSC Hanau-Rodenbach) lief es jenseits von Stadion und Straße dabei so gut, dass er als souveräner Gesamtsieger das Ziel erreichte. Der mehrfache Senioren-Hessenmeister der Klasse M35 benötigte für die profilierten zehn Kilometer lediglich 35:53 Minuten und befand anschließend. "Das lief locker, ich hätte jederzeit zulegen können !"
Sein Vereinskamerad Anusan Rajeentan überraschte derweil mit Rang zwei der Gesamtwertung als schnellster B-Jugendlicher. Seinen Ausdauertest beendete der süddeutsche 1500-Meter-Vizemeister in respektablen 36:20 Minuten, wobei er den Freigerichter Julian Grünewald (36:36/1.M20) noch auf dem Schlusskilometer distanzierte. "Ich bin bei Kilometer sechs zu ihm aufgelaufen, dann haben wir uns gebattelt", erklärte der 16jährige Hanauer den mehrfachen Wechsel an der Spitze des Verfolgerduos. Gegen die deutlich höhere Grundschnelligkeit Rajeentans zog Grünewald letztlich jedoch den Kürzeren. Bereits auf Rang fünf folgte als zweiter Jugendlicher Lulzim Sahitaj (SSC) in 38:41 Minuten.
In der Frauenklasse profitierte Frauke Tschiltschke von ihrem Einsatz bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften, lief sie doch als W50-Siegerin mit 47:50 Minuten im Bereich ihrer Zehn-Kilometer-Bestzeit. Hildegard Fleckenstein gewann in 54:40 Minuten die Klasse W60.
Einen Klassensieg im Fünf-Kilometer-Lauf gab es für Valentyna Nechepurenko (W30/27:53).
Der Schülerlauf über 2.500 Meter war eine klare Angelegenheit für Julien Gottfried, der in 10:40 Minuten mehr als 200 Meter Vorsprung hatte.
Mit einem SSC-Doppelsieg endete der Stadtlauf in Aschaffenburg. Auf der Sechs-Kilometer-Strecke setzte sich Ingbert Reinke mit 20:56 Minuten vor Lulzim Sahitaj durch, der mit 21:49 Minuten die Jugendwertung für sich entschied.
Süddeutsche Schülermeisterschaften
Sara Lisa Zorn mit zweimal Süddeutscher Bronze
Bei den Süddeutschen Schülermeisterschaften im pfälzischen Eisenberg ging Sara Lisa Zorn (SSC Hanau-Rodenbach) in allen drei Wurfdisziplinen als Medaillenanwärterin an den Start. Der Auftakt brachte im Kugelstoßen auf Anhieb die erhoffte Bronzemedaille, die sie mit 12,74 Metern hinter Yvonne Herre (Kornwestheim/13,50) und Laura Renner (Altötting /12,97) holte. Im Diskuswurf musste sich Sara Lisa Zorn dann auf den böigen Wind in Eisenberg einstellen, was ihr mit 34,30 Metern und Rang vier gelang. "Morgen greift sie nochmal an", lautete der Kommentar von Betreuerin Anja Zorn, die dann am zweiten Wettkampftag miterlebte, wie ihre Tochter im Speerwurf erneut die Bronzemedaille gewann. Spannend ging es auch hier zu. Hinter Katharina Aures (TSG Hassloch/41,38) und Louisa Grauvogel (LG Saar 70/40,14) lieferte sich die 15jährige Gymnasiastin einen Zweikampf mit Nadine Diebold (Ötigheim/37,11), den sie mit 37,72 Metern für sich entschied. "40 Meter sind dieses Jahr noch drin", analysierte Trainer Werner Rebernig, der bis September das Hauptaugenmerk bei der Allround-Werferin auf eine größere Wurfhöhe legen wird und Ende August mit den Deutschen Schüler-Mehrkampfmeisterschaften im Block Wurf ein weiteres Highlight in der Vorbereitung hat.
Wettkämpfe in Pfungstadt und Weinheim
Anusan Rajeentan mit Bestleistung und Länderkampf-Sieg
Anusan Rajeentan hat einen Doppelschlag gelandet. Der 16jährige Mittelstreckler des SSC Hanau-Rodenbach gewann zunächst in Pfungstadt die 1500 Meter als Tagesschnellster aller Klassen in der neuen persönlichen Bestzeit von 4:07,67 Minuten. Damit unterbot er erneut die Norm für die Deutschen B-Jugendmeisterschaften und verbesserte seinen Platz in der nationalen Bestenliste der U18. Bis zur 1000-Meter-Marke hatte Rajeentan noch Tempo für seinen Vereinskameraden Egmatollah Hussaini gemacht, der letztlich in 4:21,77 Minuten Dritter wurde. Ebenfalls im Pfungstadt am Start war Dirk Schönbeck (1.M35), der auf der 3000-Meter-Strecke glänzte und mit 9:15,29 Minuten ebenfalls persönliche Bestzeit lief.
Nur drei Tage nach seinem Einsatz in Pfungstadt sorgte Anusan Rajeentan dann beim Ländervergleichskampf gegen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen für einen der seltenen HLV-Siege. In Weinheim landete er einen Start-Ziel-Sieg und absolvierte nach 2:54,6 Minuten bei der 1000-Meter-Marke die letzten 500 Meter in sehenswerten 1:15,5 Minuten, um mit 4:10,17 Minuten die Konkurrenz um Timo Küpper (Nordrhein-Westfalen/4:10:20) bis zum Zielstrich in Schach zu halten. Egmatollah Hussaini konnte mit Magenproblemen nicht sein Leistungsvermögen abrufen und belegte in 4:27,97 Minuten den siebten Rang.
Deutsche Berglaufmeisterschaften
Lisa Reisinger zum zwölften Mal Deutsche Berglaufmeisterin
Reisinger, Straub und Portele gewinnen den Mannschaftstitel
Lisa Reisinger (SSC Hanau-Rodenbach) hat bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften in Oberstdorf Geschichte geschrieben. Die 26jährige Langstrecklerin verteidigte zum zweiten Mal in Folge den Einzeltitel bei den Frauen, und sie stand wiederum gemeinsam mit Kerstin Straub und Annette Portele auch in der Mannschaftswertung ganz oben auf dem Treppchen. Damit stockte Lisa Reisinger ihre seit dem ersten Juniorinnentitel 2002 und dem ersten Frauen-Mannschaftssieg 2006 gelistete Bilanz auf nunmehr insgesamt zwölf Titel bei Deutschen Berglaufmeisterschaften auf.
Beeindruckend auch ihr Vorsprung auf der mit 8,6 Kilometer langen und 1117 Höhenmetern ausgesprochen schwierigen Strecke vom Oberstdorfer Marktplatz hinauf zum Höfatsblick am Nebelhorn. Nach 56:33 Minuten hatte sie etwa 500 Meter auf Marie-Luise Heilig-Duventäster (LG Welfen/1:00:15) herausgelaufen, obwohl sie nicht einmal an ihr Limit gegangen war. "Ich habe mir eine Erkältung eingefangen und bin deshalb mit Reserve gelaufen", so Reisinger, der DLV-Berglaufwart Wolfgang Münzel bescheinigte: "Eine derartige Dominanz gab es im deutschen Berglauf lange nicht mehr. Lisa ist eigentlich für höhere Aufgaben vorgesehen, die sie in der Zukunft hoffentlich auch wahrnehmen kann." Auf die am Wochenende im türkischen Bursa stattfindende Berglauf-Europameisterschaft verzichtet die in der Prüfungsphase befindliche Lehramtsstudentin trotz bester Chancen heuer noch.
Die Berufung ins Nationalteam konnte sich hingegen ihre Vereinskameradin Kerstin Straub sichern. Nach ihrem U23-Sieg im Vorjahr schaffte sie nun den nahtlosen Übergang in die Frauenklasse, in der sie mit 1:01:07 Stunden auf dem Bronzerang erfolgreich war. "Ich wollte eine Medaille, und das hat geklappt", freute sich die SSC-Athletin, die erst an einem der mehr als 20prozentigen Steilstücke in der Schlussphase den Anschluss zu Heilig-Duventäster verlor, aber sicher vor Monika Carl (LG Welfen/1:02:30) das Ziel auf 1932 Metern Höhe erreichte. Der Nationalteam-Einsatz war zu diesem Zeitpunkt längst in trockenen Tüchern. "Jetzt muss sie sich gut erholen, dann kann sie bei der EM noch mehr zeigen", war sich Wolfgang Münzel sicher, der dem jungen DLV-Frauenteam um Kerstin Straub gegen die starke alpine Konkurrenz allenfalls Außenseiterchancen bescheinigt.
Schon jenseits der 40 und immer noch topfit - so präsentierte sich Annette Portele in Oberstdorf. Die 43jährige Bruchköblerin zeigte im ersten Berglauf nach ihrem Mannschaftssieg 2009 erneut ihre Kraftausdauerqualitäten, als sie sich mit 1:08:00 Stunden den 15.Platz erkämpfte. Damit stellte sie gemeinsam mit Lisa Reisinger und Kerstin Straub in 3:05:40 Stunden den Mannschaftssieg des SSC Hanau-Rodenbach vor der LG Welfen (3:10:30) und dem SV Rosenheim (3:22:51) sicher. Anine Hell ("das war eindeutig zu steil hier") sicherte die Siegermannschaft auf Rang 21 mit 1:09:26 Stunden ab und sorgte für die nötige Sicherheit im Kampf um den Titel. Die Vorjahres-Teamsiegerin führte nunmehr SSC II. an, das mit den beiden W50-Seniorinnen Annette Straub (23./1:17:37) und Berglauf-Debütantin Frauke Tschiltschke (24./1:18:47) den fünften Platz belegte.
Kreis-Langstaffel-Meisterschaften
SSC schickt 22 Staffeln zu 15 Kreis- und elf Regionaltiteln
Ein Novum gab es bei den Langstaffelmeisterschaften des Kreises Offenbach/ Hanau, die in Jügesheim gleichzeitig als Regionalmeisterschaften ausgetragen wurden. Veranstaltungsleiter Lutz Ernst bedankte sich im Namen der der LG Rodgau / TGM SV Jügesheim und des Kreises beim SSC Hanau-Rodenbach für die außergewöhnliche Beteiligung. Ganze 22 Staffeln von den D-Schülern bis zu den Senioren hatte der Vereinsvorsitzende und Nachwuchstrainer Harry Arndt gemeinsam mit Doris Frölich und Sascha Arndt auf die Beine gestellt, und die tagelange Vorbereitungsarbeit trug titelträchtige Früchte. 15 Kreismeister sowie elf Regionalmeister kamen aus den Reihen der Hanau-Rodenbacher, die bei den C-Schülern über 3x1000 Meter einen neuen Meisterschaftsrekord feierten. Angeführt von Thomas Ott, Lennard Schweizer und Marius Abele in der hessischen Spitzenzeit von 10:36,76 Minuten folgten drei weitere SSC-Trios, so dass die Plätze eins bis vier vom gleichen Verein belegt wurden. Einen Doppelsieg schafften die D-Schüler, von denen Armin Hetzel, Simon Hildebrandt und Maximilian Hamburger (11:32,29) zwei Staffeln aus Steinberg und Jügesheim sogar überrundeten.
Für eine Überraschung sorgten die Männer. Auf der 3x1000-Meter-Staffel lieferten Triathlet Maximilian Ostermeier und der frühere Jugendhessenmeister Matthias Erath die Vorarbeit für Simon Bertsch, und der Langstreckenspezialist zeigte mit 2:38 Minuten für seinen Teilabschnitt beachtliche Unterdistanzqualitäten. Derart auf Trab gebracht, setzten Erath und Bertsch gemeinsam mit Lulxim und Reinke nur wenige Minuten nach ihrem ersten Einsatz in der 4x400-Meter-Staffel den nächsten Akzent und trugen sich mit 3:46,50 Minuten in die Siegerlisten ein.
Bei den Frauen verewigte sich die Familienstaffel Straub in der Kreishistorie. Mutter Annette bestritt mit ihren Töchtern Karin und Kerstin den 3x800-Meter-Wettbewerb, den sie mit 8:13,45 Minuten siegreich beendeten. Schneller an diesem Tag waren im hart umkämpften Lauf der B-Schülerinnen lediglich Viktoria Mancho, Lisa Oed und Laura Petri, die in 8:05,46 Minuten gegen den TV Windecken mit Hannah Feiler, Franziska Wesch und Julie Kührt (8:08,15) bestanden. Noch knapper ging es bei den C-Schülerinnen C, wo sich Sandra Röhricht, Selma Celikkol und Angela Schick mit 8:17,50 Minuten gegen die LG Seligenstadt (8:18,89) und den TV Rendel (8:26,58) durchsetzten.
In den Jugendstaffeln überraschte bei seinem Comeback Sewa Samochwalow mit einer 1000-Meter-Einzelzeit von 2:52 Minuten, während sich in der weiblichen Jugend B Svenja Schmitt, Ann-Sophie Jurkovic und Laura Kemmerer über ihren ersten Regionaltitel freuten. Die Seniorinnen waren sowohl über 3x800 Meter als auch über 4x400 Meter nicht zu schlagen.
Ergebnisse der Kreis-Langstaffel-Meisterschaften:
3x800 Meter:
Frauen: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Annette Straub, Karin Straub, Kerstin Straub) 8:13,45 Minuten;
Weibliche Jugend B: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Schmidt, Jurkovic, Kemmerer) 8:37,88;
Schülerinnen A: 1.DJK Freigericht (Steiner, Lorenz, Peter) 8:30,56;
Schülerinnen B: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Mancho, Oed, Petri) 8:05,46; 2.TV Windecken (Feiler, Wesch, Kührt) 8:08,15
Schülerinnen C: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Röhricht, Celikkol, Schick) 8:17,50;
3x1000 Meter:
Männer: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Ostermeier, Erath, Bertsch) 8:18,19;
Senioren M30/M35: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Schönbeck, Seibert, Reinke) 8:32,58;
Männliche Jugend A: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Grenzer, Samochwalow, Löffler) 9:01,66;
Männliche Jugend B: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Hellen, Reuling, Dombrowski) 9:49,91;
Schüler A: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Oltsch, Gottfried, Abele) 9:20,21
Schüler B: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Oed, Ivanov, Löffler) 9:27,66; 3.SSC II. (Conseur, Köppel, Buntrock) 10:07,52
Schüler C: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Ott, Schweizer, Abele) 10:36,76; 2.SSC II. (Rapp, Müller, Hestermann) 10:53,16; 3.SSC III. (Zorn, Gassem, Radovic) 11:15,97
Schüler D: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Hetzel, Hildebrandt, Hamburger) 11:32,29; 2.SSC II. (Frölich, Becker, Petzold) 12:09,72
4x400 Meter:
Männer: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Lulxim, Bertsch, Reinke, Erath) 3:46,50
Seniorinnen W30/35: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Löffler, Becker, Heischmann, Frölich) 5:40,06
Seniorinnen W40/45: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Woschek, Pillmann, Oed, Becker) 5:32,89
Vorschau: Deutsche Berglaufmeisterschaften
Lisa Reisinger bei Berg-DM favorisiert
Lisa Reisinger steht vor dem Titel-Dutzend. Die Athletin des SSC Hanau-Rodenbach gilt bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften am Sonntag in Oberstdorf als Top-Favoritin, nachdem sie vor zwei Wochen die offenen österreichischen Meisterschaften an der Kanzelwand souverän für sich entscheiden konnte. "Ich bin fit", konstatierte die nunmehr schon zehnfache Meisterin, die ihre Siegesserie in der Juniorinnenklasse und mit der Mannschaft des SSC Hanau-Rodenbach begann und nun das Dutzend vollmachen könnte. Denn neben dem Einzeltitel verteidigt die Bergspezialistin auf der über 8,6 Kilometer und 1117 Höhenmeter führenden Strecke am Nebelhorn den Mannschaftstitel, den sie im Vorjahr mit Kerstin Straub und Anine Hell gewinnen konnte. Beide sind auch in Oberstdorf wieder mit am Start, ebenso Annette Portele, Frauke Tschiltschke und Annette Straub.
Rajeentan und Hussaini im Nationaldress
Einen schweren Stand hatten Anusan Rajeentan und Egmatollah Hussaini bei der sechsten U18-Berglauf-Trophy, der inoffiziellen Europameisterschaft. Im slowenischen Gorenje vas traten die beiden mehrfachen Hessenmeister des SSC Hanau-Rodenbach im DLV-Nationaldress an und bildeten gemeinsam mit Adrian Uhl (LG Brandenkopflauf) das deutsche Jugend-Nationalteam, das gegen 13 andere Auswahl-Mannschaften antrat. Auf der über zwei Runden mit jeweils 80 Höhenmetern bergauf und bergab führenden Strecke über die Gesamtdistanz von 4,1 Kilometern hielten die beiden SSC-Athleten im Anfangsteil gut mit. Hussaini auf Rang 13 und Rajeentan unter den Top 20 ließen das angestrebte Ziel in greifbare Nähe rücken, doch auf dem zweiten Streckenabschnitt büßten beide wertvolle Sekunden ein. "Direkt im zweiten Anstieg sind meine Beine komplett schwer geworden", schilderte Rajeentan die Schlüsselstelle der anspruchsvollen Strecke, die schließlich auch bergab zur Tortur wurde, so dass er sich mit Rang 31 zufrieden geben musste. Pech hatte sein im Vorjahr auf Rang 19 platzierter Trainingsgefährte. Egmatollah Hussaini fiel mit Magenbeschwerden bis auf den 33.Platz zurück und musste seinen zweiten DLV-Nationaleinsatz unter Wert beenden. Gemeinsam mit Adrian Uhl (25.) reichte es in der Mannschaftswertung zu Platz zehn. Nach dem bergigen Ausflug heißt es für das Duo schnellstmöglich umschalten. Bereits in einer Woche folgt der nächste Auswahl-Einsatz. Dann treten Rajeentan und Hussaini auf der 1500-Meter-Strecke beim Verbändekampf in Walldorf im Hessenteam an.
Seligenstädter Triathlon
Arndt und Nechepurenko in Seligenstadt aufs Treppchen
Beim 20.Seligenstädter Triathlon hat Carsten Arndt für eine Überraschung gesorgt. Der 41jährige Sportler des SSC Hanau-Rodenbach, der 1994 als Deutscher 10.000-Meter-Vizemeister hinter Dieter Baumann seinen größten Erfolg feierte und bis zum Jahr 2000 in der leistungssportlichen Laufszene aktiv war, schaffte nun erstmals im Triathlon den Sprung aufs Treppchen. Nach 700 Meter Schwimmen, 18 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen erkämpfte sich Arndt in Seligenstadt den zweiten Platz.
Organisator und Moderator Thorsten Zervas traute seinen Augen kaum, als der frühere Spitzenläufer als Erster die Schwimmstrecke im Mainflinger See beendet hatte. "Jetzt lass aber auf jeden Fall beim Wechsel die Socken weg", flachste Zervas per Lautsprecher, doch diesen Rat beherzigte Carsten Arndt nicht. "Ich wollte schon fürs Laufen vorbauen, denn im Wald kann immer mal ein Steinchen in die Schuhe rutschen", so Arndt, der angesichts der etwas längeren Wechselzeit auf Rang zwei zurückfiel und nachfolgend auf der Radstrecke im dichtgedrängten Verfolgerfeld den sechsten Platz behauptete. Auf den dann folgenden fünf Laufkilometern machte er verlorenes Terrain wieder gut und erkämpfte sich mit 59:25 Minuten als M40-Sieger in der Gesamtwertung den zweiten Platz hinter Markus Frank (Triteam SSKC Aschaffenburg/59:03) und vor Christian Belz (LSV Frankfurt/59:33).
In der Frauenwertung zeigte die aus der Ukraine zu Besuch weilende Ljudmila Nechepurenko eine deutliche Verbesserung. Im Vorjahr noch auf Rang sechs notiert, hatte sie diese Platzierung heuer bereits nach dem Schwimmen inne. Auf der Radstrecke machte sie einen weiteren Platz gut, um dann bis ins Ziel noch Rang drei zu erreichen. "Ich habe mich sehr gut gefühlt, wobei das Schwimmen im klaren Seewasser mit den vielen Pflanzen bis knapp unter die Oberfläche schon eine Umstellung zu unserem trüben Flusswasser war", erklärte die 28jährige Programmiererin, die mit 1:08:00 Stunden hinter Manuela Schwind (TV Haibach/1:06:50) und Steffi Konrad (Aschaffenburg/1:07:19) gelistet wurde.
Hessische Schülermeisterschaften
Sara Lisa Zorn schafft den zweiten Titel-Hattrick
Fünf Titel auf einen Streich - die Trümpfe des SSC Hanau-Rodenbach stachen bei den hessischen Schülermeisterschaften in Gelnhausen. Dabei ragte Sara Lisa Zorn als W15-Dreifach-Siegerin heraus. Als erste hessische Athletin überhaupt schaffte die 15jährige Gymnasiastin sowohl in der Winter- als auch in der Sommersaison jeweils drei Titel: Nach dem am ersten Veranstaltungstag bei windigem Regenwetter noch etwas zittrigen Sieg im Speerwurf mit 37,06 Metern ("das hat mich befreit !") vor Victoria Hahn (TV Eschhofen / 36,72), nahm sie mit neuem Schwung bei sommerlicher Hitze auch den Diskustitel (34,32) und den Kugelstoßtitel (12,78) mit nach Steinheim. Trainer Werner Rebernig zeigte sich vollauf zufrieden: "Sie hat angesichts der Bedingungen das Beste draus gemacht", lautete die Einschätzung des seit mehreren Jahrzehnten tätigen Wurfcoachs, der beruhigt in Richtung Saisonhöhepunkt blicken kann. Wie auch für Marc Krause stehen für Sara Lisa Zorn bereits in zwei Wochen die Süddeutschen Meisterschaften auf dem Plan.
Eine Augenweide im Gelnhäuser Stadion war auch der 3000-Meter-Lauf der Schüler, in dem Jannik Trunk (M15) und Lukas Abele (M14) im SSC-Trikot ganz oben auf dem Treppchen standen. Jannik Trunk hatte bereits am ersten Veranstaltungstag in der persönlichen Bestzeit von 2:49,27 Minuten hinter Robin Eberle (LG Bensheim/2:47,00) die Silbermedaille gewonnen und musste sich nun mit dem Jahresschnellsten Jon Grandpierre (Wiesbadener LV/ 9:30) auseinandersetzen. Mit einer taktischen Meisterleistung machte der Triathlet in der Verfolgergruppe den zwischenzeitlichen 40-Meter-Rückstand wett, schloss 600 Meter vor Schluss endgültig die Lücke und lief mit einer sehenswerten Schlussrunde in der neuen persönlichen Bestzeit von 9:36,52 Minuten vor Jaakkima Rösler (SG Schlüchtern/9:44,19) und Jon Grandpierre (9:45,20) zum Titel.
Von Rang vier nach vorne bis an die Spitze arbeitete sich sein 14jähriger Vereinskamerad Lukas Abele. Auch ihm glückte trotz der sommerlichen Hitze auf der neu renovierten Gelnhäuser Bahn das Kunststück einer neuen persönlichen Bestzeit. In 10:10,31 Minuten nahm er Jonathan Leidich (TV Lohra/10:18,40) und Davor Aaron Bienenfeld (LG Offenbach/10:22,82) auf dem Schlusskilometer wertvolle Sekunden ab. Rang vier ging an den ebenfalls verbesserten Julien Gottfried (SSC/10:41,58), Sechster wurde der 13jährige Lenny Löfflerim 1000-Meter-Lauf der M14 mit 3:04,65 Minuten.
Bis ins 100-Meter-B-Finale rückte Svenja Schmitt vor. Dort belegte sie mit 13,65 Sekunden den fünften Platz. Im Weitsprung kam Sara Lisa Zorn mit 4,95 Metern auf Rang neun, Svenja Schmitt mit 4,66 Metern auf Rang 14.
Triathlon Ferropolis Lutherstadt
Peter und Sabine Jamin beim ITT Ferropolis erfolgreich
Peter schildert seinen Einsatz auf der Mitteldistanz (2.M45) und tags darauf auf der Sprintdistanz, die er gewinnen konnte:
Nach 2,1 KM schwimmen, bin ich auf Rang 46 der Gesamtwertung und als Zehnter der AK M45 in einer Zeit von 37;01 Minuten aus dem Wasser gekommen.
Dann bin ich auf einem Rundkurs, der drei Mal umrundet wurde, 93 Km Rad gefahren in einer Zeit von 2:32:01 Stunden. Dies entspricht einem Schnitt von über 36 km/h. In der ersten Runde war ich noch auf einen Kurs von 02:22 Std. In der 2. Runde ging ein heftiger Schauer runter und der Wind frischte dabei stark auf. Die hat letztlich allen fast 10 Minuten gekostet.
Zum Laufen: Der Rundkurs von 5,275 km war flach und relativ gut zu laufen. Ich bin gleichmäßig im 4:18 min Schnitt gelaufen und bin mit einer Zeit von 01:31:17 Std. ins Ziel gekommen.
Die Halbdistanz hat riesig Spaß gemacht. Ich erreichte Platz 2 in der Alterkasse 45.
Gesamt Platz 31, in einer Zeit von 4:48:17 Std.
Am nächsten Morgen fühlte ich mich sehr gut, und Sabine startete ihre Sprintdistanz: 500 m Schwimmen,
21 Km Radfahren, 5,275 km Laufen. Da entschied ich mich, noch kurzfristig nachzumelden.
Beim Schwimmen habe ich es locker angehen lassen: 10:30 min. Sabine war schon in der Wechselzone und bewegte sich schon in Richtung Radstrecke, als ich in die Wechselzone kam!
Auf dem Rad fühlte ich mich noch so gut, dass ich die 21 km Wendepunktstrecke, die kaum Höhenmeter hatte, in einer Zeit von 32:01 Min. geschafft habe, dabei habe ich knapp den 40er Schnitt verpasst.
Beim Laufen setzt ich dann alles auf eine Karte. Ich sah die zwei schnellsten in meiner Altersklasse vor mir und ich wusste, wenn ich es jetzt es noch schaffe ranzulaufen, kann ich die Alterskasse noch gewinnen. Bei km 2 habe ich den zweiten kurz vor dem Wendepunkt überholt, und ich sah nach dem Wendepunkt, dass, wenn ich so weiterlaufe, ich mir den AK-Sieg holen kann. Die 5,275 km habe ich in einer Zeit von 20:31 min geschafft, dies entspricht einen Schnitt vom 03:53 min.
Im Ziel war ich überglücklich erst Samstag den Platz 2 der AK auf der Halbdistanz und heute Sprintdistanz in der Altersklasse gewonnen, gesamt Platz 10.
Hier der Abschnitt über Sabine:
Sabine ist mit dem zweiten Platz in ihrer AK überglücklich...
Beim Schwimmen kam sie als 16. Frau aus dem Wasser mit einer Zeit von nur ganz knapp über 10 min.
Im Wechsel ging nichts schief und sie konnte die Verfolgungsjagd auf dem Rad aufnehmen.
Auf der Radstrecke machte sie Platz für Platz gut, so dass sie am Ende einen 35er Schnitt gefahren ist. Mit 36:10 Min hat sie dann problemlos zum Laufen gewechselt.
Auf der Laufstrecke hat sie gut taktiert und hat sich bis Platz 2 in ihrer Alterklasse (Gesamtplatz 7) vorgekämpft. Sie freute sich über eine Zeit von 1:15 Std.
Der Triathlon hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht. Wir kommen im nächsten Jahr wieder hier her.
Sabine und Peter
Hussaini und Rajeentan im Nationaltrikot
Mit Egmatollah Hussaini und Anusan Rajeentan entsendet der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) zwei Hanauer zur U18-World-Trophy im Berglauf. Die beiden Athleten des SSC Hanau-Rodenbach starten am Samstag im slowenischen Gorenje im Feld der 60 gemeldeten B-Jugendlichen auf einem über 300 Höhenmeter und vier Kilometer Länge führenden Bergauf-bergab-Rundkurs. Für Hussaini, der im Vorjahr den 21.Platz belegen konnte, ist dies bereits der zweite Nationalteam-Einsatz, während Anusan Rajeentan sein internationales Debüt feiert.
Hessische 10000m-Meisterschaften
Haaß, Wenzek und Riefer 10000-Meter-Hessenmeister
Bei den hessischen Meisterschaften im 10000-Meter-Bahnlauf mussten die Teilnehmer nicht nur der Monotonie der 25 Stadionrunden trotzen. Hinzu kam unerwartet hohe Luftfeuchtigkeit, die in Verbindung mit sommerlichen Temperaturen zu schwierigen äußeren Bedingungen führte. Dennoch zeigten Sevim Haaß (W35) mit persönlicher Bestzeit von 38:53,90 Minuten und Carsten Wenzek (M40) mit Jahresbestzeit von 33:20,28 Minuten bei ihren Titelgewinnen hervorragende Leistungen. Die dritte Hessenmeisterschaft für den SSC Hanau-Rodenbach holte Markus Riefer in der M45 mit 34:13,62 Minuten.
Hatte Sevim Haaß bei ihrem 5000-Meter-Sieg in Bruchköbel schon vor dem Start Optimismus signalisiert, so gab sie sich in Griesheim zurückhaltend. "Ich bin seit kurz vor Fünf auf den Beinen", erklärte die sportliche Mutter, die sich dieses Mal immerhin ohne Baby-Jogger und in aller Ruhe aufwärmen konnte. Zumindest bis zu Halbzeit lief mit 19:20 Minuten alles nach Plan auf die Zielzeit von unter 39:00 Minuten, doch dann wurden die Beine zusehends schwerer, so dass sie nur noch knapp unter einem Kilometerschnitt von 4:00 Minuten blieb. Mit dem Schlusskilometer von 3:46 Minuten machte Sevim Bozkurt dies jedoch wett und jubelte schließlich über die neue Bestzeit. Im Gesamtklassement belegte sie hinter Veronika Ulrich (Neu-Isenburg/37:18,42) den zweiten Platz.
Bei den Männern überraschte Carsten Wenzek mit einer Punktlandung. Vor dem Start hatte er die Endzeit von 33:20 Minuten angekündigt, die er mit 33:20,28 Minuten exakt traf. Obwohl er zwischenzeitlich elf Sekunden über dem Soll lag, arbeitete er sich mit einem resoluten Schlussabschnitt in den Zielkorridor zurück und fing damit sogar noch den früheren Triathlon-U20-Weltmeister Sebastian Dehmer (TUS Griesheim/33:26,42) ab. "Das lief gut", freute sich Wenzek, der seiner Altersklasse M40 mehr als 400 Meter vor Michael Obst (Griesheim/34:49) lag und nun über die kürzeren Strecken weitere Schnelligkeit aufbauen möchte, ehe dann der Halbmarathon des eigenen Vereins am 3.Oktober in Rodenbach einen Saisonhöhepunkt darstellt. Das gleiche Ziel verfolgt Dirk Schönbeck, der mit 34:06,64 Minuten zwar eine neue Bahnbestzeit aufstellte, aber nicht zufrieden war. Lediglich 16 Sekunden fehlten zum Wiesbadener Andreas Heimel (33:50,78), "und die wären an einem besseren Tag locker drin gewesen", resümierte der 5000-Meter-Hessenmeister.
Für Markus Riefer lief in der M45 hingegen alles nach Plan. Nur kurzzeitig vermochte Hakim Quahouine (SF Marburg/35:52,90) zu folgen, ehe sich Riefer klar mit 34:13,62 Minuten durchsetzte. Dabei hatte der Sozialrichter noch den Kröver Sommernachtslauf in den Beinen, den er lediglich zwei Tage zuvor erfolgreich beendet hatte. Neben dem erneuten Titelgewinn hatte der Doppeleinsatz auch als harte Vorbereitungseinheit für die in Kürze anstehende Weltmeisterschaft seine Berechtigung. Mitte Juli startet Markus Riefer im kalifornischen Sacramento gleich in mehreren Wettbewerben gegen die Besten der Welt.
Hessische Triathlonmeisterschaft
Thomas Ott ist Hessen-Meister im Triathlon
Mit einer beeindruckenden Leistung hat der für den SSC Hanau-Rodenbach startende Thomas Ott in Rüdesheim die hessischen Meisterschaften der B-Schüler im Triathlon gewonnen. Nach den ersten beiden Disziplinen 200 Meter Schwimmen und fünf Kilometer Radfahren noch auf Rang zwei notiert, überflügelte im abschließenden 1000-Meter-Lauf die Konkurrenz und lag am Ende mit deutlichem Abstand von 36 Sekunden vorn. Thomas Ott, der erst vor wenigen Tagen seinen elften Geburtstag gefeiert hat, absolvierte den Triathlon in 17:29 Minuten.
Mit seinem ersten Platz in Rüdesheim setzte der Elfährige seine Siegesserie fort. Er konnte Mitte Mai bereits die hessischen Duathlon-Meisterschaften für sich entscheiden. Ende Mai überzeugte er erneut als Sieger des Triathlons in Münster bei Darmstadt. Dank dieser Erfolge kann sich Thomas Ott bereits auf die nächste Ehrung freuen. Aufgrund der bereits erreichten Siege ist ihm der erste Platz im aus fünf Wettbewerben bestehenden Nachwuchs-Cup des Hessischen Triathlon-Verbands (HTV) nicht mehr zu nehmen.
Sein Vereinskamerad Jannik Trunk kann sich ebenfalls noch Hoffnungen auf den Topplatz im Nachwuchs-Cup machen. In Rüdesheim belegte der 15jährige Lauf-Hessenmeister nach 400 Meter Schwimmen, zehn Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen mit 31:08 Minuten und 45 Sekunden Rückstand zum siegreichen Wiesbadener Christian Arndt den vierten Platz.
Hessische B-Jugendmeisterschaften
Sara Lisa Zorn Hessenmeisterin in der B-Jugend
Schülerin siegt im Speerwurf gegen zwei Jahre ältere Konkurrenz
Bei den hessischen B-Jugendmeisterschaften feierte Sara Lisa Zorn einen weiteren großartigen Erfolg. Der fünffachen Schülermeisterin gelang das Kunststück, bei der bis zu zwei Jahre älteren B-Jugend in Kassel den Speerwurf zu gewinnen. Gegen ihre 37,62 Meter war kein Kraut gewachsen - so folgte die zweitplatzierte Kathleen Ascherl (TV Viernheim/34,74) mit großem Rückstand. Ganz so leicht ging der erste Jugendtitel allerdings nicht vonstatten. Wiederholte Diskussionen mit den Kampfrichtern über Gültigkeit oder Ungültigkeit der ersten beiden Versuche sorgten bei Sara Lisa Zorn für einen zusätzlichen Adrenalinschub, so dass sie dann mit Wut im Bauch die Endkampfteilnahme und gleich noch den Titel sicherstellte. Tags zuvor hatte das Wurftalent bereits mit der Kugel mit 11,10 Metern und mit dem Diskus mit 32,96 Metern jeweils Rang fünf belegt - wiederum als Jahrgangsbeste.
Auf der Mittelstrecke führte kein Weg an Anusan Rajeentan vorbei. Der SSC-Athlet dominierte die 1500 Meter bereits nach der Streckenhälfte. Mit 4:16,16 Minuten holte er seinen dritten Landestitel in diesem Jahr und sorgte gemeinsam mit Egmatollah Hussaini auf Rang zwei in 4:20,44 Minuten für einen Doppelsieg des SSC Hanau-Rodenbach.
Hessische Meisterschaften im Blockmehrkampf
Sara Lisa Zorn zum zehnten Mal hessische Vizemeisterin
Bei den hessischen Meisterschaften im Blockmehrkampf der Schülerinnen feierte Sara Lisa Zorn einen weiteren Erfolg. Für die 15Jährige endete der Einsatz in Darmstadt mit dem zehnten Vize-Hessenmeistertitel. Im Blockmehrkampf Wurf der Schülerinnen W15 erkämpfte sie sich mit 31,40 Metern im Diskuswurf, 13,04 Sekunden im Hürdenlauf (13,04), 4,96 Metern im Weitsprung und der 100-Meter-Zeit von 13,70 Sekunden zunächst Rang drei, ehe sie als Kugelstoß-Hessenmeisterin ihre Stärke ausspielte und mit 12,57 Metern wichtigen Boden gutmachte. So belegte sie hinter Menzel (2815), aber noch vor Tijana Melicic (Darmstadt/2651) mit 2654 Punkten den zweiten Platz.
Hessische Langstaffelmeisterschaften
SSC-Mädchen siegen im Wimpernschlagfinale
Knapper geht es kaum noch. Bei den hessischen Langstaffelmeisterschaften in Wehrheim bei Usingen entschieden die B-Schülerinnen des SSC Hanau-Rodenbach die spannendste Entscheidung des Tages für sich. Auf der 3x800-Meter-Distanz lieferten sich Angela Schick, Lisa Oed und Laura Petri sechs Runden lang ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der TG Rimbach, das Petri schließlich auf der Zielgeraden mit einem grandiosen Spurt und lediglich fünf Hundertstel Sekunden Vorsprung für das SSC-Trio entschied. 7:48,94 Minuten bedeuteten gleichzeitig Rang eins in der hessischen Bestenliste, wobei den Hanau-Rodenbacherinnen das Kunststück gelang, dass sie als jüngste Teilnehmerinnen aller elf Staffeln zum Sieg liefen. Oed und Petri sind im kommenden Jahr noch bei den B-Schülerinnen startberechtigt, Schick gar noch zwei Jahre lang. Die umfangreiche Nachwuchsarbeit von Schülertrainer Harry Arndt zeigte sich auch in der Breite: Mit Sarah Oltsch, Alina Segieth und Selma Celikkol (6./8:20,20) sowie Tamara Hille, Anne Wolnitza und Viktoria Mancho (7./8:21,50) platzierten sich gleich zwei weitere SSC-Staffeln im Mittelfeld.
Die gleichaltrigen Jungs hatten zu diesem Zeitpunkt bereits vorgelegt. Tobias Oed, Vitali Ivanov und Lenny Löffler zogen schon vom Start weg der Konkurrenz auf und davon und siegten nach 3x1000 Metern überlegen in 9:32,53 Minuten vor der HTG Bad Homburg (9:48,89). SSC II. mit Johannes Fleiner, Sebastian Conseur und Patrick Köppel folgte mit 10:16,50 Minuten vor SSC III. mit den C-Schülern Jonas Rapp, Marius Abele und Lennard Schweizer (8./10:36,67).
Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden die B-Jugendlichen. Marlin Löffler und Egmatollah Hussaini blieben in Schlagdistanz zur LG Reinhardswald, die dann von Schlussläufer Anusan Rajeentan auf den letzten zwei Runden distanziert wurde. Mit seinem 2:37-Minuten-Abschnitt war er gleichzeitig schnellster B-Jugendlicher der Veranstaltung und führte die Staffel mit 8:16,66 Minuten in die Deutsche Bestenliste. Dort finden sich auch die A-Schüler wieder. Zwar mussten Marc Frölich, Lukas Abele und Jannik Trunk mit 8:46,93 Minuten zu 8:46,18 Minuten der LG Eder knapp den Vortritt lassen, doch was Triathlon-D-Kaderathlet Jannik Trunk auf seinem 1000-Meter-Abschnitt zeigte, war Extraklasse. Mit 2:46 Minuten holte er die Darmstädter Konkurrenten (8:48,46) kurz vor Schluss ein und konnte den beim Staffelwechsel angefallenen 50-Meter-Rückstand zur LG Eder auf fünf Meter reduzieren. Damit zählt er bei den hessischen Einzelmeisterschaften Ende Juni in Gelnhausen trotz Triathlon-Fokussierung zum engsten Favoritenkreis über 1000 Meter und 3000 Meter.
Richtig spannend machten es die SSC-Senioren. Durch eine Zeitplanänderung blieben Stefan Unger lediglich 15 Minuten zur Startvorbereitung, und auch Thomas Bruzdziak fand sich als kurzfristig für den erkrankten Langstrecken-Hessenmeister Dirk Schönbeck eingesprungener Ersatz nach einem Nachtdienst nicht in bester Verfassung. Doch selbst 32 schlaflose Stunden konnten nicht verhindern, dass Bruzdziak zu großer Form auflief. Mit 2:48 Minuten für seinen Einsatz holte er wertvolle Meter heraus, die Stefan Unger und Schlussläufer Ingbert Reinke mit 8:45,22 Minuten vor der LG Bad Soden/Neuenhain (8:50,74) hielten und den ersten Landestitel für Reinke und Bruzdziak bedeuteten.
Die Seniorinnen W40 zeigten über 3x800 Meter starke Leistungen. Einzelmeisterin Hilke Abele-Bertschy, Debütantin Sabine Jamin und Schlussläuferin Irene Mancho gewannen mit 8:24,80 Minuten sicher den Titel. Auf der 4x400-Meter-Strecke gab es für Patrizia Czupalla, Garnet Becker, Angela Heischmann und Sabine Becker mit 5:25,89 Minuten Rang eins in der W30, während die W40 mit Anja Oed, Ursula Woschek, Barbara Pillmann und Trainerin Doris Frölich mit 5:16,50 Minuten Vizemeister wurde.
Hessische Seniorenmeisterschaften
Zahlreiche Hessentitel für SSC-Senioren - Bestzeiten für Haaß und Schönbeck
Bei den hessischen Seniorenmeisterschaften im Bruchköbler Rudolf-Harbig-Stadion schlug die Stunde der SSC-Athleten. Zahlreiche Siege und Medaillenplätze sowie neue persönliche Bestzeiten ließen die Mittel- und Langstreckenläufer erfolgreiche Titelkämpfe erleben.
Sevim Haaß (W35) fand auf den zwölfeinhalb Runden des 5000-Meter-Laufs in der W45-Athletin Vera Siebert-Kilian (TSV Obervorschütz) eine erbitterte Widersacherin. Aufgrund des hohen Tempos konsequent im Windschatten laufend und trotzdem aus dem Rücken für den nötigen Schub sorgend, trieb die Nordhessin Sevim Haaß bei ihrem Gesamtsieg zur Steigerung der persönlichen Bestzeit um mehr als 45 Sekunden auf 18:43,97 Minuten. "Unter 19:10 Minuten hatte ich mir vorgenommen. Dass es gleich so viel besser läuft, ist eine echte Überraschung", kommentierte die Fachärztin ihren Quantensprung, der ihr gerade einmal drei Wochen nach dem Mainz-Marathon gelang.
Bei der Senioren-WM in den USA geht in wenigen Wochen Markus Riefer (SSC/M45) an den Start, der in Bruchköbel das Mammutprogramm von drei Einsätzen wagte. Nach Silber über 5000 Meter in 16:30,63 Minuten holte sich der Sozialrichter am zweiten Wettkampftag dann den erhofften Titel ab, als er die 800 Meter in 2:14,05 Minuten gewann. Über 1500 Meter wurde er zudem Zweiter in 4:29,68 Minuten. Eine neue persönliche Bestzeit erzielte nach seinem bislang stärksten Saisonrennen Dirk Schönbeck (SSC/M35). Mit einem 2:59-Minuten-Schlusskilometer ließ er dem mitfavorisierten Jens Bäss (Wiesbaden/16:09,98) keine Chance und siegte in 16:02,56 Minuten - mit dem Hinweis, dass in diesem Sommer auch noch die 16-Minute-Marke fallen wird.
Erstmals in die Siegerlisten trug sich Hilke Abele-Bertschy (SSC) ein. Im vereinsinternen 800-Meter-Duell setzte sie sich auf der Zielgeraden in 2:47,83 Minuten vor Doris Frölich (2:49,94) durch. Rang drei belegte Anja Oed (3:06,75). Auf der gleichen Strecke erreichte Claudia Pusch in der W30 mit 2:34,80 Minuten ebenso Rang eins wie Ursula Hersel in der W70 mit 3:41,79 Minuten. Medaillenränge gab es nach langer Wettkampfpause für Frithjof Hersel (SSC/M35) im 1.500-Meter-Lauf mit 4:34,53 Minuten, die 4x100-Meter-Frauensstaffel des SSC in der Besetzung Czupalla, Oed, Pillmann und Frölich auf Rang zwei, Barbara Pillmann auf Rang drei der W45 im 200-Meter-Lauf (33,28) sowie Michael Abele (18:11,60) im 5000-Meter-Lauf der M50.
Eine neue persönliche Bestzeit schaffte im 5000-Meter-Lauf der W50 Frauke Tschiltschke. Sie wurde in 22:09,95 Minuten Vierte.
Hanauer Stadtmeisterschaft
Hanauer Stadtmeisterschaft der Schulen mit Rekord
Spannende Wettkämpfe - schnelle Talente - zahlreiche SSC-Sieger
Mit der Rekordzahl von mehr als 2100 Meldungen zur zwölften Auflage der Internationalen Hanauer Meisterschaften im 1000-Meter-Citylauf hat der SSC Hanau-Rodenbach das Dutzend vollgemacht. Aus insgesamt 25 Hanauer Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen sowie den Gymnasien traten Schüler an, um in einer der 18 ausgeschriebenen Wertungsklassen rund um den Marktplatz möglichst schnell zu laufen, ihre Fitness unter Beweis zu stellen oder einfach Spaß zu haben.
Angefeuert von Klassenkameraden, Lehrern, Eltern und Moderator Jochen Heringhaus (runners point) schafften fast alle die drei Marktplatzrunden, so dass das erste Ziel von Organisationsleiter Harry Arndt, "die Kinder und Jugendlichen zur Bewegung zu bringen" mit Leichtigkeit erreicht wurde. "Diese Rekordbeteiligung ist vor allem Folge der guten Zusammenarbeit mit den Schulen und des Engagements der Lehrer", lobte Arndt die einzelnen Vertreter bei der Auszeichnung der teilnehmerstärksten Schulen, von denen die Karl-Rehbein-Schule unter Rainer Gimplinger mit 304 Meldungen vor der Otto Hahn-Schule (163/Alexander Bogner), dem Schulzentrum Hessen-Homburg (140/Jochen Stenger) und der Lindenau-Schule (106/Sven Löschengruber) bei den weiterführenden Schulen lag. Einen Wechsel an der Spitze der Grundschulen gab es, weil die Heinrich-Heine-Schule mit Isabelle Blaschek 158 Meldungen abgab und damit an Abonnement-Sieger Gebeschusschule (154 / Anne Stübing, Christian Fecher) vorbeizog.
"Es war eine besondere Motivation für uns, viele Teilnehmer an den Start zu bringen, denn wir haben einen hohen Anteil an Migrantenkindern, die sonst weniger erfolgreich sind und sich hier leistungsfähig zeigen können", erklärte eine sichtlich zufriedene Isabelle Blaschek. Die gleiche Ausgangslage gilt für die Gebeschusschule, die 2012 wieder eine Schippe drauflegen und den Siegerpokal zurück erobern will. "Dann feiern wir unser 100jähriges Schuljubiläum - da startet die ganze Schule !" kündigte Anne Stübing an.
Nach der von Karl Eyerkaufer und Mohamed Gassem angeführten Flaggenparade der Schulen ging es in den Rennen der Jüngsten zunächst über zwei Marktplatzrunden mit 666 Metern, die die siebenjährigen Robin Petzold (Friedrich-Ebert-Schule Klein-Auheim/2:40,0) und Lena Weinrauch (Erich Kästner-Schule/3:04,5) für sich entscheiden konnten. Riesen-Beifall erhielten auch die vierjährige Annalena Hamburger (SSC/4:30,9), der fünfjährige Ilias Elyazidi (KiGa Frankfurt/3:23,2) sowie Lisa Biaesch (Eichendorff-Schule/W05/3:52,1) als Jahrgangsschnellste, wobei das Zielgericht mehr als einmal schmunzelte. "Wir mussten immer wieder Kinder mit dem Absperrseil direkt in den Zielkanal schicken, sonst wären sie fröhlich auch noch eine Runde weiter gelaufen", kommentierte Helfer Max Ostermeier den Zieleinlauf.
Derartige Aktionen waren ab der MW08 nicht mehr nötig, denn die "volle Distanz" der 1000 Meter und der deutlich stärker ausgeprägte Wettkampfgedanke sorgten für exaktes Mitzählen der Grundschüler. Bei den Mädchen überraschte Sina Fehlinger (W09/4:12,8) von der erstmals mit 35 Teilnehmern vertretenen Auwiesenschule Hasselroth als noch nicht vereinsgebundene Siegerin, während bei den Jungen Simon Hildebrandt (M08/SSC), Maximilian Hamburger (M09/SSC) und Arne Hestermann (M10/SSC) bereits allesamt vom Vereinstraining profitierten. Auf diesen Weg will Harry Arndt im Zuge der Talentsichtung und -förderung auch die Platzierten bringen. "Wir laden diese Schüler in den kommenden Wochen zum Schnuppertraining im SSC ein und vergeben Gutscheine über eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft", so Arndt, der schon zahlreiche spätere Hessenmeister wie den Hanauer Sportler des Jahres Anusan Rajeentan (1.M16/2:57,9) beim Hanauer Citylauf entdeckt und für den Vereinssport gewonnen hat. Noch schneller lief heuer sein Trainingsgefährte Egmatollah Hussaini (M17/ Otto-Hahn-Schule) mit 2:56,4 Minuten, der wiederum von Bogdan Renzelli (M18/3:02,0) angetrieben wurde. Dass der Stadtlauf auch bei den älteren Jahrgängen einen "Schalter" umlegen kann, verdeutlichte Renzelli direkt nach dem Lauf mit der Ankündigung, demnächst mit Hussaini und Rajeentan zum Training zu erscheinen.
Bei den Mädchen lagen mit Laura Petri (Paul-Gerhardt-Schule/SSC/W12/3:34,3), Viktoria Mancho (SSC/W13/3:36.5), Kankou Müller (TGH/Karl-Rehbein-Schule/W14/3:31,8) und Janine Wampula (TVG/HoLa/W17/3:35,2) die Favoritinnen vorne, während Selma Celikkol als Siegerin der W11 in 3:42,9 Minuten eine Überraschung glückte. Ju-Jutsu-Vizeweltmeisterin Nadine Clemen (Lindenau-Schule) bewies in der W19 mit 3:42,0 Minuten ihr sportartenübergreifendes Talent.
Eyerkaufer und Nickel werben für die gute Sache
Karl Eyerkaufer als "bester Vertreter für diese Sache" (Zitat Arndt) und der frühere DLV-Vizepräsident Rüdiger Nickel als "herausragender Hanauer Sportfunktionär" ließen sich die Schulmeisterschaft ebenfalls nicht entgehen. Der Landrat a.D. - aktuell Präsidiumsmitglied der Europa-Union in Hessen - unterstützte die Veranstaltung, so lange es sein enger Zeitplan zuließ. Bis zum direkt folgenden Sitzungstermin in Frankfurt führte er die Starts der Wertungsläufe durch und praktizierte sein Gesellschaftsverständnis an den jüngsten Sportlern. Ob als Begleiter der Letzten oder Motivator für Sturzopfer - der frühere Mittelstreckenmeister setzte mit den vielen anderen Helfern einen Akzent für die Gemeinsamkeit.
"Es ist lobenswert, wie viele Ehrenamtliche heute hier sind, die sich um andere Menschen kümmern. Und es freut mich ganz besonders, dass viele Migrantenkinder und Nationalitäten am Start sind und von ihrer Familie begleitet werden. Das zeigt, dass sie hier voll integriert sind, und das gehört zur Solidargemeinschaft, die wir uns herbeisehnen", erklärte er gegenüber dem HA.
Diese Verbundenheit demonstrierten im "Prominenten-Lauf" zahlreiche Lehrer, von denen hinter Gesamtsieger Thomas Bruzdziak (2:59,7) Anastasios Savvidis vom Förderzentrum Wolfgang gleich doppelt überzeugte. Der 39jährige Förderschullehrer und DLV-A-Lizenz-Inhaber erzielte mit 52 Meldungen der zusammengelegten Pedro-Jung-Schule und Schule am Brunnen ein außergewöhnliches Ergebnis, dem er als ehemaliger 1500-Meter-Spitzenathlet noch zusätzlichen Schliff gab. Ohne Training absolvierte er die 1000 Meter in 3:12,0 Minuten und sprintete damit noch vor Sven Löschengruber (Lindenau-Schule/3:19,3) ins Ziel.
Hochzufrieden zeigte sich ebenfalls Harry Arndt, der die Teamstärke des SSC Hanau-Rodenbach hervorhob. "Wir haben mehrere Nachtschichten eingelegt, um die Veranstaltung zu ermöglichen. Dabei hat die gute Mischung von qualifizierten Helfern aller Altersstufen dieses Projekt zum Erfolg geführt und eine ausgezeichnete Grundlage für 2012 ergeben." Sein Dank galt auch der Fachstelle Sport der Stadt Hanau, die durch die Bereitstellung der Absperrgitter die Durchführung des Laufs materiell unterstützte.
Personalie: Rajeentan und Hussaini
Rajeentan und Hussaini - zweigleisig ins Nationalteam
Da staunten die Zuschauer nicht schlecht. Als Anusan Rajeentan in der M16 und Egmatollah Hussaini in der M17 mit raumgreifenden Schritten über den Marktplatz spurteten, sah das Publikum die "Championsleague" der diesjährigen Hanauer Stadtmeisterschaften vor sich. Als Vorzeige-Athlet für den Citylauf und den SSC Hanau-Rodenbach gilt hierbei Anusan Rajeentan. Der Hanauer Sportler des Jahres begann seine Karriere als Sechsjähriger im Rennen auf dem Marktplatz, wurde von SSC-Präsident Harry Arndt entdeckt und konsequent gefördert, um nun als vielfacher Landesmeister und Süddeutscher Meister Vorbild für den jüngeren SSC-Nachwuchs zu sein. Keine Frage, dass der Tümpelgarten-Schüler auch heuer wieder seine Klasse M16 mit deutlichem Vorsprung gewann.
Doch die von ihm vorgelegten 2:57,9 Minuten waren noch nicht das Ende der Fahnenstange. Im darauffolgenden Rennen toppte sein ebenso talentierter Trainingsgefährte Egmatollah Hussaini diese Leistung und erzielte mit 2:56,4 Minuten die Tagesbestzeit auf dem kurvenreichen Parcours. Auch der gebürtige Afghane ist seit Jahren Mitglied im SSC Hanau-Rodenbach und brachte es bislang bis zu Rang drei auf Süddeutscher Ebene. "Größere Erfolge scheiterten am zu geringen Trainingsaufwand", weiß Heimtrainer Sascha Arndt, der derzeit jedoch einen deutlichen Motivationsschub ausmacht. "Im Winter hatte Egmatollah durch einen Fahrradsturz mit nachfolgender Knieverletzung Pech, aber seit einigen Wochen ist richtig Zug bei ihm dahinter", so Arndt, der die oftmals gemeinsam trainierenden Kesselstädter aktuell zweigleisig vorbereitet. Denn neben den hessischen, süddeutschen und deutschen Stadionmeisterschaften über 1500 und 3000 Meter steht Ende Juni die bislang größte Herausforderung für die B-Jugendlichen auf dem Programm. Dann starten Anusan Rajeentan und Egmatollah Hussaini bei der U18-World-Challenge im Berglauf in Slowenien für den Deutschen Leichtathletik-Verband in der Nationalmannschaft.
Regionalmeisterschaften Rhein-Main
Sara Lisa Zorn dreifache Regionalmeisterin
Kreisrekord eingestellt
Die Meisterschaften der Region Rhein-Main in Wiesbaden gestalteten sich zum Wurf-Festival für Sara Lisa Zorn. Die 15jährige Athletin des SSC Hanau-Rodenbach setzte sich im Kugelstoßen, Diskuswurf und Speerwurf gleich dreifach gegen die Konkurrenz durch und erzielte dabei jeweils neue persönliche und hessische Jahresbestmarken. Im Kugelstoß glückte ihr mit 13,17 Metern gar die Einstellung des Kreisrekordes.
"Schnelle Beine" machte ihr Trainer Werner Rebernig als Garant für die neuen Bestleistungen aus, die sich bereits im Training angedeutet hätten. "Und natürlich hat die Technik insgesamt gestimmt", so Rebernig, der attestiert, dass "noch einiges mehr drin ist." Damit rückt zumindest auch der Kreisrekord im Diskuswurf in den Fokus, denn hier fehlen der Gymnasiastin nach der Steigerung auf 35,34 Meter lediglich 65 Zentimeter. Stark auch die Speerwurfleistung von 37,63 Metern, die sie direkt im Anschluss an das 100-Meter-Finale erzielte. Dort belegte sie hinter den Spezialistinnen Maureen Zimmer (Hattersheim/13,11) und Lisa Schüßler (LAZ Bruchköbel/13,16) mit 13,43 Sekunden Rang drei.
Einen Schritt nach vorne machte in Wiesbaden Anusan Rajeentan, der auf der 1500-Meter-Strecke im Alleingang mit der neuen Bestzeit von 4:11,73 Minuten und der Qualifikation für die Deutschen B-Jugendmeisterschaften glänzte. Bei den Männern wurde Dirk Schönbeck wurde mit 4:22,99 Minuten bei seinem Debüt überraschend Vierter.
Hessische Duathlon-Meisterschaften
Trunk und Ott Duathlon-Hessenmeister
Bei den hessischen Duathlon-Meisterschaften in Baunatal feierten Jannik Trunk und Thomas Ott zwei Siege für den SSC Hanau-Rodenbach. Die beiden Nachwuchsathleten machten es in Nordhessen spannend und lösten sich erst im abschließenden Laufen von der Konkurrenz. So setzte sich Thomas Ott bei den B-Schülern nach Zeitgleichheit über 1,0 Kilometer Laufen und fünf Kilometer Radfahren auf den letzten 500 Metern von Nicolas Beck (Darmstadt/18:35 Minuten) ab und gewann mit sieben Sekunden Vorsprung.
Noch enger gestaltete Jannik Trunk seinen Auftritt in der männlichen Jugend B. Der zweifache Lauf-Hessenmeister des Vorjahres setzte sich zwar im 2000-Meter-Auftaktrennen mit 6:41 Minuten locker in der Spitzengruppe fest, konnte sich auf der Zehn-Kilometer-Radstrecke bei schwierigen Windverhältnissen dann aber trotz Klickpedalen nicht lösen und musste beim Wechsel vom Rad zum 1000-Meter-Lauffinale wegen des Schuhwechsels sogar einen Acht-Sekunden-Rückstand in Kauf nehmen. Den lief er schließlich nicht nur couragiert zu, sondern er überspurtete auf der Zielgeraden auch noch Finn Christian Arndt (Wiesbaden/29:07), dem er als neuer Hessenmeister exakt eine Sekunde abnahm. "Derzeit liegt mein Schwerpunkt klar auf dem Schwimmtraining, hinzu kommen noch etwa zwei Rad- und Laufeinheiten", erklärte Trunk nach seinem Erfolg, der seine im Winter erfolgte Aufnahme in den Landeskader des Hessischen Triathlon-Verbandes (HTV) bestätigte und für die Triathlon-Saison hoffen lässt. Denn dank der Fortschritte im Schwimmen zählt er auch im Ausdauer-Dreikampf zum engsten Favoritenkreis.
Mit diesen zwei Siegen stockte die Triathlon- und Duathlon-Abteilung des SSC Hanau-Rodenbach ihre Titelsammlung weiter auf, die seit einigen Jahren durch die Deutsche Altersklassenmeisterin Kerstin Straub sowie durch Lienhard Hersel und Ironman Thomas Bruzdziak nationale Achtungserfolge beinhaltet.
Bahnläufe in Wiesbaden
Mittelstreckler in Wiesbaden top
In Wiesbaden machte der Läufernachwuchs mit neuen Bestleistungen auf sich aufmerksam. Die SSC-Schülerinnen Angela Schick (1.W11/2:37,01), Laura Petri (1.W12/2:33,66), Lisa Oed (2.W12/2:35,86), Viktoria Mancho (3.W13/2:40,93) und Selma Celikkol (2.W11/2:48,45) spulten die 800 Meter derart überzeugend ab, dass sie bereits drei Wochen vor den Landesmeisterschaften im Staffellauf eine exzellente Ausgangsposition besitzen. Darauf arbeiten auch die B-Schüler mit Lenny Löffler (1.M13/3:05,91) sowie den deutlich verbesserten Tobias Oed (2.M13/3:10,59), Vitali Ivanov (1.M12/3:10,79), Johannes Fleiner (2.M12/3:24,05) und Patrick Köppel (3.M13/3:27,75) auf der 1000-Meter-Distanz hin. Für doppelte Freude im Hause Abele sorgten Marius (1.M11) mit 3:26,67 Minuten und Lukas (1.M14/2:59,76 Minuten) bei ihren beeindruckenden Siegen. Jeweils Rang drei ging an Filip Radovic (M10/3:36,61), Fynn Becker (M08/4:00,64) und Marvin Segieth (M09/4:05,26), während Simon Hildebrandt in der M08 mit 3:55,47 Minuten Rang zwei belegte.
Regionalmeisterschaften im Mehrkampf
Sara Lisa Zorn mit "24-Stunden-Kreisrekord" und Top-Läufe in Wiesbaden
Die Stadionsaison gewinnt zunehmend an Fahrt. Wenige Wochen vor den hessischen Titelkämpfen sorgten die SSC-Athleten bei den Regionalmeisterschaften im Mehrkampf in Obertshausen sowie beim nationalen Wiesbadener Sportfest für ausgezeichnete Ergebnisse und Siege. Die Top-Leistung glückte dabei Sara Lisa Zorn (SSC Hanau-Rodenbach), die ihren in der Vorwoche aufgestellten Kreisrekord im Blockmehrkampf Wurf nochmals auf 2639 Punkte steigerte und sich damit den Kreis- und Regionalsieg holte. In gleich vier Disziplinen zeigte sich die 15jährige Gymnasiastin verbessert, die trotz Gegenwinds die 100 Meter in 13,64 Sekunden lief, die 80-Meter-Hürden in 12,94 Sekunden schaffte, 4,75 Meter weit sprang, die Kugel auf 11,80 Meter wuchtete und den Diskus 33,93 Meter weit schleuderte. Ihre Kreisrekord-Vorgängerin Lea Menzel (LG Neu-Isenburg) gewährte ihr allerdings nur für 24 Stunden die Freude über die neue Bestmarke, denn schon einen Tag später konterte die Neu-Isenburgerin in Erbach mit 2825 Punkten und schob sich in der ewigen Rangliste wieder an der Dauer-Konkurrentin vorbei.
In der W15 belegte Svenja Schmitt mit 2218 Punkten ebenfalls den ersten Platz.
Kreismeisterschaften im 5000-Meter-Lauf
Schönbeck und Tschiltschke Kreismeister
Bei den Titelkämpfen des Kreises Offenbach/ Hanau im 5000-Meter-Lauf setzten sich mit Dirk Schönbeck und Frauke Tschiltschke zwei Athleten des SSC Hanau-Rodenbach in der Gesamtwertung durch. Schönbeck schüttelte mit seinem Tempodiktat schon früh die Konkurrenz ab, absolvierte die Stadionrunden trotz sommerlicher Wärme in knapp unter 80 Sekunden und kam so in der Endabrechnung auf 16:37,00 Minuten. Damit lag er deutlich vor seinem Vereinskameraden Maximilian Ostermeier, der allerdings mit einem Manko ins Rennen ging. Aufgrund der Vorverlegung des Rennens und technischer Schwierigkeiten bei der Anreise fand sich der SSC-Sportler erst wenige Minuten vor Wettkampfbeginn auf der Seligenstädter Anlage ein und trat ohne das übliche Aufwärmprogramm gegen die Konkurrenz an. Dennoch markierte er mit 17:14,00 Minuten eine ansprechende Zeit und kann nun optimistisch auf den weiteren Saisonverlauf blicken. Während für ihn die Triathlon-Szene in den Vordergrund rückt, bewirbt sich Schönbeck bei den hessischen Seniorenmeisterschaften in Bruchköbel Ende Mai um den M35-Titel.
Dort startet auch Frauke Tschiltschke. Die Pädagogin der Hohen Landesschule zeigte sich von den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften bestens erholt und markierte in 22:41,38 Minuten eine neue persönliche Bestzeit, mit der sie Gabriele Timmermann (TGS Niederrodenbach/22:55,94) und Doris Frölich (SSC/23:23,84) auf die weiteren Plätze verwies.
In der Jugend nutzte Egmatollah Hussaini die Gunst der Stunde. Er setzte sich mit 17:42,40 Minuten vor seinen SSC-Vereinskameraden Patrick Bungert (18:20,66) und Marlin Löffler (18:41,47) durch. Die Schüler zeigten über 3000 Meter durch Lenny Löffler (M13/10:36,38) und Julien Gottfried (M14/10:58,40) ihre Klasse.
Die Mehrkämpfe brachten weitere gute Ergebnisse der SSC-Athleten. Ganz oben auf dem Treppchen standen im Dreikampf Robin Petzold (SSC/M07) mit 532 Punkten und Nagihan Aydin (1158/W10), während sich Maximilian Hamburger bei Punktgleichheit von 859 Zählern mit dem zweiten Platz in der M09 begnügen musste.
Kandel-Berglauf im Schwarzwald
Kerstin und Annette Straub am Berg stark
Für einen Start im DLV-Trikot empfahl sich beim Kandel-Berglauf im Schwarzwald seine Vereinskameradin Kerstin Straub. Die 23jährige Deutsche Juniorenmeisterin des Vorjahres meldete sich krankheitsbedingtem Trainingsausfall mit Rang zwei beim renommierten Kandel-Berglauf zurück und erhielt von DLV-Berglaufbetreuer Wilfried Raatz eine positive Einschätzung hinsichtlich des Berglauf-Europameisterschaftsstart Anfang Juli in der Türkei. "Die Qualifikationsläufe stehen zwar noch aus, aber Kerstin hat eine gute Leistung gezeigt", so Raatz. Für Kerstin Straub, die am kommenden Wochenende bei den Deutschen Marathonmeisterschaften startet, kommt der Aufwärtstrend gerade recht, blieb sie doch in einem packenden Rennen und mit der Zeit von 1:01:48 Stunden lediglich sieben Sekunden hinter der Potsdamerin Diana Lehmann, die sie in der Schlussphase fast noch eingeholt hätte. "Wenn die Strecke länger gewesen wäre, hätte ich es geschafft", zeigte sich die im Finisch deutlich stärkere Straub überzeugt.
Bei den gleichzeitig ausgetragenen Deutschen Senioren-Berglaufmeisterschaften belegte Annette Straub mit 1:19:48 Stunden den sechsten Platz in der W50.
Senioren-Europameisterschaften
Markus Riefer mit EM-Medaille
Markus Riefer hat auf internationalem Parkett seine Klasse unter Beweis gestellt. Eine Woche nach Rang zwei bei den Deutschen 10000-Meter-Meisterschaften erkämpfte sich der 44jährige Langstreckler bei den Senioren-Europameisterschaften im französischen Thionville über die Halbmarathondistanz mit 1:14:38 Stunden den 14.Platz in der M40. Damit war er gleichzeitig bester Deutscher und führte das Trio des Deutschen Leichtathletik-Verbandes mit Matthias Wilshusen (1:15:07) und Stefan Pulger (1:15:58) auf den dritten Platz der Nationenwertung hinter Frankreich und Italien.
"Die erste Streckenhälfte war gut zu laufen und mit 34:30 Minuten nach zehn Kilometern entsprechend schnell. Dann ging es bei Gegenwind über typische französische Straßen mit Bodenwellen und Schlaglöchern, so dass ich mit meiner Zeit zufrieden sein kann", erklärte Riefer nach seinem Einsatz.
Vorschau: Hanauer Stadtlauf
2000 Hanauer Schüler erwartet
12. Hanauer Stadtlauf-Meisterschaft vor Meldeschluss
Der Countdown läuft für das Meldeverfahren der zwölften Hanauer Meisterschaften im 1000-Meter-Citylauf am 26.Mai. Noch bis zum 17.Mai können die Hanauer Schulen und Gäste ihre Teilnehmer beim SSC Hanau-Rodenbach melden, doch nach drei weiteren Tagen mit Nachmeldungen in begrenztem Umfang werden die Startlisten geschlossen. "Nach dem 20.Mai ist definitiv keine Nach- oder Ummeldung mehr möglich", erklärt Organisationsleiter Harry Arndt vom SSC Hanau-Rodenbach. Der pensionierte Pädagoge erwartet wie schon im Vorjahr knapp 2000 Schüler zwischen fünf und 20 Jahren auf dem Marktplatz, was bereits im Vorfeld für einen immensen organisatorischen Aufwand sorgt.
Mit dem Startgeld von 1 Euro und 3,50 Euro für Gastläufer ist die hessenweit größte Veranstaltung dieser Art weiterhin eine "Non-Profit-Veranstaltung" mit gleichermaßen sportlichem, sozialem und pädagogischem Hintergrund. "Wir wollen neben dem leistungssportlichen Vergleich mit der Hanauer Talentfindung und -förderung im SSC Hanau-Rodenbach ganz allgemein eine Motivation zur aktiven und fairen Sportausübung geben. Daher erhält auch jeder Teilnehmer, der das Ziel erreicht, eine besondere Urkunde", erklärte Arndt gegenüber dem Hanauer Anzeiger, der die Veranstaltung wiederum durch die Veröffentlichung von Ergebnissen, Fotos und Berichten auf Sonderseiten unterstützen wird.
Zusätzliche Preise gibt es für die Schulen mit der größten Teilnehmerzahl, wobei zwischen den Grundschulen und weiterführenden Schulen unterschieden wird. Die jeweils Jahrgangsbesten der Mädchen und Jungen erhalten Pokale, die Platzierten Medaillen. Auswertung und Siegerehrungen auf dem Marktplatz werden auch für 2011 zeitnah zwischen den Läufen ins Auge gefasst.
Die Veranstaltung beginnt mit der Eröffnung und Flaggenparade der teilnehmenden Schulen um 15.00 Uhr. Anschließend folgen ab 15.20 Uhr die Wettkämpfe der Jüngsten, während die weiterführenden Schulen ab etwa 17.45 Uhr jahrgangsweise auf den 333-Meter-Rundkurs zu Füßen des Brüder-Grimm-Denkmals geschickt werden und der "Promilauf" mit zahlreichen Lehrern, verdienten Hanauer Persönlichkeiten und früheren Hochleistungssportlern die Veranstaltung gegen 20.30 Uhr beschließt.
Deutsche Meisterschaften im 10000-Meter-Bahnlauf
Markus Riefer Deutscher Vizemeister
Bei den Deutschen Meisterschaften im 10000-Meter-Bahnlauf feierte Markus Riefer seinen bislang größten Erfolg auf nationaler Ebene. Der 45jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach erkämpfte sich die Silbermedaille und lieferte mit 33:53,17 Minuten erneut eine beachtliche Zeit ab.
Dabei sah es im Vorfeld der Titelkämpfe nicht gut für den Sozialrichter aus. Eine im Anschluss an die Hallenmeisterschaften erlittene Kniereizung zwang zu sonst ungewohnten Trainingsimprovisationen. "Ich bin immer wieder Mountainbike gefahren und musste meine Tempoläufe sehr gut dosieren", erklärte Riefer, der lediglich zwei Bahntrainingseinheiten absolvieren konnte und sich ansonsten mit ruhigen Dauerläufen in Form hielt.
Im Rennen selbst beeinträchtigte ihn die Reizung jedoch nicht. So hielt er nach dem gewohnt schnellen Auftakt bis Kilometer fünf Kontakt zum Spitzenmann Wilhelm Hofmann (SF Blau-Gelb Marburg), der sich dann jedoch absetzen konnte, die zur Halbzeit erreichten 16:32 Minuten fast bis ins Ziel durchlief und in 33:21,50 Minuten gewann.
Riefer verwies seinerseits Jörg Alff (LG Vulkaneifel/34:04,88) auf den dritten Platz und nimmt die positive Wettkampferfahrung gleich mit in den nächsten Großeinsatz. Am kommenden Wochenende stehen für ihn in Lothringen die Europameisterschaften der Senioren im Straßenlauf auf der Halbmarathondistanz an, und auch dabei hat der SSC-Athlet ein Medaillenziel vor Augen. "Ich laufe volles Rohr an und schaue, was geht", gibt er sich offensiv, um in die aus den drei schnellsten Deutschen bestehende Nationalmannschaft zu kommen. "Die Chancen dazu stehen gut, wenn ich eine Zeit von 1:13:30 Stunden erreiche."
Berglauf in Oberstdorf
Lisa Reisinger in Siegerlaune
Die für den SSC Hanau-Rodenbach startende Lisa Reisinger hat sich gleich bei ihrem ersten Berglauf der Saison in die Favoritenrolle für die Anfang Juli in Oberstdorf auf dem Programm stehenden Deutschen Berglaufmeisterschaften gebracht. Die zweifache Titelverteidigerin behauptete sich beim Wallberglauf in Rottach-Egern gegen hochklassige Konkurrenz und ließ dabei sogar eine Olympiateilnehmerin aus Tschechien hinter sich.
Auf der über 4,8 Kilometer und 830 Höhenmeter führenden Strecke hinauf zur Bergstation des Wallberg lief Lisa Reisinger zwar nach eigener Einschätzung "etwas zu schnell" los, verkraftete das hohe Anfangstempo auf den extrem steilen Passagen dann aber deutlich besser als die mit 1:19:06 Stunden zu Buche stehende thüringische Halbmarathonmeisterin Carolin Gläser (Apoldaer LV) und Eva Skalnikova (Tschechien), die in der tschechischen Skilanglaufstaffel gar Olympia-Erfahrungen gesammelt hat.
So baute die SSC-Athletin ihren Vorsprung nach Kilometer zwei kontinuierlich aus und holte sich letztlich mit 35:19 Minuten den souveränen Sieg vor der drei Minuten später folgenden Gläser (38:18) sowie vor Skalnikova (38:47). Keine Chance hatte die bereits mit knapp über 10:00 Minuten im 3000-Meter-Lauf gelistete Kölnerin Nina Kunz, die erst mit fünf Minuten Rückstand nach 40:20 Minuten das Ziel erreichte.
Im Mittelpunkt steht nun die Vorbereitung auf die in acht Wochen anstehende Deutsche Meisterschaft. "Ich werde mir die Strecke genau anschauen und sie auch vorher im Training ablaufen", betonte Reisinger, die auf ihrem Weg zum Titel-Triple nichts dem Zufall überlassen will. Dazu gehört trotz der Wettkampfausrichtung im alpinen Gelände stets auch das Training auf der Bahn, wo sie ebenfalls mit der nationalen Elite mithalten kann. Denn die in den Tagen vor dem Wallberglauf absolvierte Serie von drei Mal 1000 Meter in 3:04, 3:04 und 3:08 Minuten zeugen von einer exzellenten Tempohärte der Ausdauersportlerin, die ihre dieses Jahr in Kellmünz erzielte Zehn-Kilometer-Zeit von 36:21 Minuten deutlich in Richtung der 35-Minuten-Marke steigern dürfte.
Bahnläufe
Anusan Rajeentan mit Topleistungen
2:00 Minuten über 800 Meter und 9:02 Minuten über 3000 Meter
Anusan Rajeentan hat sich gleich zu Beginn der Bahnsaison in eine exzellente Ausgangsposition gebracht. Der Mittelstreckler des SSC Hanau-Rodenbach markierte innerhalb weniger Tage zwei neue Bestzeiten, die in der hessischen Rangliste jeweils Rang eins bedeuten. Zunächst punktete Rajeentan in Friedberg, als er den 800-Meter-Lauf der B-Jugend als Tagesschnellster aller Klassen in 2:00,55 Minuten für sich entschied. Bei der Bahneröffnung des ASC Darmstadt legte der 16jährige Hanauer dann noch einen drauf, denn die dort im 3000-Meter-Lauf erzielten 9:02,10 Minuten berechtigen bereits zur Teilnahme für die Anfang August in Jena stattfindenden Deutschen Meisterschaften.
"Das vielseitige Training der letzten Wochen hat sich ausgezahlt", resümierte Rajeentan, der inzwischen alle Strecken zwischen 800 Meter und fünf Kilometer derart gut im Griff hat, dass weitere Leistungssteigerungen realistisch erscheinen. Für seine Mannschaftskameraden Egmatollah Hussaini (3.Jugend B/9:52,80 Minuten) und Marlin Löffler (4./10:19,32) steht hingegen zunächst der weitere Formaufbau mit Blick auf die hessischen Staffelmeisterschaften im Vordergrund. Dort will auch Jannik Trunk punkten. Der SSC-Triathlonspezialist pendelt zwischen Laufbahn, Rennrad und Schwimmbad, schaffte in Darmstadt aber dennoch mit 10:00,21 Minuten als Zweiter der M15 fast eine neue 3000-Meter-Bestzeit. Die holten sich in der M14 Sieger Lukas Abele mit 10:24,58 Minuten sowie Tobias Oed (3./10:58,26).
Bei den Männern überzeugten der lange Zeit Führungsarbeit leistende Simon Bertsch mit 9:29,08 Minuten und Dirk Schönbeck in 9:35,92 Minuten. Lediglich zwei Tage nach Rang 40 bei den Deutschen Duathlonmeisterschaften in Oberursel zeigte sich Peter Trunk bereits so gut erholt, dass er die M40 in 11:07,03 Minuten für sich entscheiden konnte. In der weiblichen Jugend B ging Rang drei an Laura Kemmerer (13:52,49), während Lulciel Sahatiu in der männlichen Jugend A mit 10:38,43 Minuten ebenfalls den dritten Platz erreichte und Ingbert Reinke mit 10:07,69 Minuten Zweiter in der M30 wurde.
Im 2000-Meter-Lauf der Schülern ragten Vitali Ivanov (1.M12/6:58,51) und Lenny Löffler (1.M13/6:44,67) als Klassensieger heraus. Julius Hild belegte mit 7:46,59 Minuten Rang sieben, Torben Hestermann mit 8:34,74 Minuten Rang elf (M10) und Sebastian Conseur mit 7:53,89 Minuten Rang zehn in der M13. Bei den Schülerinnen setzte sich Lisa Oed in der W12 mit beachtlichen 7:31,33 Minuten an die Spitze, und auch Viktoria Mancho schaffte in 7:48,79 Minuten eine neue persönliche Bestleistung. Asra Gassem belegte mit 8:36,14 Minuten den fünften Platz in der W12 ebenso wie Svenja Schmitt mit 8:18,25 Minuten in der W15. Weitere vordere Platzierungen gab es durch Arne Hestermann (2.M10/7:46,99), Sasha Müller (3.M10/7:49,83), Filip Radovic (4.M10/7:52,71), Katharina Conseur (2.W10/8:16,20) und Anne Wolnitza (3.W13/8:12,40).
Eine optimale Ausbeute mit vier Klassensiegen glückte dem Hanau-Rodenbacher SSC-Nachwuchs in den 1000-Meter-Rennen der D- und C-Schüler. Simon Hildenbrandt (3:54,36), Robin Petzold (4:01,39), Fynn Becker (4:02,28) und Nick Frölich (4:02,53) belegten die Plätze eins bis vier im mit 14 Teilnehmern besetzten Rennen der M08. In der M09 zeigte Maximilian Hamburger bei seinem Start-Ziel-Sieg in der M09 gar eine hessische Spitzenleistung. Er verblüffte die Konkurrenz mit hochklassigen 3:29,50 Minuten und 50 Meter Vorsprung auf den nächsten Verfolger. Armin Hetzel belegte mit 3:56,74 Minuten den fünften Platz, Leon Petzold wurde mit 4:35,08 Minuten Zwölfter. Fünf weitere Hausrekorde erzielten Mahmoud Gassem (1.M10/3:38,68), Florian Zorn (2.M10/3:4,78), Arne Harnack (3.M10/3:45,87) sowie Marius Abele (1.M11/3:26,34) und Thomas Ott (2.M11/3:33,19).
Bei den C-Schülerinnen schafften neben den Bestzeit laufenden Klassensiegerinnen Mirja Buntrock (W10/2:54,77) und Angela Schick (W11/2:42,55) auch Nagihan Aydin (2.W10/3:06,39) und Selma Celikkol (3.W11/2:49,49) den Sprung aufs Treppchen im 800-Meter-Lauf. Weitere Bestleistungen gab es für Melissa Bensing (4.W10/3:08,92), Luisa Esper (9.W10/3:14,88), Selina Trunk (11.W10/3:27,99) und Antonia Diester (7.W11/3:18,77) sowie Janine von Collas (6.W09/3:23,00).
Beim Sportfest in Pfungstadt verfehlte M30-Hessenmeister Stefan Unger mit 17:01 Minuten im 5000-Meter-Lauf die 17-Minuten-Marke denkbar knapp.
Block-Mehrkampf in Bad Camberg
Sara Lisa Zorn mit Kreisrekord
Sara Lisa Zorn (SSC Hanau-Rodenbach) zeigt sich schon zum Saisonauftakt der Stadion-Leichtathletik in Hochform. Die 15jährige Schülerin brillierte beim Block-Mehrkampf-Wettbewerb in Bad Camberg mit dem neuen Kreisrekord im Fünfkampf, den sie auf 2608 Punkte steigerte. Damit verbesserte sie die gemeinsame Marke von Katharina Weislogel (LAZ Bruchköbel/2004) und Lea Menzel (LG Neu-Isenburg/ Heusenstamm/ 2010) um 16 Zähler, schaffte den Sprung auf Rang eins der hessischen Bestenliste und hat bereits jetzt einen Platz unter den Top 30 der nationalen DLV-Rangliste sicher.
"Sara Lisa hat die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften von 2450 Punkten locker erreicht, so dass sich die Frage nach dem Saisonhöhepunkt nicht mehr stellt", freute sich Trainerin Anja Zorn mit ihrer Tochter. Insbesondere die 13,02 Sekunden im 80-Meter-Hürdenlauf bedeuteten einen Quantensprung für die dreifache Wurf-Hessenmeisterin, die in der Folge mit 33,03 Metern im Diskuswurf und 12,08 Metern im Kugelstoß punktete. Potenzial für eine noch höhere Punktzahl in der Endabrechnung besteht im nächsten Wettkampf dennoch: Ungünstige Windverhältnisse beim Weitsprung (4,60 Meter) und 100 Meter-Lauf (13,79 Sekunden) machten bessere Einzelergebnisse zunichte, war sie doch schon in der Halle über 5,00 Meter gesprungen und hatte zuletzt in Friedberg über 100 Meter bei Windstille 13,41 Sekunden erreicht. Dort glückten ihr weiterhin zwei gute Wurfresultate im Speerwurf mit 34,41 Metern und im Diskuswurf mit 32,50 Metern.
Jügesheimer Osterlauf
Sevim Haaß mit Osterlauf-Sieg
35jährige SSC-Athletin fit für den Mainz-Marathon
Sevim Haaß (SSC Hanau-Rodenbach) hat ihre Erfolgsserie beim Jügesheimer Osterlauf fortgesetzt. Die 35jährige Ärztin ließ sich weder von frühsommerlichen Temperaturen noch vom aufkommenden Wind bremsen, als sie auf der 25-Kilometer-Strecke mit 1:50:20 Stunden einen Start-Ziel-Sieg landete. Mit Blick auf den in zwei Wochen folgenden Mainz-Marathon hatte sie direkt vor dem Start das Einlaufen verlängert und auf zehn Kilometer ausgedehnt. "So habe ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und insgesamt einen sehr langen Lauf und einen Tempodauerlauf trainiert", erklärte Haaß, die auch mental für den Marathon gewappnet ist. "Ich bin fast komplett alleine gelaufen, das war heute wirklich die Einsamkeit des Langstrecklers." Rang zwei ging an Joanna Tywczynski (TV Salmünster) in 1:52:10 Stunden.
Im ebenfalls ausgetragenen Zehn-Kilometer-Lauf sorgte Kerstin Straub für prominente Beteiligung. Die Zwölfte der Deutschen Halbmarathonmeisterschaften kam zwar erwartungsgemäß als Gesamtsiegerin ins Ziel, erwischte jedoch einen rabenschwarzen Tag. Eine Erkältung machte der kurz vor der abschließenden Examensprüfung stehenden Langstrecklerin derart zu schaffen, dass sie lediglich 40:23 Minuten lief und gerade einmal 100 Meter Vorsprung auf Daniela Bur (LG Bad Soden/ Neuenhain/ 40:50) heraus holte. "Jetzt brauche ich drei Tage Pause, erst dann macht das Training wieder Sinn", befand Straub, die mit ihrem Marathoneinsatz noch etwas mehr Zeit hat als Vereinskameradin Haaß. Der Start bei den Deutschen Marathonmeisterschaften in Hamburg ist erst für Ende Mai geplant.
Auf Rang drei der W50 folgte Mutter Annette Straub in 46:34 Minuten.
Bei den Männern zeigte sich Simon Bertsch auf der Höhe des Geschehens. Der 26jährige Ingenieur hielt zwar nur in der Anfangsphase mit dem späteren Gesamtsieger Harald Klein (LG Mörfelden/Walldorf / 34:04) mit, erzielte jedoch mit 34:34 Minuten eine ansprechende Zeit, die ihm den zweiten Platz einbrachte. Max Ostermeier (37:03) belegte den zehnten Platz unter 206 Teilnehmern.
Deutsche Halbmarathonmeisterschaft
Markus Riefer und Kerstin Straub top
M45-Läufer Riefer läuft bei Deutscher Meisterschaft auf Rang sechs
Markus Riefer hat mit Rang sechs in der Klasse M45 und als schnellster Hanauer Vertreter bei der Deutschen Halbmarathonmeisterschaft in Griesheim überzeugt. Der Athlet des SSC Hanau-Rodenbach zeigte seine bislang beste Saisonleistung, als er auf dem viermal zu durchlaufenden Pendelkurs trotz zunehmender Wärme und aufkommenden Windes mit 1:13:34 Stunden seine eigene Zielsetzung erfüllte und sich damit die erhoffte Meisterschafts-Urkunde sicherte. Dabei ging der seit Jahren zur erweiterten nationalen Elite seiner Altersklassen zählende Langstreckler ausgesprochen forsch an. Lediglich eine Woche nach seinen beiden Zehn-Kilometer-Siegen in Nidderau und beim Hanauer Märchenlauf, die er jeweils in 35-Minuten-Zeiten beendete, startete er die mehr als doppelt so lange Strecke in 34:25 Minuten. "Ich bin in der Spitzengruppe mit allen Favoriten mitgelaufen", so Riefer, der allerdings nach der Halbzeit bis Kilometer 16 zunächst deutlich an Boden verlor. Auf der Schlussrunde bekam er dann den "zweiten Wind", holte wieder auf und sicherte sich mit lediglich 30 Sekunden Rückstand zur Bronzemedaille mit einem sehenswerten Zielsprint den sechsten Platz.
Nicht so gut lief es hingegen bei Dirk Schönbeck, der sein Rennen als "Marathontempo" einstufte und mit 1:17:46 Stunden durchlief, um gemeinsam mit dem bis wenige Tage vor dem Start erkrankten Stefan Unger (1:20:10) die Mannschaft auf Rang 28 zu komplettieren.
Besser schnitten die Frauen ab. Kerstin Straub, im Vorjahr noch Bronzemedaillengewinnerin der Juniorinnen U23, stellte sich heuer der Frauenkonkurrenz und überraschte sich im von Sabrina Mockenhaupt angeführten Klassefeld selbst. "Noch einen Tag vor dem Rennen hatte ich leichte Erkältungs- und Halsprobleme und wusste gar nicht, ob ich mir den Halbmarathon zutrauen kann", erklärte die zusätzlich noch im Examensstress befindliche Lehramtsstudentin. Diese Zweifel waren spätestens mit dem Startschuss weggeblasen, denn der von ihr eingeschlagene Kilometerschnitt von 3:50 Minuten zielte exakt auf eine neue persönliche Bestzeit ab. Mit ihrem fast durchgängig gleichmäßigen Tempo arbeitete sich Straub bis auf den zwölften Platz vor, wobei im Ziel nach 1:20:59 Stunden am Ende lediglich zehn Sekunden zum Hausrekord fehlten.
Den holte Sevim Haaß ab, die die 1:30-Stunden-Marke sicher unterbot. Nach ihrer Zehn-Kilometer-Bestzeit von Rodenbach mit 39:35 Minuten legte sie nun im Halbmarathon 1:28:25 Stunden nach und belegte als 49. der Gesamtwertung den neunten Platz in ihrer Altersklasse W35.
Gemeinsam mit Hilke Bertschy (18.W45/ 1:44:15) erreichten Kerstin Straub und Sevim Haaß Rang 14 in der Mannschaftswertung aller Klassen. In der W50 belegten Annette Straub mit 1:45:17 Stunden und Frauke Tschiltschke mit 1:51:35 Stunden die Plätze 13 und 17.
Im offenen Zehn-Kilometer-Straßenlauf belegte Thomas Bruzdziak (SSC Hanau-Rodenbach) in neuer persönlicher Jahresbestzeit von 34:36 Minuten den vierten Platz.
Frankenberger Straßenlauf
Mancho und Conseur siegen, Abele und Ivanov ebenfalls top
Beim Frankenberger Straßenlauf über fünf Kilometer nutzten die Schüler des SSC Hanau-Rodenbach die Gunst der Stunde, um sich auf Toppositionen in der hessischen Bestenliste zu schieben. Optimale äußere Bedingungen verhalfen Lukas Abele (M14) zur neuen persönlichen Bestzeit von 18:32 Minuten, mit der er sich ebenso sicher den Sieg in seiner Klasse holte wie der erst zwölfjährige Vitali Ivanov bei seinem Sturmlauf zu 18:55 Minuten. Eine Punktlandung glückte Marius Abele (1.M11) beim Unterbieten des 4:00-Minuten-Kilometerschnitts in 19:56 Minuten. Fast gleichzeitig folgten Tobias Oed (1.M13/20:51), Johannes Fleiner (3.M12/20:55) und M10-Sieger Maximilian Hamburger (20:57) sowie Arne Hanack (2.M10/21:44) und Mahmoud Gassem (3.M10/21:46).
Dominik Oltsch (3.M14/21:37), Sebastian Conseur (2.M13/22:11), Filip Radovic (4.M10/23:12) und Robin Petzold (M08/23:14) komplettierten die männlichen Schüler.
Bei den Mädchen zeigten Viktoria Mancho (1.W13/21:59) und Katharina Conseur (1.W10/22:53) die besten Leistungen, während Hilke Bertschy-Abele in 21:40 Minuten die Frauen W45 gewann. Gut lief es auch für Selma Celikkol (2.W11/23:27), Sarah Oltsch (3.W11/25:05), Antonia Diester (4.W11/26:01), Angela Schick (5.W11/26:03) und Asra Gassem (3.W12/27:07).
Dorflauf in Merkenfritz
Bertsch und Straub Gesamtsieger
Eine Woche vor den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Griesheim feierten Simon Bertsch und Kerstin Straub Gesamtsiege beim Dorflauf in Merkenfritz. Die beiden Athleten des SSC Hanau-Rodenbach dominierten ihre Wertungen auf der hügeligen Zehn-Kilometer-Strecke von Beginn an und setzten sich letztlich souverän durch. So gewann Simon Bertsch in 33:51 Minuten vor Melkamu Meseret (34:45) und Dietmar Weinel (Gedern/35:29), obwohl er auf der zweiten Streckenhälfte über muskuläre Probleme klagte. Jetzt hofft der Ingenieur mit Blick auf die Deutsche Meisterschaft mit einer schnellen Besserung der Lage.
Bergauf geht es hingegen für Kerstin Straub. Eine Woche nach ihrem 25-Kilometer-Gesamtsieg von Seligenstadt, der aufgrund der Wärme nicht zu ihrer Zufriedenheit ausfiel, überzeugte sie nun mit 38:33 Minuten und gut einer Minute Vorsprung auf die Friedbergerin Monika Schmidt (39:37).
Hanauer Märchenlauf
Markus Riefer im Zielsprint zum Sieg
Spannender Dreikampf auf neu vermessener Strecke
Kaum zu halten waren die fast 600 Teilnehmer des 14.Hanauer Märchenlaufs, den die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach dominierten. Fast gleichauf lagen auf der Zehn-Kilometer-Strecke die drei SSC-Topläufer Markus Riefer, Thomas Bruzdziak und Dirk Schönbeck. Sie landeten innerhalb von acht Sekunden einen SSC-Dreifachsieg, den zumindest Gesamtsieger Markus Riefer (35:11 Minuten) nach dem bis auf die Zielgerade dauernden Duell mit Thomas Bruzdziak (35:14) so nicht erwartet hatte. "Mir hat noch der Wettkampf vom Vortag in den wirklich müden Beinen gesteckt, und ich habe mit der Spurtstärke von Thomas und Dirk gerechnet", erklärte der M45-Hessenmeister, der sich mit der Kombination der zwei Zehn-Kilometer-Wettkämpfe in Nidderau am Samstag und Hanau am Sonntag den letzten Schliff für die Deutschen Halbmarathonmeisterschaften am kommenden Wochenende holen wollte.
Die vereinseigene Konkurrenz reichte heuer jedoch nicht an ihn heran, obwohl hinter Ironman Bruzdziak der drittplatzierte Dirk Schönbeck (35:19) einer verpassten Chance nachtrauern konnte. Den Zwischenstopp bei Kilometer sieben zwecks Steinentfernung aus seinem Schuh veranschlagte er mit etwa zehn Sekunden - "und dann hätte es vielleicht doch noch für mich gereicht." So holte er immerhin noch die zwischenzeitlich vor ihm platzierten Matthias Bodensohn (LC Hanau), Jugendsieger in 35:27 Minuten, und Wolfgang Schlögel (Kefenrod/1.M50/35:42) wieder ein, die sich über persönliche Jahresbestzeiten freuten.
Weitere SSC-Läufer blieben mit Maximilian Ostermeier (38:43) und Sahitaj Lulzim deutlich unter der 40-Minuten-Marke.
Bei den Frauen feierte W50-Hessenmeisterin Frauke Tschiltschke (SSC/47:25) ebenso wie Astrid Klink (SSC/1.W60) in 50:45 Minuten einen Klassensieg.
Im Jugend- und Jedermannlauf über 5,6 Kilometer wurde Anusan Rajeentan seiner Favoritenstellung gerecht. Der Süddeutsche B-Jugend-Vizemeister im 1500-Meter-Lauf stellte seine Ausdauer mit der Laufzeit von 19:52 Minuten und einem 29-Sekunden-Vorsprung. Es folgten Marlin Löffler (2.Jugend/20:34) und Jannik Trunk (beide SSC/2.Schüler/20:53). In der Frauenwertung lieferten sich Claudia Pusch (SSC) und Franziska Strugies (LC Hanau) zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ehe sich Pusch auf dem Schlusskilometer mit 24:43 Minuten und 17 Sekunden Vorsprung durchsetzte. Der 1000-Meter-Schülerlauf stand ganz im Zeichen von Lenny Löffler. Der 13jährige Regionalrekordler und Hessenmeister des SSC verwies mit beachtlichen 3:07 Minuten Julien Gottfried (Seligenstadt/3:16) und Vitali Ivanov (SSC/3:18) auf die weiteren Plätze. Top in ihren Altersklassen waren weiterhin Lennard Schweizer (M11) mit 3:35 Minuten und Maximilian Hamburger (beide SSC/M09) mit 3:40 Minuten. Im Sog der Jungen mischten Deliah Weiss (LG Langen/3:19) als erste A-Schülerin und Laura Petri (SSC/3:23) als schnellste B-Schülerin munter mit. Angefeuert von zahlreichen Eltern und Betreuern liefen auch Viktoria Mancho (SSC/2.W13/3:36) und Selma Celikkol (SSC/1.W11/3:45) mit Topleistungen ins Ziel vor dem Comoedienhaus.
Nidderauer Waldlauf
Markus Riefer in Form
Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach) hat den 25.Nidderauer Waldlauf des TV Windecken für sich entschieden. Der M45-Hessenmeister feierte auf der profilierten Waldstrecke einen Start-Ziel-Sieg und ließ in 35:33 Minuten Rainer Hett (Frankfurt/37:10) und Uli Amborn (LG Offenbach/38:13) deutlich hinter sich. "Ich habe in den letzten Wochen wenig Tempotraining gemacht und hole mir die entsprechenden Reize über Wettkampfteilnahmen", so Riefer, der wenige Tage zuvor auch den 14-Kilometer-Lauf von Friedrichsdorf für sich entschieden hatte.
Im 1000-Meter-Schülerlauf glückte Angela Schick (SSC Hanau-Rodenbach) das Kunststück, die älteren Jungs in die Schranken zu weisen. Die elfjährige C-Schülerin setzte sich mit 3:25 Minuten vor Jan Podlipny (FC Ostheim/3:29) und 44 weiteren Startern durch.
Feldberglauf
Dr.Sevim Haaß gewinnt Feldberglauf
Dr.Sevim Haaß hat ihre gute Form im Taunus unter Beweis gestellt. Zwei Wochen nach der neuen persönlichen Bestzeit beim Rodenbacher Zehn-Kilometer-Lauf, als sie in 39:38 Minuten Rang zwei belegte, holte sich die 36jährige Ärztin nun den Gesamtsieg beim Feldberglauf. Auf der 9,6-Kilometer-Strecke von Oberursel - Hohemark bis zum Feldbergplateau überwand die Langstrecklerin des SSC Hanau-Rodenbach die 585 Höhenmeter in 51:09 Minuten. Dabei wurde es in der Schlussphase spannend, als die Darmstädterin Nora Jägemann (51:23) bis auf 30 Meter an sie heranlief. In der Klasse W50 belegte Annette Straub in 1:00:51 Stunden den zweiten Platz. Am kommenden Wochenende starten die beiden SSC-Athletinnen gemeinsam mit Kerstin Straub bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Griesheim.
Seligenstädter Mainuferlauf
Kerstin Straub siegt in Seligenstadt
Nach 25 Kilometern mit neun Minuten Vorsprung im Ziel
Kerstin Straub (SSC Hanau-Rodenbach) hat als Gesamtsiegerin des Seligenstädter Mainuferlaufs über 25 Kilometer auf sich aufmerksam gemacht. Die 23jährige Langstrecklerin lief inmitten des Männerfeldes einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg gegenüber Lea Bäuscher (LG Eintracht Frankfurt/1:52:14 Stunden) heraus, als sie mit 1:43:49 Stunden gewann. Dennoch zeigte sich die mehrfache Deutsche Juniorenmeisterin nicht gänzlich zufrieden. "Es fiel mir aufgrund der Wärme doch recht schwer", resümierte sie mit Blick auf den angestrebten Start bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften Mitte April und den Deutschen Marathonmeisterschaften Anfang Mai.
Gänzlich im Soll war hingegen Dirk Schönbeck. Der SSC-Athlet schloss seinen Steigerungslauf in 1:34:25 Stunden und überholte noch auf den letzten fünf Kilometern vier Konkurrenten. Direkt hinter ihm platzierte sich Ingbert Reinke als Fünfter der Gesamtwertung in 1:35:06 Stunden. Gemeinsam mit Markus Hartung (1:44:33) stellten die SSC`ler ein starkes Team.
Über zehn Kilometer erreichten Michael Abele (3.M50/40:37) und Annette Straub (2.W50/46:07) Medaillenränge.
Den Schülerlauf über zwei Kilometer dominierte Lenny Löffler (SSC) in 6:46 Minuten. Weitere B-Schüler folgten mit Vitali Ivanov (7:09) und Tobias Oed (7:10). Die D-Schüler gewann Maximilian Hamburger mit 7:51 Minuten. Bei den Mädchen war Lisa Oed als B-Schüler-Siegerin in 7:42 Minuten knapp vor Viktoria Mancho (7:47) und Angela Schick (1.Schülerinnen C/7:57) die Schnellste.
Schneller Zehner
Carsten Wenzek und Sevim Haaß topfit
Hellwach präsentierten sich die 369 Teilnehmer des "Schnellen Zehners" direkt nach der Zeitumstellung. Bei der 18.Auflage des von der TGS Niederrodenbach mustergültig durchgeführten Zehn-Kilometer-Laufs gab es hinter den Gesamtsiegern Moritz Hillesheim (TV Waldstraße Wiesbaden/32:39) und Antina Neugebauer (LG Eintracht Frankfurt/38:33) zahlreiche persönliche Bestleistungen. So freute sich Sevim Haaß über ihr Toprennen, das sie wenige Monate nach der Geburt ihrer Tochter in 39:38 Minuten auf Rang zwei der Gesamtwertung führte. "Mir fehlen zwar angesichts zweier kleiner Kinder zuhause noch die langen Läufe, aber das Tempotraining klappt richtig gut", freute sich die 36jährige Ärztin über ihren Coup, bei dem sie knapp eine Minute schneller war als vor Jahresfrist in Rodenbach. In der Mannschaftswertung reichte es trotz der guten Leistungen von Claudia Pusch (45:29) und Sabine Jamin (45:38) mit wenigen Sekunden Rückstand nicht ganz zum Erfolg gegen das Trio des LUT Aschaffenburg. Weitere SSC-Läuferinnen waren Sabine Becker (SSC/49:28) sowie die beiden Klassensiegerinnen Astrid Klink (W60/49:30) und Anne Wolnitza (beide SSC/W13/49:44). Michelle Bensing erreichte in 52:59 Minuten Rang zwei in der weiblichen Jugend B, und fast gemeinsam kamen Laura Kemmerer (3.Jugend B/58:06), Asra Gassem (1.W12/58:14) und Isabelle Blaschek (58:33) ins Ziel.
Bei den Männern überzeugte aus der kompakten Verfolgergruppe Carsten Wenzek. Der ehemalige 30-Minuten-Läufer holte nach einjähriger Wettkampfpause in 33:31 Minuten auf Rang fünf des Gesamteinlaufs den M40-Sieg und zeigte sich überaus zufrieden. "Ich bin 16:50 Minuten bis Kilometer fünf angegangen und konnte auf der zweiten Hälfte sogar noch etwas zulegen, obwohl ich vor allem im Grundlagenbereich trainiert habe", so Wenzek, der nun wie auch Dirk Schönbeck (3.M35/34:06) und Markus Riefer (3.M45/34:51) die Deutschen Halbmarathonmeisterschaften Mitte April ins Auge fasst. Weitere SSC-Athleten folgten mit Thomas Bruzdziak (35:03), Simon Bertsch (35:35) und B-Jugendsieger Anusan Rajeentan (35:56) im 35-Minuten-Bereich. Unter der 40-Minuten-Marke blieben Peter Jamin (38:21), Michael Abele (38:22), Markus Hartung (39:32) und Peter Trunk (39:36). Stephan Merkel zeigte sich mit 42:10 Minuten zufrieden, und auch Mohamed Gassem (42:20), Christian Blobel (44:11), Peter Wolnitza (46:12) und Bernhard Kreuzer (47:17) absolvierten erfolgreiche Einsätze.
Im Nachwuchsbereich gab es zahlreiche vordere Platzierungen und Bestzeiten. Marlin Löffler (2.Jugend B/37:27) steigerte sich ebenso wie Schülersieger Jannik Trunk (37:39) und Lukas Abele (1.M14), der mit 39:49 Minuten erstmals die 40-Minuten-Grenze unterbot. Hessenmeister Lenny Löffler (SSC/1.M13/40:04) stand wie auch Lennard Schweizer (1.M11/47:34), Marius Abele (2.M11/47:40), Sebastian Conseur (2.M13/48:41), Maximilian Hamburger (1.M10/49:29), Mahmoud Gassem (alle SSC/2.M10/52:06) auf dem Treppchen.
University of Washington Final Qualifier
Uli Steidl 3000 Meter in 8:25,13 Minuten
Uli Steidl zeigte sich in seiner Wahlheimat USA zum Abschluss der Hallensaison gut in Form. Beim hochkarätig besetzten University of Washington Final Qualifier belegte der 39jährige SSC-Athlet mit 8:25,19 Minuten im 3.000-Meter-Lauf den neunten Platz. Damit schob sich der Marathonspezialist in der nationalen Rangliste unter die Top 30.
Zehn-Kilometer-Lauf in Oberstaufen
Lisa Reisinger schnell unterwegs
Im Rahmen der Deutschen Wintertriathlon-Meisterschaften machte Lisa Reisinger (SSC Hanau-Rodenbach) beim Zehn-Kilometer-Lauf auf sich aufmerksam. Nach 17:20 Minuten für die ersten fünf Kilometer kam sie in Oberstaufen noch auf 35:24 Minuten, womit sie hinter der früheren DLV-Kaderathletin Christine Schleifer (Heuchelberg/34:25) den zweiten Platz belegte.
DUV-Meisterschaften im 50-Kilometer-Straßenlauf
Bertsch, Unger und Straub mit Topleistung
Bei den nationalen Titelkämpfen der Deutschen Ultramarathon Vereinigung (DUV) im 50-Kilometer-Straßenlauf schafften Simon Bertsch und Stefan Unger auf Anhieb den Sprung unter die besten zehn Athleten. Die beiden Läufer des SSC Hanau-Rodenbach feierten damit bei optimalen Bedingungen in Marburg ihr gelungenes Debüt, das für sie gemeinsam mit Mohamed Gassem auch in der Mannschaftswertung auf Rang vier erfolgreich verlief.
Während Mohamed Gassem mit Rückenbeschwerden jedoch bis auf Rang 86 zurückfiel und in 4:26:12 Stunden unter Wert lief, konnten Bertsch und Unger ihr Anfangstempo fast halten. Nach 39:00 Minuten für die ersten zehn Kilometer pendelte sich das Duo im Vier-Minuten-Kilometer-Schnitt ein, den sie fast bis zur 40-Kilometer-Marke hielten. Erst dann verloren beide etwas an Geschwindigkeit, machten aber keine Bekanntschaft mit der "Marathonmauer".
"Ich habe rechtzeitig einen Gang herausgenommen und bin beim Marathon in 2:49 Stunden durch", so Unger, der schließlich mit 3:23:58 Stunden den zehnten Platz belegte. Direkt vor ihm platzierte sich Simon Bertsch, der fast seine Marathonbestzeit durchlief und mit 3:20:35 Stunden den neunten Rang belegte. "Angesichts der kurzen Vorbereitungszeit von sechs Wochen bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden", urteilte Bertsch.
Bei den Frauen feierte Annette Straub einen gelungenen Ultramarathoneinstieg mit 4:38:48 Stunden und dem zweiten Platz in der Klasse W50, nachdem sie bis zur Streckenhälfte sogar in Front gelegen hatte. Der Sieg ging hier an Rosi Hausner (Treiser LWT / 4:36:21 Stunden).
Im Halbmarathonlauf überzeugte Kerstin Straub mit dem Gesamtsieg. Die 22jährige Lehramtsstudentin distanzierte in 1:23:00 Stunden die von Eriko Niki (1:34:21) angeführte Konkurrenz um mehr als elf Minuten.
Kreismeisterschaften im Waldlauf
Kerstin Straub und Dirk Schönbeck Vierfach-Meister
SSC dominiert Waldläufe mit 34 Titeln
Die Kreismeisterschaften im Waldlauf gestalteten sich zu einer Leistungsschau des SSC Hanau-Rodenbach. Insgesamt 34 Titel gewannen die Mittel- und Langstreckler des Traditionsvereins, aus dem Kerstin Straub und Dirk Schönbeck mit ihren Gesamtsiegen über die Kurzstrecke von drei Kilometern und auf der Langstrecke von zehn Kilometern herausragten. Hinzu kamen für sie dann auch noch die beide Mannschaftstitel, so dass sie auf der Offenbacher Rosenhöhe das Optimum erreichten.
Nach dem Seriensieg bei der Seligenstädter Winterlaufserie ließen Straub und Schönbeck nun also die nächste gewinnbringende Aktion im Gleichschritt folgen. Dabei musste Dirk Schönbeck im Auftaktrennen hochkonzentriert agieren, um den Hanauer Stadtlaufsieger und Jugendersten Matthias Bodensohn mit einer Tempoverschärfung zu distanzieren. Leichter fiel es ihm dann zwei Stunden später über zehn Kilometer. "Da war ich warmgelaufen, und nachdem ich locker angegangen bin, konnte ich schließlich auch noch den lange führenden Björn Kuttich überholen", erklärte der schnelle Postbote, der in 35:29 Minuten gewann.
Die beste Tagesleistung erbrachte Kerstin Straub mit 38:48 Minuten, die sie optimistisch auf die nächsten Rennen blicken lässt. "Die Belastung während der Woche zuvor waren sehr hoch, und die Kurzstrecke am Morgen lief eher zäh. Aber auf der Langstrecke habe ich mich wieder richtig gut gefühlt", so Straub. Die 22jährige Hessenmeisterin bereitet sich nun intensiv auf die Deutschen Halbmarathonmeisterschaften vor, der sich im Mai das Marathondebüt in Hamburg anschließen soll.
Einen ähnlichen Saisonplan hat auch Sevim Haaß, die sich nur drei Monate nach der Geburt ihres zweiten Kindes als W35-Siegerin in 41:28 Minuten topfit präsentierte und mit Hilke Bertschy (2.W45/46:20) die Mannschaftswertung holte.
In den Schülerklassen gab es gleich neun Dreifachsiege für den SSC. Diese bis dato nicht gesehene Dominanz schlug sich in die Mannschaftsergebnisse nieder, in denen immerhin fünf Mal SSC I. vor SSC II. siegte. Besonders beeindruckend fielen die ersten Plätze von Laura Petri (W12) und Samira Hanna (W08) aus, die in ihren Klassen noch schneller liefen als die jahrgangsälteren Läuferinnen. Bei den Jungen ragten Lenny Löffler (M13), Vitali Ivanov (M12) und Maximilian Hamburger (M09) mit den überlegensten Siegen heraus.
Ergebnisse Kreismeisterschaften Crosslauf, Offenbach; SSC-Teilnehmer Platz 1 - 3:
Kurzstrecke, 3 Kilometer:
Frauen: 1.Kerstin Straub 11:17; 3.Claudia Pusch 12:43
Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Straub, Pusch, Jamin) 8 Punkte; 2.SSC II. (Becker, Frölich, Czupalla) 24 Punkte
Männer: 1.Dirk Schönbeck 9:51; 2.Ingbert Reinke 10:07; 3.Peter Jamin 11:08
Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Schönbeck, Reinke, Jamin) 6 Punkte;
Männliche Jugend B: 1.Niklas Pivecka 11:36
Langstrecke, 10 Kilometer:
Frauen: 1.Kerstin Straub 38:48
W30: 1.Isabelle Blaschek 59:39
W35: 1.Sevim Haaß 41:28
W40: 1.Sabine Jamin 46:52
W45: 2.Hilke Bertschy 46:20
Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Straub, Haaß, Bertschy) 7 Punkte
Männer: 2.Peter Wolfenstädter 37:59
M30: 1.Dirk Schönbeck 35:29
M35: 1.Thomas Bruzdziak 36:54
M40: 1.Peter Trunk 39:54
M45: 1.Peter Jamin 38:54; Stephan Merkel 42:43
M50: 1.Michael Abele 39:04;
Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Schönbeck, Bruzdziak, Wolfenstädter) 9 Punkte; 2.SSC II. (Jamin, Abele, Trunk) 23 Punkte
Schüler A, 2050 Meter:
M15: 1.Jannik Trunk 6:46; 3.Aaron Buntrock 8:03
M14: 1.Lukas Abele 7:34, 2.Dominik Oltsch 8:07
Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Trunk, Buntrock, Abele) 8 Punkte
Schüler B, 1550 Meter:
M13: 1.Lenny Löffler 5:24; 2.Noah Buntrock 5:48; 3.Patrick Köppel 5:59
M12: 1.Vitali Ivanov 5:38; 2.Johannes Fleiner 5:59; 3.Julius Hild 6:13
Mannschaften: 1.SSC I. (Löffler, Ivanov, Buntrock) 6 Punkte; 2.SSC II. (Fleiner, Köppel, Conseur) 15 Punkte
Schüler C, 1550 Meter:
M11: 1.Lennard Schweizer 6:02; 2.Marius Abele 6:03; 3.Jonas Rapp 6:14
M10: 1.Sasha Müller 6:27; 2.Arne Hanack 6:29; 3.Filip Radovic 6:30.
Mannschaften: 1.SSC I. (Schweizer, Abele, Rapp) 6 Punkte; 2.SSC II (Ott, Müller, Hanack) 15 Punkte.
Schüler D, 1050 Meter:
M09: 1.Maximilian Hamburger 4:24;
M08: 1.Simon Hildebrandt 4:45; 2.Robin Petzold 4:46; 3.Nick Frölich 4:47
Mannschaften: 1.SSC I. (Hamburger, Hildebrandt, Petzold) 6 Punkte; 2.SSC II. (Frölich, Becker, Segieth) 18 Punkte
Schülerinnen B, 1550 Meter:
W13: 1.Viktoria Mancho 6:22; 2.Anne Wolnitza 6:30; 3.Alina Segieth 6:51
W12: 1.Laura Petri 5:58; 2.Tamara Hille 6:29; 3.Asra Gassem 6:59
Mannschaften: 1.SSC I. (Petri, Mancho, Hille) 6 Punkte; 2.SSC II. (Wolnitza, Segieth, Gassem) 16 Punkte
Schülerinnen C, 1550 Meter:
W11: 1.Angela Schick 6:28; 2.Selma Celikkol 6:36; 3.Sarah Oltsch 7:15
W10: 1.Mirja Buntrock 6:41; 2.Katharina Conseur 6:43; 3.Melissa Bensing 6:58
Mannschaften: 1.SSC I. (Schick, Celikkol, Buntrock) 6 Punkte; 2.SSC II. (Conseur, Bensing, Oltsch) 15 Punkte
Schülerinnen D, 1050 Meter:
W09: 1.Samira Hanna 5:08
Winterwurfmeisterschaften
Sara Lisa Zorn mit hessischen Wurf-Titeln
Speerwurf-Kreisrekord als Zugabe
Sara Lisa Zorn (SSC Hanau-Rodenbach) hat sich einen Platz in den Chroniken des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) gesichert. Die 15jährige Schülerin holte bei den Winterwurfmeisterschaften in Frankfurt mit neuen persönlichen Bestleistungen den Doppel-Sieg im Diskuswurf und im Speerwerfen, nachdem sie bereits eine Woche zuvor den Kugelstoß-Wettbewerb in der Halle gewonnen hatte. Damit ist Sara Lisa Zorn die erste HLV-Schülerin, die sich in dieser Kombination auf Landesebene alle drei Goldmedaillen in einer Wintersaison sicherte.
Beeindruckend waren während der spannenden Wettkämpfe auch die Einzelleistungen. Mit der neuen Bestmarke von 34,90 Metern im Diskuswurf erarbeitete sie sich im Vorkampf den nötigen Vorsprung, um Dauerkonkurrentin Lea Menzel (LG Neu-Isenburg/Heusenstamm) trotz deren gelungenen Versuchs in Runde sechs mit 34,04 Metern sicher in Schach zu halten.
Noch besser klappte es dann letztlich im Speerwurf, wo Sara Lisa Zorn erneut mentale Stärke bewies und die zwischenzeitlichen Führungen von Lea Menzel (34,19) und Rachel Staffa (LV Wiesbaden/35,19) jeweils kontern konnte, obwohl sie zu Beginn mit Problemen im Anlauf zu kämpfen hatte. "Durch die wenigen Freilufttrainingseinheiten während des Winters und der gleichzeitigen deutlichen Verbesserung im Sprint ist sie zunächst viel zu schnell angelaufen und musste erst von Trainer Werner Rebernig in den richtigen Rhythmus gebracht werden", erläuterte Betreuerin Anja Zorn den Knackpunkt des Wettkampfs. Das funktionierte dann so gut, dass im fünften Versuch der Knoten platzte. Von bis dahin zu Buche stehenden 34,41 Metern steigerte sie sich auf 36,99 Meter, was neben dem Sieg gleich noch einen neuen Kreisrekord für den Bereich Offenbach/ Hanau bedeutete. "Zwei Titel zu gewinnen, das war mein Traum", kommentierte Sara Lisa Zorn ihren Triumph.
Somit hat sich auch der Wechsel an die Frankfurter Carl-von-Weinberg-Schule bezahlt gemacht, wo sechs Stunden Schulsport immer wieder trainingsspezifisch genutzt werden können. Hinzu kommen noch drei Wurfeinheiten bei Werner Rebernig, die primär technikorientiert ablaufen. "Krafttraining machen wir so gut wie nicht", so Zorn. Im Sommer soll die gute Wurftechnik dann bis in die erweiterte nationale Elite und an die 40-Meter-Marke führen. "Und wenn es im Hürdensprint gut läuft, dann sind auch die Deutschen Block-Mehrkampfmeisterschaften ein Ziel."
Deutsche Crosslaufmeisterschaften
Bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften in Löningen ließ sich die B-Jugend des SSC Hanau-Rodenbach selbst von widrigen Voraussetzungen nicht aus dem Konzept bringen. Trotz Erkältung und Fahrradunfall lief das Nachwuchsteam um Hessenmeister Anusan Rajeentan zu großer Form auf und holte sich im 4,3-Kilometer-Wettbewerb unter 22 Mannschaften überraschend den fünften Platz.
Garant für den Erfolg war die taktische Marschroute, die Anusan Rajeentan, Egmatollah Hussaini, Marlin Löffler und Patrick Bungert mannschaftlich in die Urkundenränge führte. In der Einzelwertung machte Rajeentan bei seiner Aufholgjagd sogar mehr als 50 Ränge gut und realisierte mit seinem Steigerungslauf als jüngerer Jahrgang in 14:44 Minuten den 17.Platz unter 103 Teilnehmern.
Auf der durch Strohballen und Hügeln erschwerten Wiesenrunde zeigte sein Vereinskamerad Egmatollah Hussaini ganz besonderen Kampfgeist. Obwohl ein im Januar erlittener Radunfall immer noch zu Trainingsausfällen führt, biss sich der 17Jährige eisern durch und folgte nach einer ähnlich starken Schlussrunde in 15:15 Minuten auf dem 36.Platz.
Nach einer erkältungsbedingten Ruhewoche stieg Marlin Löffler erst am Tag vor den Deutschen Meisterschaften wieder ins Training ein und zeigte sich dann gleich mit der erhofften Mittelfeldplatzierung auf der Höhe des Geschehens. Er belegte mit 15:56 Minuten den 56.Platz. Triathlet Patrick Bungert feierte seinen gelungenen SSC-Meisterschaftseinstand auf Rang 75 in 16:16 Minuten.
Kreismeisterschaften
Traumtag für Sara Lisa Zorn
Bei den Meisterschaften des Kreises Offenbach/ Hanau und Gelnhausen/Schlüchtern präsentierten sich besonders die A-Schüler in ausgezeichneter Form. Eine Woche vor den Landestitelkämpfen trumpfte Sara Lisa Zorn mit einer neuen Kugelstoß-Bestmarke auf, die sie in die Favoritenrolle für die hessischen Meisterschaften bringt.
Dabei erwischte sie einen "Traumtag". Obwohl Trainer Werner Rebernig nach den letzten Trainingsleistungen eine Weite zwischen 12,80 Meter und 13,00 Meter ins Auge gefasst hatte, überraschte die Souveränität der 15jährigen SSC-Athletin dann doch. Mit 12,90 Metern und deutlichem Vorsprung zu den ebenfalls zur hessischen Elite zählenden Lea Menzel (Neu-Isenburg/11,71) und Sarah Weckbecker (TV Gelnhausen/11,50) war sie eine Klasse für sich, nachdem sie sich direkt zuvor den 60-Meter-Kreistitel mit der Bestmarke von 8,27 Sekunden vor Lisa Schüßler (LAZ Bruchköbel/8,40) und Svenja Schmitt (SSC/8,55) gesichert hatte.
Große Freude auch bei Svenja Schmitt, die bei ihrem Sieg die 60-Meter-Hürdenbestzeit auf 9,80 Sekunden drückte und damit auf Landesebene Endlaufchancen besitzt. Ein dreifaches Top-Ergebnis gab es dann noch im Weitsprung der W15, den Lea Menzel mit 5,10 Metern knapp vor Svenja Schmitt (5,05) und Sara Lisa Zorn (5,03) gewann. Damit sprang das Trio weiter als B-Jugendsiegerin Johanna Herzig (LAZ), die mit 5,01 Metern ebenfalls die 5,00-Meter-Marke knackte.
Für weitere hochkarätige Resultate sorgten erwartungsgemäß die Laufentscheidungen. So gewann Freiluft-Hessenmeister Jannik Trunk (SSC) wenige Tage nach seiner Aufnahme in den Landeskader Triathlon den 1000-Meter-Lauf der M15 mit 2:52,85 Minuten vor Yannik Markhof (LAZ/2:57,70) und dem wieder im Aufwind befindlichen Mark Frölich (SSC/3:01,17). In der M14 musste sich Lukas Abele (SSC) auf Rang zwar dem überragenden Pascal Iske (TG Obertshausen/2:52,58) geschlagen geben, erzielte aber mit 3:04,23 Minuten eine neue persönliche Bestleistung. In der B-Jugend feierte der SSC Hanau-Rodenbach einen Dreifachsieg im 800-Meter-Lauf. Anusan Rajeentan (2:05,83), Egmatollah Hussaini (2:09,67) und Marlin Löffler (2:15,60) präsentierten sich mit Blick auf die Deutschen Crosslaufmeisterschaften in einer guten Verfassung. Auf der gleichen Distanz gewann Mirco Jumpertz (SSC) die A-Jugend, während bei den Männern M45-Senior Markus Riefer Zweiter der Gesamtwertung wurde.
Hessische Schülermeisterschaften
Zorn und Löffler Hessenmeister
Mit zwei Titeln und einer Silbermedaille kehrten die SSC- Sportler von den hessischen Schülermeisterschaften aus Stadtallendorf zurück. Dort glückte Lenny Löffler im 3000-Meter-Lauf der M14 ein souveräner Sieg, während es Sara Lisa Zorn (Kugelstoß W15) denkbar spannend machte. So hatte die Steinheimerin zwar mit fünf Versuchen jenseits der Zwölf-Meter-Marke gegenüber Dauerkonkurrentin Lea Menzel (LG Neu-Isenburg/ Heusenstamm) die weitaus bessere Serie vorzuweisen. Ihre Siegesweite von 12,44 Metern war letztlich genau einen Zentimeter weiter als die von Menzel, der sie bei den Kreismeisterschaften vor Wochenfrist noch gut einen Meter abgenommen hatte.
Einen besonderen Coup landete Lenny Löffler. Der erst 13jährige SSC´ler zeigte im 3000-Meter-Wettbewerb taktische Finesse, als er sich vom frühen Vorstoß Simon Schwechels (TSV Twiste) nicht aus der Ruhe bringen ließ und seinen Fahrplan exakt einhielt. So gewann er schließlich sein erstes Langstrecken-Hallenrennen mit 10:37,38 Minuten vor seinem ebenfalls in der Schlussphase auftrumpfenden Trainingsgefährten Lukas Abele. Er steigerte sich auf 10:59,83 Minuten, nachdem er bereits am Vortag mit 1000-Meter-Bestzeit von 3:01,10 Minuten knapp geschlagen Rang vier belegt hatte.
Eine weitere Urkunde gab es für Sara Lisa Zorn im 60-Meter-Sprint der W15 als Siebte mit 8,33 Sekunden. Svenja Schmitt konnte ihren 5-Meter-Sprung von den Kreismeisterschaften nicht ganz wiederholen, blieb aber mit 4,80 Metern auf Rang elf in Reichweite.
Seligenstädter Winterlaufserie
Dreifachsieg für SSC-Männer / Straub wieder vorne
Mit dem letzten Lauf hat Dirk Schönbeck bei der Seligenstädter Winterlaufserie alles klar gemacht. Der 35jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach belegte im Zehn-Kilometer-Rennen des vierten Durchgangs Rang drei hinter Dennis Gutenstein (Spiridon Frankfurt/33:38) und Daniel Schmoli (TG Melsungen/34:33), lag im direkten Vergleich mit dem Serienkonkurrenten Stefan Unger (SSC) aber klar vorn. Mit 34:36 Minuten nahm er seinem Vereinskameraden mehr als eine Minute ab und holte sich den Serien-Titel vor Unger. Der dritte Platz ging an den Vorjahressieger Ingbert Reinke, der in 36:32 Minuten knapp vor Maximilian Ostermeier folgte. Bei den Frauen feierte Kerstin Straub erneut den Gesamtsieg. Zwar beließ sie es nach umfangsreichen Trainingswochen der Marathonvorbereitung bei 39:30 Minuten, machte damit aber gegenüber Regina Blatz (TV Salmünster/41:45) weiteren Boden gut. Der Einzelerfolg ging an Katharina Heinig, die mit 37:49 Minuten dominierte. Auf der Fünf-Kilometer-Strecke war Faizan Tanveer (SSC) erfolgreichster Serienläufer der Abschlussveranstaltung. Er belegte direkt hinter seinen Teamgefährten Lulzim Sahitay (1.A-Jugend/18:13) und Peter Wolfenstädter (18:17) den sechsten Platz. Bei den Schülern holten sich Tobias Oed (SSC/M12), Lisa Oed (W10), Simon Hildebrand (SSC/M07) und Marvin Segieth (SSC/M08) Klassensiege.
Kreismeisterschaften
Kreistitel für Conseur und Petri
Topleistungen von Petri und Löffler, Mehrfachsieger Zorn und Klöppel
Die Meisterschaften der Kreises Offenbach/ Hanau und Gelnhausen/Schlüchtern brachten am zweiten Veranstaltungstag mit den Schülern B und C Stimmung in die August-Schärttner-Halle. Angefeuert von Eltern und Betreuern liefen die Zehn- bis 13jährigen zu großer Form auf, die sich in spannenden Wettkämpfen und hessischen Spitzenleistungen niederschlug.
Drei Titel holte sich dabei Florian Zorn, der in der M10 mit der Kombination 50 Meter (8,16 Sekunden), Weitsprung (3,90 Meter) und mit der 4x50-Meter-Staffel gemeinsam mit Maximilian Hamburger, Thomas Ott und Fynn Petri vor der TGS Niederrodenbach erfolgreich war. Den Sieg im 1000-Meter-Lauf verpasste er im Spurt nach 3:46,13 Minuten knapp gegen seinen Vereinskameraden Sasha Müller (3:45,90).
Gut lief es ebenfalls für Vitali Ivanov als Titelverteidiger im 1000-Meter-Wettbewerb mit 3:21,71 Minuten vor seinem Trainingsgefährten Johannes Fleiner, der sich auf 3:29,07 Minuten steigerte. In der M13 war Patrick Klöppel sowohl im 60-Meter-Lauf (8,56) als auch im Weitsprung mit 4,54 Metern nicht zu schlagen. Den Vogel schoss hier Lenny Löffler ab. Der Regionalrekordler eröffnete den 1000-Meter-Wettbewerb derart flott, dass er bereits in der Anfangsphase einen 50-Meter-Vorsprung vor der gewiss nicht schwachen Konkurrenz herauslaufen konnte. Diesen hielt er dann mit der Topzeit von 3:03,10 Minuten bis ins Ziel vor Noah Buntrock (3:13,82). "Auf der letzten Runde habe ich meine Beine kaum noch gespürt", kommentierte Löffler die Übersäuerung in der August-Schärttner-Halle.
Rein äußerlich war davon trotz ähnlich hohem Tempo bei Laura Petri (W12/SSC) nichts zu sehen. Mit raumgreifenden Schritten enteilte sie ebenfalls vom Start weg den Verfolgern, um über 800 Meter mit 2:32,29 Minuten ihre Klasse vor Tamara Hille (2:53,85) zu demonstrieren. Damit lief die Niederrodenbacherin erneut eine hessische Spitzenzeit. In der W13 wurde ihre Oberrodenbacher Vereinskameradin Viktoria Mancho mit 2:44,85 Minuten Vizemeisterin.
Einen zweifache Titelausbeute gab es bei den C-Schülerinnen. Hier machte Naginan Aydin im 50-Meter-Sprint der W10 mit 8,30 Sekunden den Anfang. Die 800 Meter entschied dann Katharina Conseur (SSC) nach einer gelungenen Aufholjagd in 3:00,65 Minuten für sich. In der W11 war Angela Schick (SSC/800 Meter in 2:54,04) der Sieg ebenso sicher.
Weitere Ergebnisse unterwww.kreis-offenbach-hanau.de
Jügesheimer Winterlaufserie
Straub und Bertsch in Form
Mancho, Conseur und Fleiner top
Bei der Abschlussveranstaltung zur Jügesheimer Winterlaufserie demonstrierten die hiesigen Langstreckler auf der Zehn-Kilometer-Strecke ihre aufsteigende Form. Als schnellster SSC-Läufer überzeugte Simon Bertsch mit 34:14 Minuten als Zehnter der Gesamtwertung. Damit lief er 41 Sekunden vor seinem Vereinskameraden Stefan Unger ins Ziel, der sich mit 34:55 Minuten auf Rang 19 ebenfalls zufrieden zeigte. "In drei Wochen stehen die nationalen DUV-Meisterschaften im 50-Kilometer-Lauf auf dem Programm. Das ist unser erster Saisonhöhepunkt", erklärte Bertsch, der noch zwei Tage vor dem Jügesheimer Einsatz einen 30-Kilometer-Trainingslauf absolviert hatte. Gemeinsam mit Dirk Schönbeck (21./35:12) gewannen Bertsch und Unger die Mannschaftswertung für den SSC Hanau-Rodenbach vor dem DSW Darmstadt, der TSG Kleinostheim und 30 weiteren Teams. Dabei folgte auf Rang fünf SSC II. mit dem B-Jugendsieger Egmatollah Hussaini (37:08), Ingbert Reinke (37:20) und Faizan Tanveer (3.A-Jugend/38:22).
Einen meisterlichen Auftritt zeigte im Nachwuchsbereich Lenny Löffler. Der Regionalrekordler im 2000-Meter-Lauf setzte sein Talent auf der Zehn-Kilometer-Distanz derart überzeugend ein, dass er in 39:36 Minuten ganz sicher unter der 40-Minuten-Marke blieb. In der M12 steigerten sich seine Vereinskameraden Johannes Fleiner (42:35) und Vitali Ivanov (42:46) bei ihrem Doppelsieg ebenfalls deutlich. Der M10-Sieger kam mit Mahmoud Gassem (52:05) gleichfalls vom SSC.
Bei den Mädchen gab es Klassensiege durch Lisa Oed (W12/47:46), Anne Wolnitza (W13/49:18) und Katharina Conseur (W11/50:37). Die Serien-Gesamtwertung in der W13 ging an Viktoria Mancho, die heuer mit der persönlichen Bestzeit von 49:19 Minuten knapp geschlagen Rang zwei belegte.
In der Frauenwertung meldete sich Kerstin Straub in der Spitzengruppe zurück. Ihr erster ernsthafter Wettkampf nach wochenlangen gesundheitlichen Problemen endete in 37:52 Minuten auf Rang zwei hinter der überragenden Jenny Schulz (Frankfurt/35:17). "Ich bin froh, dass ich unter 38 Minuten geblieben bin", erklärte Straub, die sich in den nächsten Wochen deutlich länger orientieren will und neben Halbmarathon- und Duathlon-DM auch die Deutschen Marathonmeisterschaften in Hamburg ins Auge gefasst hat.
Bei den Seniorinnen überzeugten Annette Straub (2.W50) in 45:00 Minuten sowie Astrid Klink als Siegerin der W60 in 50:18 Minuten.
Süddeutsche Meisterschaften
Rajeentan Süddeutscher Vizemeister, Hersel überrascht
Hessenmeister Anusan Rajeentan hat in seinem ersten B-Jugend-Jahr auch auf Süddeutscher Ebene den Sprung in die Elite vollzogen. Bei den Hallen-Titelkämpfen in Karlsruhe überzeugte der 16jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach mit dem zweiten Platz im 1500-Meter-Lauf, womit er schon fast an seinen bislang größten Erfolg des Süddeutschen Schülertitels aus dem Vorjahr heranreichte.
In Karlsruhe befand sich Anusan Rajeentan freilich nicht in der Favoritenrolle, denn gegen die fast durchweg um ein Jahr ältere Konkurrenz besaß er heuer lediglich Außenseiterchancen. Die nutzte er dann aber mit seiner gewohnten Spurtkraft, die ihn aus dem geschlossenen Feld heraus noch fast bis in Reichweite des Siegers Philipp Straub (TV Zell/4:10,19 Minuten) geführt hätte. Mit der Steigerung der persönlichen Bestmarke um acht Sekunden auf 4:12,02 Minuten holte Anusan Rajeentan die Vizemeisterschaft und distanzierte noch auf den letzten 400 Metern Johannes Bergdolt (VFL Sindelfingen/4:19,44) und Sebastian Braun (LG Nordschwarzwald/4:22,50) deutlich.
Bei den Männern wuchs im gleichen Wettbewerb Lienhard Hersel über sich hinaus. Lediglich 25 Tage waren dem Oberrodenbacher nach wiederholten muskulären Problemen zur direkten Vorbereitung auf die Süddeutschen Meisterschaften geblieben, die er nach dem Etappensieg bei den hessischen Seniorenmeisterschaften am vorherigen Wochenende vorsichtig optimistisch angehen konnte.
In der Startliste mit 4:03 Minuten nur auf Rang 19 ausgewiesen, nahm er folgerichtig auch während seines Zeitlaufs die vorletzte Position ein. "Vorne hat Daniel Parker unermüdlich aufs Tempo gedrückt, denn er wollte den Gesamtsieg holen", beobachtete Hersel vom Ende des Feldes seinen nach Wiesbaden verzogenen früheren Vereinskameraden. Nach der 1000-Meter-Marke in 2:41 Minuten hielt Hersel jedoch im Gegensatz zum Großteil der Konkurrenten sein Tempo, kämpfte sich immer weiter nach vorne und holte sich letztlich mit 4:01,09 Minuten völlig überraschend den fünften Platz. Zu Rang drei von Daniel Parker (TV Waldstraße/3:59,40) fehlten am Ende nur noch zehn Meter, während er dem amtierenden Hessenmeister Moritz Hillesheim (4:01,17) das Nachsehen geben konnte.
Damit ist Lienhard Hersel bestens für seinen Start bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften gewappnet, die in einer Woche in Erfurt stattfinden. In Thüringen tritt er als Titelverteidiger der M30 im 800-Meter-Lauf und im 3000-Meter-Lauf an, wird sich allerdings wohl für eine der beiden Strecken entscheiden.
Hessische Senioren-Hallenmeisterschaften
Stefan Unger Doppelmeister
SSC-Senioren mit Hessentiteln von Hersel, Riefer und Tschiltschke
Insgesamt sechs Titel sammelten die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach bei den hessischen Hallenmeisterschaften der Senioren in der August-Schärttner-Halle. Während die Siege von Markus Riefer und Lienhard Hersel fast schon eingeplant waren, verblüffte Stefan Unger (M35) mit zwei Goldmedaillen.
Der 36jährige Richter überraschte in der M35 zunächst mit dem 800-Meter-Titel in 2:15,61 Minuten. Die verbesserte Grundschnelligkeit zahlte sich wenige Stunden später zudem über 3000 Meter aus, als er seinen Vereinskameraden Dirk Schönbeck (9:42,91) mit dem neuen Hausrekord von 9:38,32 Minuten auf den zweiten Platz verwies. Mittelstrecken-Ambitionen entwickelt Unger dennoch nicht. Bereits Anfang März steht mit den DUV-50-Kilometer-Meisterschaften der erste Ultramarathon auf dem Programm.
Eine Bandbreite von 800 Meter bis zur Langstrecke besitzt auch Markus Riefer. In der Schärttner-Halle überzeugte er mit dem Start-Ziel-Sieg in 2:08 Minuten, um kurz darauf über 3000 Meter wieder vorne mitzumischen. Nach einem spannenden Rennen reichte es auf der Schlussrunde nicht ganz zum Sieg, den er trotz der Topzeit von 9:23,33 Minuten dem Marburger Wilhelm Hofmann (9:21,20) vor Joachim Katzer (LG Fulda/9:22,20) überlassen musste. In den Genuss der lautstarken Fankurve kam er ebenso wie M30-Sieger Lienhard Hersel, der in überzeugenden 9:07,49 Minuten seinen Vorjahrestitel verteidigte.
Sehr knapp ging es zwischen den beiden SSC-Läuferinnen Frauke Tschiltschke und Annette Straub (W50) zu. Im 3000-Meter-Lauf bestätigte die HoLa-Lehrerin Tschiltschke mit 12:34,14 Minuten und dem Spurtsieg vor ihrer Vereinskameradin die zuletzt stark ansteigende Form.
Ihren Titel in der W70 verteidigte Ursula Hersel. Mit 3:45,08 Minuten blieb sie deutlich unter der Zielzeit von 4:00-Minuten, womit sie auch Sprinter Hans Schuck beeindruckte. "Das war ein wirklich gutes Rennen gegen die Uhr", so Schuck. Über Silber freute sich ihre Tochter Irene Mancho nach dem 800-Meter-Lauf der W40, in dem sie mit 2:34,24 Minuten ihre Vorjahreszeit toppte. Zweimal Bronze gab es in der W45 für Barbara Pillmann über 200 Meter (32,68) und für Doris Frölich über 800 Meter (2:56,42).
Nochmal richtig Stimmung in die Halle brachten die 4x200-Meter-Staffeln, bei denen die SSC-Damen mit Patrizia Czupalla, Sabine Becker, Barbara Pillmann und Doris Frölich in einem packenden Finisch mit 2:13,22 Minuten und zwei Metern Vorsprung den Vizetitel sicherten. Rang vier ging an SSCII. mit Beate Buntrock, Angela Heischmann, Garnet Becker und Anja Oed.
Winterwurfmeisterschaften
Sara Lisa Zorn Vizemeisterin der B-Jugend
Bei den hessischen Winterwurfmeisterschaften in Frankfurt startete Sara Lisa Zorn gleich zweimal erfolgreich in der höheren Klasse. Im Diskuswurf belegte sie Rang fünf mit 30,57 Metern, und im Speerwurf drehte die 15Jährige dann richtig auf. Gleich zum Auftakt legte sie mit 35,85 Metern eine Topweite vor, die lediglich acht Zentimeter unter ihrer Bestleistung des Vorjahres lag. Im letzten Versuch bestätigte sie dieses Resultat mit 35,70 Meter erneut und holte hinter der Deutschen Jahrgangsbesten W16 Nicole Göltz (TV Reisen/40,58) ihr erstes B-Jugend-Silber.
Ebenfalls in der männlichen Jugend A starteten Anusan Rajeentan (SSC) und Leonhard Keil (LAZ). Anusan Rajeentan überzeugte nach seinem 1500-Meter-Jugend-Titel nun auch als Fünfter der A-Jugend mit der neuen persönlichen Bestzeit von 2:02,24 Minuten im 800-Meter-Lauf.
Hessische Hallenmeisterschaften
Anusan Rajeentan setzt Titeljagd fort
Auf Anhieb hessischer B-Jugendmeister
Anusan Rajeentan setzt seine Titeljagd weiter fort. Nachdem der Läufer des SSC Hanau-Rodenbach 2010 bei den A-Schülern insgesamt acht Mal Platz eins bei hessischen Meisterschaften belegt hatte, glückte ihm nun auch der Einstand in der männlichen Jugend B. In der Klasse der M16/M17 gewann der SSC-Athlet die hessische Hallenmeisterschaft im 1500-Meter-Lauf und zeigte sich dabei der Konkurrenz weit überlegen.
Konnten auf den ersten 400 Metern noch Johannes Schermuly (Mengerskirchen) und Joshua Weiß (LG Odenwald) folgen, so lag Anusan Rajeentan bei der 600-Meter-Marke bereits mit zwei Sekunden Vorsprung vorne. Dieses Polster baute er kontinuierlich aus, um mit seiner gewohnt schnellen Schlussrunde in der neuen persönlichen Bestzeit von 4:20,24 Minuten den Triumph vor Schermuly (4:28,53) und Weiß (4:30,48) perfekt zu machen. Während Medaillenkandidat Egmatollah Hussaini seine Ambitionen nach einem Radunfall verschieben musste, überzeugte A-Schüler Jannik Trunk (ebenfalls SSC Hanau-Rodenbach). Im Vergleich mit den bis zu zwei Jahre älteren B-Jugendlichen holte er nach einem taktisch klugen Rennen mit Platz vier und 4:39,55 Minuten das Optimum heraus.
Am zweiten Wettkampftag erwischte Anusan Rajeentan nach der Vorbelastung dann keinen guten Tag. Im 800-Meter-Lauf musste er sich mit 2:07,20 Minuten und dem fünften Platz begnügen.
Rang acht im ersten B-Jugend-Wettkampf ging an die A-Schülerin Sara Lisa Zorn, die im Kugelstoßen mit 10,55 Metern nur knapp hinter dem vierten Platz rangierte.
Jügesheimer Winterlaufserie
Rajeentan fit für Hessische
Beim dritten Durchgang der Jügesheimer Winterlaufserie über zehn Kilometer absolvierte Anusan Rajeentan einen erfolgreichen Ausdauertest. In seinem ersten B-Jugend-Wettkampf holte er auf Anhieb den Klassensieg und erfüllte mit 37:40 Minuten die Erwartungen. "Ich bin den letzten Kilometer schnell gelaufen. Vorher war es locker", gab der letztjährige Süddeutsche Schülermeister zu Protokoll und zeigte sich damit fit für die am Wochenende in Frankfurt stattfindenden hessischen Hallenmeisterschaften. Dabei wird er als Mitfavorit über 1500 Meter antreten.
Mit Patrick Bungert (39:30) und Marin Löffler (40:00) sowie A-Jugendsieger Faizan Tanveer (40:12) stammten auch die nächsten drei Jugendläufer aus dem SSC Hanau-Rodenbach. Die hiesige Läuferhochburg hatte in Dirk Schönbeck (35:43) auf Rang neun und Ingbert Reinke (36:31) auf Rang 17 auch die schnellsten Männer der Region in seinen Reihen.
Während Kerstin Straub immer noch an einem Infekt litt, stellte sich Rita Ochs (LAZ Bruchköbel) der Konkurrenz. Trotz der zwischenzeitlichen Matsch- und Schneepassagen kam die Hauptklassen-Zweite auf 44:23 Minuten. Rang zwei in der Klasse W50 belegte Annette Straub (SSC) in 46:37 Minuten, während Sabine Jamin in 48:01 Minuten gar die W40 gewann.
Aus den Schülerklassen trugen sich Jannik Trunk (42:36/M15), Lukas Abele (42:45/M14), Lenny Löffler (44:52/M13) vor Tobias Oed (45:01) und Vitali Ivanov (45:02/ M12) vor Johannes Fleiner (45:09) und Mahmoud Gassem (M10) für den SSC Hanau-Rodenbach in die Siegerlisten ein. Ebenfalls auf Rang eins platzierten sich bei den Mädchen Viktoria Mancho (50:09/W13), Lisa Oed (51:06/W12) und Angela Schick (57:27/W11).